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AfD Soziale Sicherheit gegen rechts

Arbeitslose wählen öfter die Rechten, sagt eine neue Studie. Doch das alleine erklärt das Phänomen nicht. Ein Kommentar.

AfD
Angst vor sozialem Abstieg ist häufig ein Grund, Rechte zu wählen. Foto: rtr

So ist das mit den Studien: Jeder macht seine, und jeder kommt zum passenden Ergebnis: Die AfD-Wähler sind im Schnitt nicht arm, sagt das Arbeitgeber-Institut IW, und prompt gibt es Schlagzeilen wie „AfD zu wählen, hat nichts mit Gehalt zu tun“. Dann kommt das Gewerkschafts-Institut und sagt das Gegenteil. Oder doch nicht?

Nein, das hat die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung in ihrer neuen Studie nicht getan. Sie bestätigt den Befund, dass Arbeiter und Arbeitslose zwar öfter als andere die ganz Rechten wählen, dass das allein aber die Erfolge der AfD nicht erklärt. Aber die Forscher konnten gut belegen, dass die „soziale Frage“ für die Erfolge der AfD sehr wohl eine entscheidende Rolle spielt – vorausgesetzt, man versteht darunter mehr als nur die Lage der Ärmsten.

Zur sozialen Frage gehören Angst vor Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg eben auch – egal ob bei Arbeitslosen oder Durchschnittsverdienern. Und deshalb bleibt es dabei: Wer für soziale Sicherheit sorgt, tut auch etwas gegen die Extremisten.
 

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier AfD

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