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Für Sie gelesen Der Gigant als Gegner

Googles marktbeherrschende Stellung und die Strafe der EU.

Die EU hat eine Rekordstrafe von 4,34 Milliarden Euro gegen den Internet-Riesen Google verhängt – wegen „illegaler Praktiken“ beim mobilen Betriebssystem Android. Richtig oder falsch? 
Richtig, findet die „Rheinische Post“: „Wenn die Europäische Union in dieser Welt nicht nur als Absatzmarkt relevant sein will, müssen Verfahren wie denen gegen Google weitere folgen. Nicht als Bestrafung für technologische Überlegenheit. Sondern als Antwort auf eine radikale Ellbogenmentalität.“ 

Auch die „Allgemeine Zeitung“ aus Mainz urteilt klar: „Regulierung ist wünschenswert und notwendig, wenn wir uns wirtschaftlich, politisch und auch kulturell nicht in die Hand von zwei, drei Weltkonzernen begeben wollen.“ 

Die „Braunschweiger Zeitung“ schreibt, der Vorwurf der EU sei berechtigt: „Google verschenkt sein Betriebssystem Android ganz offensichtlich nur, um die marktbeherrschende Stellung, die es mit vielen seiner Dienste erreicht hat, zu sichern und auszubauen. Klar, dass da andere Entwickler von Suchmaschinen wenig Chancen haben. Dabei gibt es einige, die etwa auf die ausufernde Datenspeicherung von Google verzichten und damit einen echten Vorteil bieten.“ 

Die „Neue Zürcher Zeitung“ ist skeptischer und beschäftigt sich mit den Chancen der Google-Konkurrenz: „Jüngst hat etwa eine Studie gezeigt, dass Konsumenten im Internet mehrheitlich bei Amazon nach Produkten suchen und nicht mehr bei Google. Die Konkurrenz hat also die Möglichkeit, mit guten Leistungen zu überzeugen. Dazu braucht es nicht Milliardenbußen als Schützenhilfe der EU-Kommission.“ 

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