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Liveticker zur Wahlnacht Obamas Nacht

Obama-Tweet bricht alle Rekorde +++ Obama beschwört Einheit Amerikas +++ Obama: "Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht" +++ Obama dankt Helfern +++ Erste Glückwünsche aus Europa +++ Romney gesteht Niederlage ein +++ Auch reichste Bezirke stimmten für Obama +++ Obama holt "Swing State" Virginia

07.11.2012 03:31
Ein offizielles Bild des Obama-Wahlkampfteams - der erste schwarze Präsident der USA wird auch der zweite sein. Foto: http://twitter.com/BarackObama/

08.19 Uhr: Obama-Tweet bricht alle Rekorde

„Vier weitere Jahre“ - Barack Obamas Twitter-Botschaft zur Bestätigung seiner Wiederwahl hat einen Rekord aufgestellt. Innerhalb einer halben Stunde nach dem Tweet gegen 23.16 Uhr (05.16 Uhr MEZ) wurde die Kurznachricht etwa 300.000 Mal weitergeleitet, wie die in den USA populäre Internetseite Buzzfeed am Mittwoch berichtete, die auf Meldungen aus dem Bereich der Sozialen Medien spezialisiert ist. Der Retweet, wie es unter Twitter-Nutzern heißt, verdrängte eine Botschaft von Teenie-Popstar Justin Bieber von der Spitze. Neben dem Wahlkampfslogan „Vier weitere Jahre“ („Four more years“) zeigt der Tweet @BarackObama ein Foto, auf dem Obama seine Frau Michelle umarmt. Auch im sozialen Netzwerk Facebook wurde die zeitgleich geschaltete Botschaft binnen einer halben Stunde zum Renner: Mehr als eine Million Nutzer klickten auf den „Like„-Button. Insgesamt zählte Twitter zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Wiederwahl Obamas mehr als 320.000 Tweets pro Minute mit Bezug auf die Wahl.

08.00 Uhr: Obama beschwört American Dream

Obama beschwört den American Dream von der Einheit und Chancengleichheit aller: „Egal, woran Du glaubst, wo Du herkommst, ob Du weiß oder schwarz bist, Latino oder Indianer, schwul oder hetero: Du kannst es hier schaffen.“ Auch die politischen Ausrichtung sei zweitrangig: „Wir sind keine blauen (demokratischen) und roten (republikanischen) Staaten, wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Danke Amerika, Gott schütze die Vereinigten Staaten.“

07.56 Uhr: Obama: "Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht"

Obama hebt die Erfolge seiner ersten Amtszeit hervor. „Unsere Wirtschaft hat sich erholt. Das Jahrzehnt des Krieges ist vorbei“, ruft er. „Ich habe euch gehört. Ihr habt mich zu einem besseren Präsidenten gemacht.“ Er gehe gestärkt und noch motivierter als bisher in seine zweite Amtszeit. „Heute habt ihr Action gewählt, nicht Politik nach altem Schema.“ Obama verspricht, sich mit den Parteiführern von Republikanern und Demokraten zusammenzusetzen, um dringende Probleme wie Steuersenkungen, Schuldenbegrenzung und das Einwanderungsgesetz voranzubringen.

07.53 Uhr: Obama fordert Einheit Amerikas

In seiner Siegesrede beschwört US-Präsident Obama die Einheit der USA. Die großen Probleme könne man nur gemeinsam lösen, sagt Obama vor tausenden jubelnden Anhängern in Chicago. „Wir haben hart gekämpft, aber nur weil uns dieses Land so wichtig ist“, sagte er am frühen Mittwochmorgen in der Wahlkampfzentrale in Chicago über seinen Konkurrenten Mitt Romney. Er kündigte an, mit dem Republikaner darüber zu sprechen, in welchen Bereichen sie zusammenarbeiten könnten. Nach dem erbitterten Wahlkampf sagte Obama an die Anhänger beider Parteien gerichtet: „Ob ihr in den letzten Wochen ein Romney-Plakat oder ein Obama-Plakat getragen habt - ihr habt etwas bewegt.“

07.50 Uhr: Obama dankt Helfern

Obama dankte seinen Unterstützern, die ihm im Wahlkampf begleitet haben. „Ihr seid das beste Kampagnenteam, das es je gegeben hat. Das Beste!“, sagte der wiedergewählte Präsident. „Ihr seid eine Familie. Ihr tragt die Erinnerung mit Euch an die Geschichte, die wir zusammen gemacht haben.“ Ohne diese Unterstützer wäre der Erfolg nicht möglich gewesen: „Ihr seid es gewesen, die mich emporgehoben haben.“


07.40 Uhr: Obama lässt sich feiern

Der wiedergewählte US-Präsident Barack Obama hat sich von seinen Anhängern feiern lassen. Zu den Klängen von Stevie Wonder stand Obama gemeinsam mit Ehefrau Michelle und den beiden Töchtern auf der Bühne. Er genoss zunächst schweigend den Jubel. „Ich möchte jedem US-Bürger danken, der an den Wahlen teilgenommen hat“, sagte Obama am frühen Mittwochmorgen in einem Konferenzzentrum seiner Heimatstadt Chicago. Er gratulierte seinem unterlegenen Kontrahenten Mitt Romney zu dem hart umkämpften Wahlkampf. Seinen Anhängern, die "four more years" (vier weitere Jahre) skandierten, versprach er: "Das Beste kommt noch."

07.31 Uhr: Erste Glückwünsche aus Europa

Die ersten Glückwünsche aus Europa treffen ein: „Herzliche Glückwunsche an meinen Freund Barack Obama“, twittert der britische Premierminister David Cameron. „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“ EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso twittert mit ähnlicher Wortwahl: „Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und auf noch engere Beziehungen.“

07.21 Uhr: Obama gewinnt bei Asiaten, aber verliert Junge
US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl bei Amerikanern asiatischer Abstammung deutlich gewonnen, dafür aber bei den jüngsten Wählern klar verloren. Nach einer von der „Washington Post“ veröffentlichten Wählerbefragung stimmten am Dienstag 74 Prozent der Wähler mit asiatischen Wurzeln für Obama. Vor vier Jahren waren es nur 62 Prozent. Dafür verlor der Präsident sechs Prozentpunkte bei den Wählern unter 30, von denen noch 60 Prozent für ihn stimmten. Wie 2008 konnte Obama wieder deutlich mehr bei den Frauen als bei den Männern punkten. Nach einer Erhebung von CNN stimmten bei den Männern nur 45 Prozent für Obama, 52 für seinen Herausforderer Mitt Romney. Bei den Frauen lag Obama hingegen mit 55 Prozent elf Punkte vor Romney. Bei Müttern und Vätern ist das Verhältnis noch deutlicher: Bei den Müttern gewann Obama mit 56 zu 43, bei den Vätern verlor er mit 45 zu 53.

07.14 Uhr: Romneys Vize Ryan in Kongress wiedergewählt
Der republikanische Politiker Paul Ryan hat an der Seite Mitt Romneys zwar die US-Präsidentschaftswahl verloren, ist aber ungefährdet ins Repräsentantenhaus des Kongresses wiedergewählt worden. Seit 1998 repräsentiert der von Romney zum Vizepräsidentschaftskandidaten auserkorene Ryan den Südosten Wisconsins im Repräsentantenhaus, war dort zuletzt Vorsitzender des Haushaltsausschusses. Gegen ihn traten der demokratische Geschäftsmann Rob Zerban und ein weiterer Bewerber an.

07.00 Uhr: Romney gesteht Niederlage ein
Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Niederlage im Kampf ums Weiße Haus eingeräumt. Zugleich gratuliert der frühere Gouverneur von Massachusetts in der Nacht zum Mittwoch Amtsinhaber Barack Obama zur Wiederwahl. Er wünsche Präsident Obama Erfolg, sagt ein gefasster Romney in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston. Gleichzeitig ruft er zur Zusammenarbeit über Parteigräben hinweg auf. „Unser Land ist an einem kritischen Punkt. Das ist nicht die Zeit für politisches Gezänk." Es ist ein kurzer Auftritt. Begleitet von seiner Familie und unter "Thank you, Mitt"-Rufen verlässt der geschlagene Romney nach wenigen Minuten die Bühne. Über seine Ehefrau Ann sagt Romney: „Sie wäre eine wundervolle First Lady gewesen.“


