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Anis Amri Im Fall Amri haben nicht nur die Berliner geschlampt

Der Bericht des Sonderermittlers zeigt, dass im Fall des Berlin-Attentäters Anis Amri vermeidbare Fehler zur Katastrophe geführt haben. Ein Kommentar.

Vorstellung des Abschlussberichts im Fall Amri  - Bruno Jost
Der Berliner Sonderermittler Bruno Jost stellt seinen Abschlussbericht zum Famm Anis Amri vor. Foto: Britta Pedersen (dpa)

Die Berliner Behörden haben es nun schwarz auf weiß: Sie haben im Fall Anis Amri, der den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verübte, viele Fehler gemacht. Fehler, die vermeidbar gewesen wären - so lautet das Fazit von Sonderermittler Bruno Jost, der am Donnerstag seinen Abschlussbericht vorstellte. Jost stellte klar, dass Amri durchaus hätte in Haft sitzen können, statt seine Bluttat auszuführen. Doch wegen des legendären Berliner Ämterchaos wussten die Staatsschützer, die ihn wegen Terrorgefahr beschatteten, nicht, dass er auch mit Drogen handelte und dafür hätte festgenommen werden können.

Man könnte darüber lachen, wenn dieser Dienst nach Vorschrift nicht elf Menschenleben gekostet hätte. Der Sonderermittler fand aber auch heraus, dass dieser Zuständigkeits-Wirrwarr nicht nur in Berlin existiert. Auch in anderen Bundesländern war man mit Amri befasst – und teils überfordert. Sollte diese Wahnsinnstat irgendeinen Sinn haben, muss es der sein, künftig endlich die verschiedenen Ermittlungsbehörden besser miteinander zu koordinieren.

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