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Code „Q“ Die rechte „Gelbwesten“-Revolution

Die deutsche Rechte dockt sich an die französische Bewegung der „gilets jaunes“ an und plant die große Revolution. Anhänger sollten aber vorher das Tanken nicht vergessen. Kommentierende Analyse.

Protest
In Kandel tragen sie vom rechten „Frauenbündnis“ bereits gelbe Westen. Foto: imago

Als „Arbeitervolk“ wolle man den „totalen Widerstand“ leisten, und zwar für „mindestens zwei Wochen“. Alles ist durchgeplant, für die Revolution möge man sich Urlaub nehmen oder krank melden, alles Geld von der Bank abheben, Nahrungsmittel horten und das Auto volltanken inklusive Ersatzkanister. Wenn es nicht so gruselig wäre, es ließe sich herzhaft darüber lachen.

Veröffentlicht wurde das Video auf Youtube von Qlobal-Change, einem Blog, der sich explizit auf den US-amerikanischen Code „Q“ und damit den Sammelbegriff QAnon bezieht, unter dem zahlreiche Verschwörungstheorien kursieren. In Florida waren Anhänger von Donald Trump mit „Wir sind Q“-T-Shirts aufgetreten, analog wirbt der deutschsprachige Blog auch mit dem „Pepe-der-Frosch“-Logo, das die amerikanischen Rechtsextremisten von Alt-Right verwenden. „Q – Der Plan die Welt zu retten“ steht für eine internationale Vernetzung rechter Gruppen, die die „Gelbwesten“ als Gelegenheit betrachten, Massen für die Straße und ihre Sache zu mobilisieren. Sie sind mitnichten parteilos, sondern rechts bis rechtsextrem. Das sollten all diejenigen mitbedenken, die sich über eine Benzinpreiserhöhung ärgern.

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