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Kommentar Kein Aufstand der Demokraten

Thailands populistische Regierungspartei ist korrupt, allen voran ihr wahrer Chef, der im Exil lebende Expremier Thaksin. Egal wie der Machtkampf ausgeht: In Thailand sind keine guten Zeiten in Sicht, meint Moritz Kleine-Brockhoff.

07.10.2008 00:10
MORITZ KLEINE-BROCKHOFF
Moritz Kleine-Brockhoff ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau für Südostasien. Foto: FR

Thailands populistische Regierungspartei ist korrupt, allen voran ihr wahrer Chef, der im Exil lebende Expremier Thaksin. Wenn Demonstranten sich gegen solche Fieslinge auflehnen, ist man geneigt, auf ihrer Seite zu stehen. Die Protestler tragen Thailands nettes Königsgelb und nennen sich "Volksallianz für Demokratie". Auch das verleitet zu Wohlwollen. Ende 2005, als die Bewegung erstmals friedlich Lieder sang, war Sympathie angemessen.

Doch es ist längst Zeit, sie zu verurteilen. Wer Parlament, Flughäfen und Polizeistationen belagert, wer Gewalt anwendet, hat die Autorität verloren, Rechtsstaatlichkeit einzufordern. Es handelt sich auch gar nicht um eine "Volksallianz". Die Mehrheit des Volks hat wiederholt die Thaksin-Clique gewählt.

Die Allianz ist auch nicht für Demokratie. Weil Wahlen dauernd verlorengehen, sollen, ginge es nach der Allianz, Parlamentarier künftig ernannt werden. Dass die Bewegung zum undemokratischen Haufen verkommen ist, macht die Regierung nicht besser.

Egal wie der Machtkampf ausgeht: In Thailand sind keine guten Zeiten in Sicht.

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