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Kommentar zur AfD Die Lucke-Partei

Der Begriff "Ein-Themen-Partei" trifft den Charakter der "Alternative für Deutschland" nicht recht. In Wirklichkeit ist die AfD eine Ein-Mann-Partei. An erster Stelle steht ihr Sprecher Bernd Lucke. An zweiter und dritter Stelle auch. Und dann kommt eine Weile gar nichts.

Bernd Lucke ist optimistisch: "Wir sind sehr nah dran an der Fünf-Prozent-Hürde". Foto: dpa

Das Wort von der „Ein-Themen-Partei “ hören sie nicht gern bei der Alternative für Deutschland (AfD). Na gut, vergessen wir’s für eine Weile. Die Bezeichnung trifft den Charakter der politischen Neugründung auch nicht recht. In Wirklichkeit ist die Alternative eine Ein-Mann-Partei. An erster Stelle steht ihr Sprecher Bernd Lucke. An zweiter und dritter Stelle auch. Und dann kommt eine Weile gar nichts.

Wie weit der Hamburger Professor den Rest seiner im Wortsinne Mannschaft (nur 15 Prozent der Mitglieder sind Frauen) überragt, war nun bei dem Versuch zu besichtigen, das Image der Ein-Themen-Partei abzustreifen. Da stümperten drei Herren mittleren Alters Allgemeinplätze über Energie-, Gesundheitspolitik und Bundeswehr herunter. Aber wenn es kritisch wurde, musste Mr. Allzuständig eingreifen.

Auch sonst ist die Partei, die mit so großen Hoffnungen gestartet war, in der Wirklichkeit angekommen. Vor Monaten haben Demoskopen ihr ein Potenzial um die 20 Prozent bescheinigt. Auf die berühmte Sonntagsfrage nach der Wahlabsicht sind um die drei Prozent übrig geblieben. Aber immerhin hat die AfD die formalen Voraussetzungen für die Teilnahme geschafft. Nun geht der Versuch los, daraus Stimmen zu machen. Sollten es am 22. September nicht genug sein, lautet die Existenzfrage der Partei: Wird Bernd Lucke sich das weiter antun?

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