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Kommentar zur Abschiebung Tödlich langsam

Der Vorgang läuft. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Eine bundeseinheitliche Regelung wird ausgearbeitet. So klingen die Antworten deutscher Verwaltungseinheiten auf Nachfragen nach einer Roma-Familie, die in den Kosovo abgeschoben wurde.

12.01.2011 09:35
Felix Helbig

Obwohl die Lage der Roma im Kosovo katastrophal ist. Obwohl die Mutter krank ist. Obwohl der Sohn nach neuem Recht bleiben dürfte und mit ihm die Eltern. Verwaltungsantworten. Verwaltung braucht Zeit.

In diesem Fall waren es 34 Tage, die das rheinland-pfälzische Innenministerium verstreichen ließ zwischen der Einigung der Innenminister über ein neues Bleiberecht für Minderjährige und einem Abschiebestopp. 34 Tage zu viel für eine Roma-Familie aus dem rheinland-pfälzischen Städtchen Mayen, die die Hölle erlebt hat. 34 Tage, die den Tod der Mutter zumindest begünstigt haben. Aber der Vorgang lief ja noch.

In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung kürzlich einen Abschiebestopp für Roma erlassen; er galt sofort. Weil es politisch so gewollt wurde. Bei den Pfälzern kann man da nicht so sicher sein.

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