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Jubiläum Israel verstehen

Andrea von Treuenfeld ist ein ungewöhnlicher Rückblick auf 70 Jahre Geschichte gelungen.

In diesen Tagen feiert der Staat Israel seinen 70. Geburtstag. Wie das Land wurde, was es ist, beschreibt Andrea von Treuenfeld in ihrem neuen Buch: „Seit der Gründung hat sich seine Bevölkerung mehr als verzehnfacht – auf einer Fläche, die zu mehr als der Hälfte (12.000 Quadratkilometer) von der Wüste Negev bedeckt ist.“

Bisher ist Andrea von Treuenfeld bekannt für ihre einfühlsamen Porträts von jüdischen Emigrantinnen. Diesmal ist es ein historisches Sachbuch geworden. Mitteldick, randvoll mit Rückblicken auf die Geschichte der Kriege zwischen Israel und den Nachbarländern sowie unbekannteren Informationen. Damit ist es ein ungewöhnliches Buch über das Land am Mittelmeer. Darin steht alles, was wichtig zum Verstehen Israels ist. Und das in einer geschickten Unterteilung: Für jedes Jahr ein bis drei Texte.

Zum Beispiel über das Jahr 1966, in dem das israelische Parlament erst 17 Jahre nach Konstituierung des Staates sein eigenes Versammlungshaus, das „Beth HaKnesset“ in Jerusalem bezog. Entworfen hat es Ossip Klarwein, der vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste.

Er war auch der Architekt der heute noch stehenden evangelischen Kirche am Hohenzollernplatz in Berlin-Wilmersdorf. Im Jahr 2008 sprach in der Knesset die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ihr Vorgänger, Bundeskanzler Konrad Adenauer, findet sich im Kapitel über das Jahr 1952. Da unterzeichnete er das Luxemburger Abkommen. Es beinhaltet die Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland, dem Staat Israel drei Milliarden D-Mark als Wiedergutmachung für das unermessliche Leid des jüdischen Volkes unter den Nationalsozialisten zu zahlen.

Ebenfalls in der Knesset trat der ägyptische Präsident Anwar el-Sadat auf. Dessen versöhnliche Geste nahmen 300 israelische Reserveoffiziere 1978 zum Anlass, „Peace Now“ zu gründen. „Die Organisation versucht, Regierung und Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass die Siedlungspolitik das Haupthindernis für einen Frieden mit den Palästinensern ist“, heißt es dazu in dem Buch. Susanne Dübber

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