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AfD im Bundestag Der Feind der AfD

Mario Mieruch hat es in die Schlagzeilen geschafft. Sicher ist, dass die Fraktionslosen schon bald politisch so bedeutsam sein werden wie Bernd Lucke. Ein Kommentar.

Mario Mieruch
Mario Mieruch. Foto: dpa

Mario Mieruch hat es geschafft. Mit seinem Austritt aus der Bundestagsfraktion der selbsternannten Alternative für Deutschland hat er es in die Schlagzeilen geschafft. Er folgt damit seinem politischen Vorbild Frauke Petry. Ob bei dieser disparaten Ansammlung von Individuen eine politische Botschaft oder gar eine koordinierte Aktion hinter dem Vorgehen steckt, darf bezweifelt werden.

Sicher ist, dass die Fraktionslosen schon sehr bald politisch so bedeutsam sein werden wie Bernd Lucke, der nach dem Austritt aus der AfD eine neue Partei gründete. Schon möglich, dass Petry und ihre Anhänger noch mal mit einer Parteigründung für Nachrichten sorgen. Und sicher ist auch, dass die AfD deshalb politisch nicht geschwächt sein wird. Längst haben die Gaulands, Weidels und Höckes diese Partei übernommen und mit ihren nationalistischen und rassistischen Tönen nach rechts außen getrieben.

Wirklich gefährlich können ihnen ohnehin nur die etablierten Parteien werden, wenn sie die Unzufriedenen wieder in ihre Lager zurückholen. Wenn sie, wie es Bundespräsident Steinmeier vorgeschlagen hat, der AfD inhaltlich entgegentreten, ihr die Themen wegnehmen und die Sorgen der meisten AfD-Wähler ernst nehmen.

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