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Brexit Den Briten läuft die Zeit davon

Die Brexiteers haben bislang nur laut gebrüllt - Vorschläge, wie der Austritt zu bewerkstelligen haben sie nicht gemacht. Die EU macht zu Recht Druck.

Theresa May
Großbritanniens Premierministerin Theresa May. Foto: rtr

Chapeau. Das war schon groß, was EU-Chefunterhändler Michel Barnier zum Brexit zu sagen hatte. Der frühere französische Außenminister wollte die Briten mit seinen Ideen zwar nicht provozieren, tat es indirekt aber doch. Vor allem mit seinem Vorschlag zu Nordirland brachte er die britische Regierung um Premierministerin Theresa May gegen sich auf.

Brüssel geht es darum, den Frieden auf der irischen Insel zu erhalten und die Interessen des EU-Mitglieds Irland zu wahren. Für die Briten aber sind Barniers Pläne eine Provokation. Deshalb sagte Theresa May prompt, der EU-Vorschlag für Nordirland sei mit der britischen Verfassung nicht vereinbar. Denn das wäre gleichbedeutend mit einer Grenze innerhalb Großbritanniens, durch die Nordirland vom Rest des Landes abgetrennt wäre.

Barnier hat zwischen den Zeilen die britische Seite aufgefordert, sich mit eigenen Ideen an der Debatte über den Brexit zu beteiligen. Die Brexiteers um den britischen Außenminister Boris Johnson haben bislang nur laut gebrüllt, dass sie nicht mehr Mitglieder der EU sein wollen. Vorschläge, wie der Austritt zu bewerkstelligen ist, haben sie nicht gemacht. Nun läuft die Zeit, und der Eindruck ist: Die Zeit läuft schneller für die Briten als für die EU.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Brexit

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