Lade Inhalte...

Mehr Mauertote

Privates Museum revidiert seine Zahlen

13.08.2008 00:08

Berlin. Die innerdeutsche Grenze hat nach Angaben von Wissenschaftlern 1303 Menschen das Leben gekostet. Das private Berliner Mauermuseum erhöhte seine Angaben im Vergleich zu 2007 damit nach neuen Recherchen um 58 Tote. Leiterin Alexandra Hildebrandt nannte am Dienstag auch die neue Zahl vorläufig: Die Recherchen gingen weiter.

Laut Hildebrandt fällt die aktuelle Gesamtzahl höher aus, weil vor allem aus der Zeit vor dem Mauerbau vom 13. August 1961 mehr Opfer an der innerdeutschen Grenze ermittelt wurden. Allein für die Berliner Grenze geht das Mauermuseum nun von 289 Opfern aus, von denen 67 vor, 222 nach dem Mauerbau starben. Bei neun Menschen, die noch vor einem Jahr als Todesopfer genannt worden waren, stellte sich inzwischen heraus, dass sie noch leben.

Für das Zählen der Opfer gibt es keine einheitlichen Kriterien. Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und die Gedenkstätte Berliner Mauer hatten kürzlich die Zahl von mindestens 136 Menschen genannt, die zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer oder in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben gekommen seien. Anders als diese Wissenschaftler führt das Mauermuseum zum Beispiel auch DDR-Bürger auf, die an den Grenzen Bulgariens, Ungarns, Polens und der CSSR umkamen. Es zählt auch zu Tode gekommene fahnenflüchtige sowjetische Soldaten mit sowie DDR-Grenzsoldaten, die sich selbst das Leben nahmen. dpa

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen