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Liveticker zu Chemnitz Demonstrationen in Chemnitz sind beendet

4. Update+++ 4500 Teilnehmer bei rechten Demonstrationen, 4000 Teilnehmer bei Gegendemos +++ Alle Demonstrationen sind beendet +++ Zwei MDR-Reporter angegriffen +++ Die Ereignisse in Chemnitz zum Nachlesen +++

Chemnitz
Deutschlandfahnen beim "Trauermarsch" von AfD und Pegida. Foto: dpa

In Chemnitz wurden eine Woche nach den ausländerfeindlichen Ausschreitungen  mehrere tausend Menschen zu Kundgebungen erwartet. Die AfD hatte zu einem Trauermarsch in Gedenken an den vergangenen Sonntag mutmaßlich von zwei Asylbewerbern getöteten Deutschen aufgerufen. Auch die rechte „Bürgerbewegung Pro Chemnitz“ hatte eine Demonstration angekündigt. Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ veranstalteten mehrere Vereine, Gewerkschaften, SPD, Grüne und Linke eine Gegenkundgebung. Die Entwicklungen in Chemnitz zum Nachlesen:

23.20 Uhr - Damit beenden wir den Ticker. Hier können Sie eine Reportage aus Chemnitz lesen.

23.15 Uhr - Laut Pressemitteilung der Stadt Chemnitz waren es bei der Demonstration von AfD/Pegida/Pro Chemnitz 4500 Teilnehmer, bei den Gegendemonstrationen 4000 Teilnehmer.

20.30 Uhr - Laut Polizei ist nun auch die letzte Versammlung in Chemnitz beendet. Der überwiegende Teil der heimreisenden Demonstranten verhalte sich friedlich, so die Polizei.

19.50 Uhr - Die Veranstalter des rechten Demonstrationszugs in Chemnitz haben das vorzeitige Ende der Kundgebung angekündigt. Nachdem der Zug zunächst nur stockend vorankam und dann auf Höhe des Denkmals mit dem Karl-Marx-Kopf stoppen musste, erklärten die Organisatoren unter lautstarkem Protest den Zug für beendet. Allerdings verharrten die meisten Demonstranten auf der Stelle und zogen nicht ab. Die Polizei hatte zuvor davon berichtet, dass Gegendemonstranten versucht hätten, auf die Strecke zu gelangen. (dpa)

19.45 Uhr - Zwei MDR-Reporter sind nach Angaben des Senders bei einem Angriff in einem Wohnhaus am Rande der Demonstrationsstrecke angegriffen und einer von ihnen dabei verletzt worden. Sie hätten vom Balkon der Wohnung die Dmeonstration drehen wollen und seien auf ihre Bitte eingelassen worden. „Während der Dreharbeiten auf dem Balkon kam plötzlich ein Mann in die Wohnung und attackierte die beiden Reporter“, erklärt der MDR. „Bei dem Angriff wurde ein Reporter die Treppe hinuntergestoßen, seine Kamera zerstört. Er wird derzeit ärztlich versorgt. Der zweite Reporter blieb unverletzt.“ Die Polizei habe eine Anzeige aufgenommen. (rtr)

19.20 Uhr - Nach Angaben der Polizei Sachsen auf Twitter wurde der Versammlungsleiter der AfD-Demonstration angesprochen, seine Demo zu beenden. Die Versammlungszeit der Demonstration sei bereits überschritten.

19.00 Uhr - Unsere Korrespondentin vor Ort berichtet von Krawall in einer Seitenstraße. Die Lage ist unübersichtlich, schreibt sie. Rechte stürzen los, ziehen Kapuzen auf. Ein Polizist sagt: Die Aggression ging vom Schwarzen Block aus, der auf der anderen Straßenseite durchbrach.

