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Bundeswehr Genau hinschauen

Die Armee ist kein normaler Arbeitgeber und unterliegt bei Informations- und Werbeveranstaltungen anderen Kriterien

Ihren dringend benötigten Nachwuchs sucht sich die Bundeswehr zunehmend an Schulen – offenbar mit Erfolg: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der minderjährigen Soldatinnen und Soldaten auf den Rekordwert von 2128. Ein ganz normale Entwicklung könnte man meinen, schließlich finden sich wegen G8 auch immer mehr Teenies an Hochschulen ein, starten Lehrlinge ihre Ausbildung mit 16.

Doch die Bundeswehr ist kein normales Unternehmen, ist nicht nur der „moderne Arbeitgeber mit Aufstiegschancen und Entwicklungsmöglichkeiten“, wie sie sich selbst so gern nennt. Wer dort anheuert, gibt einen Teil seiner Grundrechte am Kasernentor ab. Er lernt zu töten und muss bereit sein, das auch zu tun.

Deshalb darf der Besuch der Karriereberater aus dem Verteidigungsministerium, wenn überhaupt, nur nach strengen Regeln erfolgen. Die Schüler haben ein Recht auf Information, aber auch auf Schutz vor einseitiger militärischer Werbung. Diskussionsstunden, bei denen Soldaten und Friedensaktivisten gleichermaßen zu Wort kommen, können sinnvoll sein. Die gab es allerdings kaum, wie die aktuellen Daten belegen. Hier lohnt es sich, ganz genau hinzuschauen.

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