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Afghanistan Ein bisschen Frieden

Die Bevölkerung Afghanistan dürstet nach mehr Frieden. Doch den zu erreichen fällt nicht leicht und erfordert Kompromisse. Ein Kommentar.

Feierlichkeiten in der Nangarhar-Provinz, Afghanistan
In der Nangarhar-Provinz feiern Afghanen den Waffenstillstand. Foto: rtr

Wie sehr sich Afghaninnen und Afghanen den Frieden wünschen, konnte man während des Waffenstillstands aus Anlass des Fests zum Ende des Ramadan sehen. Soldaten und Kämpfer der radikalislamischen Taliban schossen während der ersten Waffenruhe des langjährigen Kriegs nicht aufeinander, sondern lieber Selfies miteinander. Darauf sollten Regierung und die Führungsspitze der Aufständischen aufbauen, um die geringe Zahl der friedlichen Tage zu erhöhen.

Das wird nicht leicht. Zum einen sorgt mit dem „Islamischen Staat“ ein weiterer Gegner mit Anschlägen für Unruhe. Wichtiger sind aber die bislang unüberbrückbaren Differenzen zwischen Kabul und den Taliban. Doch womöglich lässt sich darüber nun verhandeln. Denn die bislang verfeindeten Seiten haben erlebt, dass sie – zeitlich begrenzt – einander vertrauen können, wenn es darauf ankommt. Und sie haben gesehen, wie kriegsmüde die Menschen sind. Das trifft auch auf viele Kämpfer zu.

Das US-geführte internationale Bündnis sollte mögliche Gespräche so unterstützen wie die Waffenruhe und sie nicht mit zu vielen Bedingungen belasten. Sie sollten auf Verhandlungen setzen – auch, wenn sie die ein oder andere Kröte schlucken müssten. Frieden in Afghanistan wird es nicht einfach so geben.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Afghanistan

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