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Für Sie gelesen Ohne Handy lernen?

Frankreichs Pläne zum Verbot an Schulen sind auch in den deutschen Medien umstritten

Das französische Parlament hat ein Handyverbot für die Schulen des Landes beschlossen. Natürlich wird sofort überlegt, ob dies ein Modell für Deutschland sein könnte.

„Die neue Regelung in Frankreich, die alle internetfähigen Geräte wie Handys und Tablets in der Schule und außerhalb des Gebäudes verbietet, geht ... in die richtige Richtung“, findet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. In der Grundschule und in der Sekundarstufe I führten Handys dazu, dass Kinder sich schlechter konzentrieren könnten und sich auch weniger bewegten. „Daher sollten die deutschen Kultusminister ernsthaft erwägen, dem französischen Beispiel zu folgen.“

Das „Straubinger Tagblatt“ ist etwas anderer Meinung. „Als sinnvoll eingesetztes pädagogisches Instrument“ müssten Handys ihren Platz auch in den Schulen haben, heißt es dort. „Wie schließlich soll moderne Medienkompetenz vermittelt werden, wenn es sich nicht auch gleich in der Praxis erproben lässt?“

Auch die „Süddeutsche Zeitung“ spricht sich gegen ein generelles Verbot der Smartphones aus. „Paris ordnet an, die République folgt – so läuft das in Deutschland nicht. Die Länder haben längst erkannt, wer aus dem Handy-Für-und-Wider Regeln extrahieren sollte: die Schulen selbst. Sogar bayerische Schüler, Lehrer und Eltern dürfen nun mitreden, wenn auch nur über die Nutzung außerhalb des Unterrichts. Dieser demokratische Weg ist sinnvoll, weil die Schüler ihn mitgehen.“

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