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Für Sie gelesen Die Lehrerlücke

Kaum jemand weiß, wie der Mangel behoben werden soll.

Laut einer neuen Bertelsmann-Studie wird sich der Lehrermangel in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Bis zum Jahr 2025 droht eine Lücke von mindestens 35 000 Lehrern bundesweit.

Die Zeitung „Die Welt“ kritisiert, dass „ausgerechnet die Bildung der Jüngsten in Deutschland auf Kante genäht“ sei und auf Quereinsteiger mit pädagogischer Kurzausbildung zurückgegriffen werden müsse. „Forschungen auf der ganzen Welt belegen: Je jünger die Kinder, desto wichtiger die Pädagogen. Sie können den Grundstein legen für lebenslange Freude am Lernen. Tausenden von Grundschullehrerinnen – es arbeiten hierzulande tatsächlich noch immer überwiegend Frauen in diesem Beruf – tun genau das jeden Tag. Sie trösten und sprechen Mut zu. Sie begeistern für Zahlen und Buchstaben und schließen ganz nebenbei frühe Bildungslücken. Dafür allerdings erhalten sie noch immer zu wenig Wertschätzung – von der Politik und von den Eltern.“

„Der Tagesspiegel“ meint: „Schulen müssen Paläste werden, Lernpaläste und Lebenspaläste. Sie müssen dem Zersprengen der Gesellschaft entgegenwirken, Kritikfähigkeit lehren, Konfliktschlichtung, Kulturtechniken wie den Dialog. Schulen brauchen Räume für Kunst, Musik und Computer, sie brauchen Labore und Küchen, Gärten und Sportplätze, Gratis-Nachhilfe, Psychologen, Erzieher und vor allem motivierte, erstklassig ausgebildete, bestens bezahlte Lehrer, Lehrer, Lehrer.“

Die „Berliner Morgenpost“ wertet die Einrichtung eines nationalen Bildungsrates, auf den sich Union und SPD geeinigt haben, als einen Anfang. „Besser noch wäre es, die 16 Bundesländer auf gemeinsame Bildungsstandards zu verpflichten – sprich: hier den Föderalismus zu beenden.“

Die „Landeszeitung“ aus Lüneburg findet: „Bildung ist die wichtigste Investition in die Zukunft. Bildung ist aber auch die große Spielwiese der Politik. 16 Bundesländer, 16 Meinungen, dazwischen der Bund. … Man brauche keinen ‚Weckruf‘ der Bertelsmann-Stiftung, man sei sich der Lage bewusst und habe bereits länderspezifische Maßnahmen ergriffen. Abgesehen davon, dass die mächtige KMK manchmal von sich selbst ergriffen ist, stellt sich die Frage, warum ältere Studien kaum Wirkung hatten und der Lehrermangel an Grundschulen schon jetzt so eklatant ist.“

Die „Westfalenpost“ ist skeptisch: „Bildung soll das ‚Schlüsselthema‘ für Deutschlands Zukunft sein. Große Worte. Große Pläne. Doch leider zeigt die Erfahrung: Je wortgewaltiger die Versprechen, desto mickriger das Ergebnis. In der Bildungspolitik sind die deutschen Parteien Ankündigungsriesen und Durchsetzungszwerge.“

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