06.56 Uhr: Auch reichste Bezirke stimmten für Obama
US-Präsident Barack Obama hat sich bei seiner Wiederwahl sogar die Stimmen der reichsten US-Bezirke sichern können. In Loudoun County in Virginia, das mit 115.574 Dollar (90 000 Euro) das US-weit höchste Durchschnittseinkommen pro Haushalt hat, kam der Demokrat auf 51,6 Prozent. Für seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney stimmten 47,2 Prozent der Wähler in dem Bezirk nahe der Hauptstadt Washington. Auch in Los Alamos, angeblich der Bezirk mit den meisten Millionären, siegte der Mann, der Reiche stärker besteuern möchte. Knapp 49 Prozent stimmten für Obama. In dem Bezirk, in dem vor sieben Jahrzehnten die Atombombe entwickelt wurde, verfügt nach Angaben des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ jeder neunte Haushalt über ein Vermögen von mehr als eine Million Dollar.

06.45 Uhr: Obama holt Virginia

Obama siegt laut einer Prognose des Senders CBS auch im „Swing State“ Virginia. Auf Virginia entfallen 13 Wahlmännerstimmen. Die Umfragen vor der Wahl waren in keinem anderen Staat so knapp gewesen wie in Virginia. Obama sackte den US-Sendern zufolge zuvor Siege in mehreren kritischen Bundesstaaten ein, darunter Ohio, Wisconsin, Iowa, Pennsylvania und New Hampshire. Wenn man auch die Staaten berücksichtigt, für die noch kein Ergebnis vorliegt, der Ausgang aber von vornherein so gut wie feststeht, kommt Obama den Prognosen zufolge auf mehr als 300 Wahlmänner, Romney auf knapp über 200.

06.27 Uhr: Bezirk mit höchstem Schwarzen-Anteil mit fast 90 Prozent für Obama

US-Präsident Barack Obama hat bei seiner Wiederwahl im Bezirk mit dem höchsten Schwarzen-Anteil der USA fast 90 Prozent der Stimmen bekommen. Im Jefferson County im armen Südstaat Mississippi wählten am Dienstag 88,8 Prozent der Wähler Obama, nur 10,9 Prozent seinen Herausforderer Mitt Romney. Damit hat Obama sogar mehr Stimmen erhalten, als die Schwarzen Anteil an den gut 7600 Einwohnern des Landkreises haben. 84,7 Prozent von ihnen sind nach dem statistischen Amt der USA afrikanischer Herkunft. Jefferson County ist einer der jüngsten Landkreise der USA, 40 Prozent der Einwohner sind unter 25.

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06.25 Uhr: Finanzmärkte stellen sich auf Obama ein

Die Finanzmärkte richten sich auf eine neue Amtszeit von US-Präsident Barack Obama ein. Die Aussicht auf einen Wahlsieg Obamas drückte am Mittwoch die US-Aktienfutures und den Dollar ins Minus, die Kurse der amerikanischen Staatsanleihen zogen dagegen an. Nach Prognosen mehrerer TV-Sender dürfte sich Obama in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen seinen republikanischen Herausforderer und früheren Spitzenmanager Mitt Romney durchgesetzt haben, der an der Wall Street als wirtschaftsfreundlicher gilt. „Das bedeutet, dass wir mehr davon bekommen werden, was wir bislang hatten: langsames Wachstum und mehr Regulierung - und das ist für die Wirtschaft nicht förderlich“, sagte Bob Gelfond von MQS Asset Management in New York. Doch manche Marktexperten sehen in Obamas Wiederwahl auch Vorteile. Anlagestratege Michael Jones von Riverfront Investment Group unterstrich, dass unter Obama Notenbank-Chef Ben Bernanke wohl im Amt bleiben und für eine weiterhin lockere Geldpolitik sorgen werde. Die Anleger seien gespalten.

06.21 Uhr: Obama holt Colorado

US-Präsident Barack Obama hat nach Angaben mehrerer TV-Sender auch den Swing State Colorado gewonnen. Damit hätte er auch ohne Ohio die notwendige Mehrheit an Wahlmännerstimmen für eine zweite Amtszeit beisammen, berichteten die US-Fernsehsender.

06.11 Uhr: Jubel vor dem Weißen Haus

Die Bekanntgabe des Wahlsieges von US-Präsident Barack Obama hat zu Jubelszenen vor dem Weißen Haus in Washington geführt. Mehrere Hundert begeisterte Schaulustige schwenkten in der Nacht zum Mittwoch US-Flaggen und Wahlplakate von Obama. Manche fielen einander in die Arme. Andere stießen mit Bierdosen an. Romney-Fans waren dagegen nicht zu sehen. In den Straßen der amerikanischen Hauptstadt waren bereits Minuten nach der Bekanntgabe des Obama-Siegs Autokorsos zu sehen - vor allem Taxifahrer reagierten mit Hupkonzerten. Das Weiße Haus - in dem Obama mit seiner Familie auch die kommenden vier Jahre wohnen wird - war auch in der Nacht hell von Flutlichtern erleuchtet - obwohl Obama sich in Chicago aufhält. Die Scheinwerfer sind normalerweise nachts abgeschaltet.

06.04 Uhr: Ärmste Bezirke wählen Obama
Die beiden ärmsten Bezirke der USA haben bei der US-Präsidentenwahl klar für Amtsinhaber Barack Obama gestimmt. In Ziebach County in South Dakota, dem Kreis der USA mit der höchsten Armutsrate, wählten 58 Prozent den Demokraten. Das waren fünf Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Im nicht weit entfernten Buffalo County stimmten 74 Prozent für Obama, 26 Prozent für seinen Herausforderer Mitt Romney - fast das gleiche Ergebnis wie vier Jahre zuvor. In Ziebach County lebt etwa die Hälfte der gut 2800 Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. In Buffalo County beträgt das Durchschnittseinkommen der knapp 2000 Einwohner nur 11.400 Dollar (8900 Euro). USA-weit sind es etwas mehr als 27.300 Dollar.

5.52 Uhr: Romney erkennt Niederlage nicht an

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney erkennt die Wahlniederlage nach einem US-Fernsehbericht noch nicht an. Er habe den Staat Ohio noch nicht verloren gegeben, meldete der Sender NBC in der Nacht zum Mittwoch. Üblicherweise gestehen die Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage innerhalb kurzer Zeit ein. 2008 hatte der Verlieren John McCain dies etwa nach einer halben Stunde getan. Die US-Medien haben Präsident Barack Obama bereits zum Sieger erklärt. Dies ist das übliche Prozedere bei Präsidentenwahlen.

5.29 Uhr Obama dankt seinen Anhängern

US-Präsident Barack Obama hat sich bei seinen Anhängern für die gewonnene Wahl bedankt. „Das passierte nur Euretwegen. Danke.“, schrieb er am späten Dienstagabend (Ortszeit)per Twitter. Kurz danach schrieb er schlicht: „Vier weitere Jahre.“ Viele Tweets werden von Mitarbeitern verfasst, einer trug aber Obamas Initialen „bo“: „Wir stehen alle zusammen. So haben wir Wahlkampf gemacht und so sind wir. Danke.“

5.17 Uhr Obama gewinnt

Präsident Barack Obama ist wieder gewählt. Soeben haben mehrere Fernsehsender verkündet, dass er in Ohio und Iowa gewonnen hat. Damit hat die notwendige Mehrheit im Wahlmännergremium sicher, auch wenn in etlichen Bundesstaaten noch ausstehen. Unklar ist noch, ob Obama auch die Mehrheit der Wählerstimmen gewonnen hat. Dennoch feiern Obamas Anhänger im Wahlkampfhauptquartier in Chicago bereits ausgelassen den Sieg.

Zudem werden die Demokraten definitiv die Mehrheit im Senat verteidigen, ja womöglich sogar ausbauen. Gerade hält Claire McCaskill ihre Siegesrede in Missouri, in der sie noch einmal verkündet, dass sie sich für die Rechte der Frauen einsetzen wird. Und wer könnte das besser tun als McCaskill, die sich gegen den fundamentalistischen Abtreibungsgegner Todd Akin durchgesetzt hat.

5.12 Uhr Obama verliert North Carolina

Der US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney gewinnt den heiß umkämpften Bundesstaat North Carolina. US-Fernsehsender erklärten Romney am Dienstagabend (Ortszeit) zum Sieger in dem Schlüsselstaat an der Ostküste, der 15 Wahlmännerstimmen zu vergeben hat. Obama hatte in North Carolina vor vier Jahren noch die Nase vorn gehabt.

5.01 Uhr Joe, der Klempner, verliert

Samuel "Joe" Wurzelbacher, besser bekannt unter dem Namen Joe, the Plumber (der Klempner) muss leider seine ehrgeizigen Pläne Politiker zu werden, aufgaben - zunächst jedenfalls. Den Kampf um den Abgeordnetensitz in dem US- Bundesstaat Ohio hat er jedenfalls gegen die Demokratin Marcy Kaptur verloren. Sie vertritt den Distrikt seit fast 30 Jahren und ist höchst beliebt.

Joe war im Wahlkampf 2008 berüchtigter geworden, als er den damaligen Kandidaten Barack Obama auf der Strasse ansprach und kritisierte - für seien sozialistische Enstellung. später stritten sich Obama und sein republikanischer Gegner John McCain darüber, wer die Interessen von Joe besser vertritt. am Ende hat Joe wohl gefunden, er selbst sei der beste Vertreter seiner Interessen. allerdings konnte er andere davon nicht ausreichend überzeugen. Armer Joe!

5.00 Uhr Älteste Wähler stimmen für Romney

Alter macht offenbar Konservativ: Würde der Bezirk mit den ältesten Bewohnern die Wahl entscheiden, wäre Mitt Romney der nächste US-Präsident. Sumter County in Florida hat am Dienstag mit mehr als zwei Dritteln für den republikanischen Herausforderer von Barack Obama gestimmt. Für den demokratischen Amtsinhaber votierten gerade einmal 32 Prozent. Mehr als 45 Prozent der knapp 98 000 Einwohner in dem Bezirk westlich von Orlando sind 65 Jahre oder älter. USA-weit macht diese Altersgruppe nur 13 Prozent aus.

4.58 Uhr Ergebnis noch offen

Spannender könnte das Rennen um das Weiße Haus kaum sein: Die Wahllokale in den allermeisten US-Staaten sind geschlossen, doch steht der nächste Präsident keinesfalls fest. In vielen der am härtesten umkämpften Staaten, die über den Wahlausgang entscheiden, lagen Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney am Dienstagabend (Ortszeit) sehr dicht beieinander.
Zunächst lag der schwerreiche Geschäftsmann nach Berechnungen des US-Senders CNN mit 169 Wahlmännerstimmen in Führung, Obama kam auf 157. Zum Sieg sind 270 der Stimmen notwendig. Allerdings konnte der Präsident New Hampshire und Pennsylvania für sich entschieden. Dort hatte sich der Republikaner große Hoffnungen auf einen Sieg gemacht.

+++ 4.50 Uhr Abtreibungsgegner draußen +++

US-Demokraten haben zwei radikale Abtreibungsgegner der Republikaner aus dem Feld geschlagen. Der demokratische Kongressabgeordnete Joe Donnelly holte am Dienstag den Senatssitz für den Bundesstaat Indiana. Er setzte sich gegen den radikalen Abtreibungsgegner Richard Mourdock durch. Der Anhänger des rechtskonservativen Tea Party-Flügels hatte im Wahlkampf mit seinen Behauptungen über „gottgewollte Empfängnis nach Vergewaltigungen“ für Furore gesorgt.
Auch im Bundesstaat Missouri hatte ein streitbarer Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen das Nachsehen: Todd Akin, der sich mit seinen umstrittenen Äußerungen im Wahlkampf ins Aus bugsiert hatte, war nach ersten Hochrechnungen aus dem Rennen für den US-Senat. Der Republikaner unterlag der demokratischen Amtsinhaberin Clair McCaskill. Akin hatte eine Protestlawine losgetreten, als er im Wahlkampf äußerte, dass Frauen nach „gerechtfertigter Vergewaltigung“ körpereigene Abwehrmechanismen hätten, um ungewollte Schwangerschaften und so Abtreibungen zu vermeiden.

+++ 4.20 Uhr Ein Präsident zweiter Klasse? +++

Sah es bis vor einer halben Stunde noch so aus, als ob die Präsidentschaftswahlen vor allem in Florida ganz knapp ausgehen, so liegt Obama dort nun so weit vorn, dass er siegen sollte. Zudem berichten Fernsehsender, dass der Präsident in New Hampshire gewinnen wird. Das heißt: Auch wenn Romney in North Carolina und Virginia gewinnen würde, hätte er kaum noch eine Chance auf den Sieg.

