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Kommentar zum Entwicklungsministerium Effizienter Niebel

23.07.2011 21:15
Felix Helbig
Felix Helbig

Wollte man ein Ranking erstellen, müsste Dirk Niebel als bester Minister ganz oben stehen. Dazu mögen die Vergleichsgrößen im schwarz-gelben Kabinett beitragen. Aber eben auch die Tatkraft, mit der der Entwicklungsminister eine Reform nicht nur versprochen, sondern auch umgesetzt hat. Niebel ist viel verlacht worden für seine Mütze und ungezählte Ungeschicklichkeiten. Seine von etlichen Vorgängerregierungen angekündigte, aber nie angegangene Fusion der staatlichen Entwicklungsorganisationen wird über Parteigrenzen hinweg anerkannt.

Wenn der Minister nun in seinem Hause weiterhin Mitarbeiter beschäftigt, die in Wahrheit von der Entwicklungsorganisation bezahlt werden, dann offenbart das allerdings viel über die wahre Zielrichtung seiner Reform. Es ging Niebel eben stets eher weniger um die Verbesserung der Entwicklungshilfe, die angesichts der Verpflichtung in den Millenniumszielen, die weltweite Armut zu halbieren, geboten wäre. Stattdessen ging es ihm um schlanke Strukturen, um Kosten, um Effizienz.

Niebel ist aber nicht Effizienzminister. Er ist Entwicklungsminister.

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