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Woanders gelesen Folgt AKK auf Merkel?

Annegret Kramp-Karrenbauer soll die CDU, dann das Land führen.

Für viele ist klar: Kanzlerin Angela Merkel regelt ihre Nachfolge, indem sie Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Generalsekretärin macht.

Die „Rheinische Post“ schreibt dazu: „Mit dem Rücken zur Wand ist Merkel ein Befreiungsschlag gelungen. Annegret Kramp-Karrenbauer wird die neue Generalsekretärin. Sie ist Merkels Favoritin für die Nachfolge an der CDU-Spitze und auch im Kanzleramt. Nun kann AKK die Partei selbst neu ausrichten, die sie 2021 in den Wahlkampf führen könnte. Ein geschickter Schachzug. Ausgemacht ist AKKs Weg an die Parteispitze noch nicht. Sie muss erst liefern. Dafür wird die Kanzlerin ihr mehr Spielraum einräumen müssen, als andere Generalsekretäre bekamen.“

„Merkels Mädchen?“, fragt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in Anspielung auf die Förderung von Angela Merkel durch Alt-Kanzler Helmut Kohl. Obwohl Annegret Kramp-Karrenbauer als Vertraute von Merkel gilt, hatte man nicht mit ihr als Generalsekretärin gerechnet. „Die Überraschung rührte daher, dass eine amtierende, politisch erfolgreiche Ministerpräsidentin ihr Staats- und Wahlamt aufgibt, um in eine zwar wichtige, aber doch nicht die höchste Parteifunktion einzutreten, aus eigenem Antrieb, wie sie sagt. Kramp-Karrenbauer nähme diesen formalen Abstieg gewiss nicht in Kauf, wenn sie damit nicht eine aussichtsreiche Perspektive für den Aufstieg mindestens an die Spitze der Partei verbinden würde – und damit die Kanzlerkandidatur, wenn Merkel sich zurückzieht.“

Die taz findet: „Angela Merkel ist noch für Überraschungen gut. Die Entscheidung für Kramp-Karrenbauer ist ein geschickter Schachzug Merkels. Die Inthronisierung Kramp-Karrenbauers ist der offenkundige Versuch, sicherzustellen, dass ihr Erbe nicht an den forschen Konservativen Jens Spahn fällt.“

„Es muss nicht gutgehen, kann aber“, schreibt die „Allgemeine Zeitung“ zur Frage, ob Kramp-Karrenbauer die Rolle der Kanzlerin einzunehmen vermag. „Und wer fragt, ob es denn unbedingt eine altgediente Ministerpräsidentin des Geburtsjahrgangs 1962 sein muss, wenn die Union ihre neue Hoffnungsträgerin sucht, sollte sich dies vor Augen halten: Wir leben in Zeiten, in denen die Welt und die Politik extrem kompliziert sind, in denen die Welt aber unglaublich oft auch wegen Dingen hyperventiliert, die schon einen Tag später zu Recht im Nirwana der Banalitäten verschwunden sind. Zeiten, in denen sich leider viele Wähler von Hysterie anstecken lassen und dies dann als Groll auf ‚die da oben‘ tarnen. In solchen Zeiten sind Kompetenz, Nervenstärke und Solidität nicht die unwichtigsten Eigenschaften. Das ist der Maßstab für Kramp-Karrenbauer.“

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