Was dem Präsidenten jedoch zu denken geben muss: Bislang hat sein Herausforderer landesweit deutlich mehr Stimmen errungen. Sollte es dabei bleiben, könnte Obama ein Präsident zweiter Klasse sein, weil er nur die Mehrheit der Wahlmänner, aber nicht die Mehrheit der Bürger gewinnen konnte. Allerdings fehlen noch die Auszählungen im größten Staat überhaupt: Florida. Die könnte die Verhältnisse zu Obamas Gunsten zurechtrücken.

+++4.13 Uhr Wieder ein Kennedy im Parlament+++

Nach den US-Wahlen zieht wieder ein Mitglied des Kennedy-Clans in das US-Parlament. Joseph Kennedy III., Großneffe des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, holte in einem Wahlbezirk in Massachusetts einen Sitz für das Repräsentantenhaus, wie die Internetzeitung „politico.com“ berichtete. Der 31-Jährige ist Absolvent der Elite-Universitäten Stanford und Harvard. Er übernimmt den Wahlbezirk von dem beliebten Demokraten Barney Frank, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Kennedys Wahlsieg wird von US-Demokraten als Rückkehr der Dynastie auf die politische Bühne gefeiert.

+++ 4.11 Uhr NYT: Mit Florida würde Obama gewinnen +++

Bei der Präsidentenwahl ist Amtsinhaber Barack Obama dem Sieg ein deutliches Stück nähergekommen. Nach Berechnungen der „New York Times“ hätte er mit einem Erfolg im sogenannten Swing State Florida seine Wiederwahl praktisch sicher. Voraussetzung dafür ist, dass er wie erwartet alle als demokratisch geltenden Staaten gewinnt. Dazu zählt auch Kalifornien mit 55 Wahlmännerstimmen.
Obamas Herausforderer Mitt Romney müsste hingegen neben Florida auch weitere Swing States gewinnen, um die notwendige Mehrheit von 270 Wählerstimmen zu holen.

+++ 4.06 Uhr Dritter Kandidat verdirbt es Romney +++

Gary E. Johnson, kaum beachteter dritter Kandidat bei der US-Präsidentschaftswahl, könnte zum Stolperstein für den Republikaner Mitt Romney werden. Der Konservative hat in Florida mehrere Zehntausend Stimmen gewonnen. Das ist bei mehr als 19 Millionen Einwohnern zwar nur eine Marginalie - aber genau diese Stimmen könnten Romney am Ende für einen Sieg in dem wichtigen Swing State fehlen.
Johnson ist Kandidat der libertären Partei, die den Republikanern nahesteht.

+++4.04 Uhr Romney zunächst vorn +++

Wahlkrimi in den USA: Nach Schließung der Wahllokale in weit mehr als der Hälfte der US-Staaten musste Präsident Barack Obama weiter um eine zweite Amtszeit bangen. Am späten Dienstagabend lag sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney bei den Wahlmännerstimmen klar vor dem Amtsinhaber. Allerdings waren die Ergebnisse in zahlreichen, besonders heftig umkämpften Staaten zunächst nicht klar abzusehen - und damit der Ausgang der Wahl.

+++ 3.59 Uhr New Hampshire geht an Obama +++

Bei der US-Präsidentenwahl geht der Bundesstaat New Hampshire laut dem Fernsender NBC an Amtsinhaber Barack Obama. Die anderen US-Sender wollten sich noch nicht auf ein Ergebnis in dem umkämpften Ostküstenstaat festlegen.

+++3.57 Uhr Gleichstand bei Wahlmännern +++

Im Rennen um den Einzug ins Weiße Haus haben Amtsinhaber Barack Obama und sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney bereits zahlreiche Wahlmänner hinter sich geschart. Für den Einzug ins Weiße Haus muss ein Kandidat 270 der 538 Stimmen im Wahlmännergremium erhalten. Im Folgenden ein Überblick über die bis 03.45 Uhr MEZ vergebenen Stimmen:
Für Obama: bisher 154 Wahlmännerstimmen (Connecticut 7 Delaware 3 Illinois 20 Maine 4 Maryland 10 Massachusetts 11 Michigan 16 New Jersey 14 New York 29 Pennsylvania 20 Rhode Island 4 Vermont 3 Washington D.C. 3 Wisconsin 10)
Für Romney: bisher 154 Wahlmännerstimmen (Alabama 9 Arkansas 6 Georgia 16 Indiana 11 Kansas 6 Kentucky 8 Louisiana 8 Mississippi 6 Nebraska 5 North Dakota 3 Oklahoma 7 South Carolina 9 South Dakota 3 Tennessee 11 Texas 38 West-Virginia 5 Wyoming 3)

