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Massentierhaltung Die Vernunft kapituliert

Massentierhaltung ist weder für Tiere und Umwelt noch für die Landwirte auf Dauer zu ertragen. Aber die Bundesregierung tut so gut wie nichts.

Auch darüber, wie der Mehraufwand für die Tierhalter*innen generiert werden soll, gibt es nichts Handfestes. Und dass diese Peanuts keine grundsätzlichen Verbesserungen der desaströsen ökologischen Zerwürfnisse sind, die die Intensivtierhaltung mit sich bringt, ist ebenfalls klar. Vielmehr werden das Unvermögen der politischen Entscheidungsträger und die Missachtung jeglicher Notwendigkeit, Veränderungen mit Weitsicht anzugehen, zementiert. 

Dabei ist ein Systemwechsel unabdingbar. Das Dramatische ist, dass wir langsam den Zeitpunkt überschreiten, von dem die zukünftigen Generationen sagen werden: Da hätten wir noch umsteuern können. 

Dieses Wissen, gepaart mit einem „Weiter so“ an die Vollgas-Agrarindustrie, ist eine Kapitulation der Vernunft. 

Friedrich Ostendorff ist Sprecher für Agrarpolitik der Grünen im Bundestag und seit 50 Jahren Bauer.

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