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Kommentar zum Referendum Thank you, Scotland

Die Schotten haben sich entschieden – glücklicherweise gegen die Unabhängigkeit. Wir brauchen in einer globalisierten Welt nicht mehr Eigenbrötlerei, sondern mehr Kooperation. Ein Kommentar.

Freude bei den Unionisten. Foto: AFP

Die Schotten haben sich entschieden – und glücklicherweise, das muss man sagen, haben sie sich gegen die Unabhängigkeit entschieden.

Viele Schotten haben sich zuletzt als Nationalisten der sympathischeren Sorte präsentiert. Und Gründe für Abspaltungen gibt es ja immer. Meist ist es die Übermacht der Zentrale in London, Madrid oder weiß der Kukuck wo noch. Gefährlich war der Präzedenzfall, der aus dem schottischen Unabhängigkeits-Votum unweigerlich geworden wäre.

Den Schotten wären zweifellos die Katalanen gefolgt. Die Gefahr besteht noch immer. Und den Katalanen vielleicht die Südtiroler. Ganz abgesehen davon, dass sich der Nationalismus auch jenseits diverser Unabhängigkeitsbestrebungen breit macht. Nicht zuletzt in Frankreich, wo Marine Le Pen vom Front National eines Tages Präsidentin werden und die Europäische Union von innen heraus sprengen könnte.

Nein, wir brauchen in einer globalisierten Welt nicht mehr Eigenbrötlerei, sondern mehr Kooperation. Die Mehrheit der Schotten scheint das begriffen zu haben – hoffentlich möglichst viele andere in Europa und der Welt auch.

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