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Manöver Sapad Moskau und Minsk beginnen Militärmanöver

Die gemeinsame Militärübung russischer und weißrussischer Soldaten an den Grenzen Polens und Litauens soll am Donnerstag beginnen. Kritik kommt von Verteidigungsministerin von der Leyen.

14.09.2017 06:54
Manöver
Kampfhubschrauber während eines früheren Sapad-Manövers. Foto: Alexey Druginyn / Ria Novosti

Russland hat Kritik der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am geplanten Großmanöver Sapad (Russisch: Westen) zurückgewiesen. Die gemeinsame Militärübung russischer und weißrussischer Soldaten an den Grenzen Polens und Litauens soll am Donnerstag beginnen. Von der Leyen hatte von 100 000 Soldaten gesprochen. Die Zahl sei völlig aus der Luft gegriffen, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, am Samstag in Moskau.

Kritik der Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen

Nach russischen Angaben sollen 12 700 Soldaten an dem Manöver teilnehmen. Ab 13 000 Soldaten müsste Russland nach den Regeln der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) ausländische Beobachter zulassen.

Russland habe den deutschen Militärattaché in Moskau und andere Diplomaten ausführlich über die Übung informiert, sagte Konaschenkow. Auch habe Generalstabschef Waleri Gerassimow mit dem Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses, Petr Pavel, über Sapad gesprochen.

In der Nato werden die Moskauer Angaben als unglaubwürdig gesehen, weil neben Sapad viele andere russische Manöver stattfinden. Von der Leyen hatte ihre Angabe am Donnerstag auf Schätzungen östlicher Nato-Länder gestützt.

Der litauische Außenminister Linas Linkevicius rief Russland auf, das Großmanöver zu stoppen. „Wir sind besorgt. Moskau hat 4000 atomwaffenfähige Trägersysteme nach Weißrussland und an die Grenzen des Baltikums verlegt. Dazu kommen wenigstens 30 000 Soldaten. Dieses gefährliche Säbelrasseln muss aufhören“, sagte Linkevicius dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Im Gegensatz zu „Sapad 2013“ verlegt Russland erstmals Truppen auch nach Weißrussland. „Wir fürchten, dass dort die russische Militärpräsenz dauerhaft sein wird“, sagte Linkevicius. Die Annexion der Krim 2014 sei auch durch ein Manöver eingeleitet worden. (dpa)

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