+++ 3.50 Uhr Äußerst knapp in Florida +++

In einem die Wahl des nächsten US-Präsidenten entscheidenden Staat bahnt sich ein unglaublich knappes Ergebnis an: In Florida lagen Amtsinhaber Barack Obama und Mitt Romney nach CNN-Berechnungen nahezu gleichauf. Nach Auszählung von rund sieben Millionen Stimmen - rund 80 Prozent der insgesamt abgegebenen - hatte der Kandidat der Republikaner einen hauchdünnen Vorsprung von 636 Stimmen. Romney muss nach Einschätzung von Beobachtern die 29 Wahlmännerstimmen Floridas gewinnen, um ins Weiße Haus einziehen zu können.

+++ 3.39 Uhr Wisconsin geht an Obama +++

Es sieht besser aus für Obama. Der Sender CBS sagt einen Wahlsieg des Amtsinhabers in den Bundesstaaten New Hampshire und Wisconsin voraus. Aktueller Stand: Obama 157 Wahlmänner-Stimmen, Romney 153. Doch in Florida liegt Obama derzeit einige hundert Stimmen hinter dem Republikaner. Das erinnert sehr an den Wahlabend im Jahr 2000, als sich George W. Bush und Al Gore ein Kopf-an-Kopf-Rennen in Florida lieferten. Die Auszählung wird spannend.

+++ 3.20 Uhr Demokraten siegen in Traditions-Staaten +++

Bei der US-Präsidentschaftswahl hat Amtsinhaber Barack Obama in den traditionell demokratischen Bundesstaaten Michigan und New York US-Fernsehsendern zufolge weitere Siege eingefahren. Auch in Pennsylvania, wo sich Obamas Herausforderer Mitt Romney Chancen ausgerechnet hatte, behielt der Präsident am Dienstagabend (Ortszeit) die Oberhand.
Romney gewann dagegen wie erwartet das bevölkerungsreiche Texas. Außerdem holte er die Wahlmännerstimmen aus den traditionell republikanisch wählenden Bundesstaaten Kansas, Louisiana, Nebraska, North Dakota, South Dakota und Wyoming. Um 21.00 Uhr (Ortszeit, 03. 00 Uhr MEZ) schlossen auch die Wahllokale in den Schlüsselstaaten Wisconsin und Colorado. Dort war das Rennen zu knapp, um einen der beiden Kandidaten zum Sieger auszurufen.

+++ 3.20 Uhr Pennsylvania geht an Obama +++

US-Präsident Barack Obama hat nach Hochrechnung der TV-Sender NBC und Fox News die Wahl im umkämpften US-Staat Pennsylvania gewonnen. Das Rennen war dort zuletzt laut Umfragen knapp geworden. Der Republikaner Mitt Romney hatte sich Chancen auf die 20 Wahlmännerstimmen ausgerechnet.

+++ 3.19 Uhr Romney stark im Mittleren Westen +++

Nach der Schließung vieler Wahllokale im konservativen Mittleren Westen der USA hat der republikanische Kandidat Mitt Romney seinen Vorsprung vor Präsident Barack Obama weiter vergrößert. Nach Prognosen des US-Fernsehsenders CNN kam Romney am Dienstagabend (Ortszeit) danach zunächst auf 152 Wahlmännerstimmen, der Amtsinhaber auf 123. Zum Sieg sind 270 Wahlmännerstimmen notwendig.

+++ 3:18 Uhr Republikaner behalten den Kongress +++

Bei der zeitgleich mit der US-Präsidentenwahl stattfindenden Kongresswahl zeichnet sich nach einer Prognose des US-Fernsehsenders CNN eine Mehrheit der Republikaner im Repräsentantenhaus ab. Damit würde die Partei von Präsident Barack Obamas Herausforderer Mitt Romney die Kontrolle über die Kammer behalten. Mit dem Ergebnis war im Vorfeld der Abstimmung am Dienstag gerechnet worden. Im Senat wird dagegen eine knappe Mehrheit der Demokraten erwartet. Sollte der Kongress gespalten bleiben, droht eine politische Blockade wie in den vergangenen beiden Jahren. (FR-Korrespondenten/rtr/dapd/dpa/afp/)

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