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Atomkraftwerke in Deutschland Besseren Schutz verschleppt

Obwohl die schwarz-gelbe Bunderegierung die 17 deutschen Atomkraftwerke vom Netz genommen hat, ist die Gefahr einer Nuklearkatastrophe nicht gebannt. Für den Schutz der Bürger muss die Politik aktiv werden findet unser Autor

Das Atomkraftwerk (AKW) Biblis in Hessen. Foto: dpa

Obwohl die schwarz-gelbe Bunderegierung die 17 deutschen Atomkraftwerke vom Netz genommen hat, ist die Gefahr einer Nuklearkatastrophe nicht gebannt. Für den Schutz der Bürger muss die Politik aktiv werden findet unser Autor

Der politische Fallout von Fukushima reichte weit. Der Super-GAU in Japan bedeutete 2011 das Ende von Biblis und Co. Die schwarz-gelbe Bundesregierung nahm die acht älteren der 17 deutschen AKW-Anlagen vom Netz.

Problem gelöst? Keineswegs. Auch bei den neueren Baulinien kann es zur Nuklearkatastrophe kommen, die Evakuierungen und Umsiedlungen nötig macht. Hinzu kommt: Die Folgen können, wie Analysen des Bundesamtes für Strahlenschutz gezeigt haben, deutlich verheerender sein als bisher für Schutzpläne angenommen.

Eigentlich sollte man erwarten, dass rund zweieinhalb Jahre nach Fukushima die nötigen Schlussfolgerungen daraus gezogen sind. Die Mühlen der Ministerien, Behörden und Kommissionen aber mahlen unerträglich langsam. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis die Katastrophenschutzpläne angepasst sind.

Es wird auf Zeit gespielt

Der Verdacht drängt sich auf, dass auf Zeit gespielt wird, weil laut Ausstiegsplan ab 2015 weitere AKW vom Netz gehen und so hohe Kosten für besseren Katastrophenschutz gespart werden können. Belegen lässt er sich nicht. Die Verantwortlichen könnten ihn leicht entkräften, indem sie die Entscheidungen beschleunigen.

Und wenn Nachbarländer mit grenznahen AKW wie Frankreich nicht mitziehen wollen, ist das zwar fahrlässig. Aber kein Grund dafür, nicht selbst aktiv zu werden.

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