18.50 Uhr - Bei den Protesten in Chemnitz sind am Samstag mehr als 8000 Menschen auf die Straße gegangen. Nach Angaben der Versammlungsbehörde nahmen rund 4500 Menschen an einem gemeinsamen Marsch der AfD und des ausländerfeindlichen Bündnisses Pegida teil. Die Kundgebung wurde größer, weil sich ihr auch Teilnehmer einer zuvor aufgelösten Veranstaltung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz angeschlossen hatten. Zu einer zeitgleichen Veranstaltung für Frieden und gegen Ausländerfeindlichkeit kamen den Angaben zufolge rund 3500 Menschen auf einen Parkplatz bei der Johanniskirche. In den Nebenstraßen wurden zudem weitere hundert Teilnehmer gezählt. (dpa)

18.30 Uhr - „Aktuell ist es an einigen Punkten in der Stadt Chemnitz spannungsgeladen. Unsere Einsatzkräfte müssen teilweise eingreifen“, twittert die Polizei Sachsen und bittet die Demonstranten: „Bitte bleibt ruhig und gewaltfrei für einen friedlichen Protest!“

18.15 Uhr - Der „Trauermarsch“ von AfD und Pegida unter Beteiligung von „Pro Chemnitz“ läuft mit Verspätung los. Ein AfD-Sprecher sagt: „Wir sind weder Neonazis noch Idioten. Wir sind Bürger, die hier eine saubere Veranstaltung hinlegen wollen.“ Immer wieder wird über Lautsprecher dazu aufgerufen, Deutschlandfahnen richtig herum aufzuhängen.

17.57 Uhr - Die Polizei zeigt starke Präsenz, unter anderem mit berittenen Beamten, Wasserwerfern und gepanzerten Fahrzeugen. Sie wird von Kräften aus mehreren Bundesländern und von der Bundespolizei unterstützt. Angaben zur Stärke der Einsatzkräfte oder zur Zahl der Demonstrationsteilnehmer machte die Polizei zunächst nicht. (dpa)
 

17.55 Uhr - Gegendemonstranten haben auf der Route der AfD offenbar Grundgesetze aufgestellt.

17.50 Uhr - Der angekündigte Trauermarsch der AfD, an dem sich auch zahlreiche Teilnehmer der Demonstration von „Pro Chemnitz“ beteiligen wollen, dürfte demnächst starten. Der Twitter-Account „Straßengezwitscher“ berichtet, dass sich die Demospitze formiert.

17.45 Uhr - An den Demonstrationen von AfD und Pro Chemnitz beteiligten sich nach Angaben eines Sprechers der Stadt nach ersten Schätzungen rund 6000 Menschen. An der Großdemo unter dem Motto „Herz statt Hetze“ nahmen demnach rund 2500 Menschen teil. (afp)

17.15 Uhr - Das Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ spricht auf Twitter von 2500 bis 3000 Leuten bei der Demonstration „Herz statt Hetze“.

16.50 Uhr - Rund eine halbe Stunde nach Beginn von Protesten der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pro Chemnitz haben deren Teilnehmer überraschend beschlossen, sich einer anschließend geplanten Kundgebung der AfD und des ausländerfeindlichen Bündnisses Pegida anzuschließen. Unter „Wir sind das Volk“- und „Merkel muss weg“-Rufen machte sich ein Großteil der geschätzt 1500 Teilnehmer auf den Weg zu dem anderen Versammlungsort. Die Polizei begleitete den Zug mit einem starken Aufgebot. (dpa)

16.45 Uhr - Auch die Demonstration von „Pro Chemnitz“ läuft, unsere Korrespondentin in Chemnitz berichtet, es gebe keine Sprechchöre und sei alles sehr ruhig bei dieser Demonstration.

16.34 Uhr - Unionsfraktionschef Volker Kauder plädiert für ein härteres Vorgehen gegen die AfD. Politiker der Partei hätten die Ausschreitungen von Chemnitz nachträglich gebilligt, kritisiert er in der „Welt am Sonntag“. Dies sei eine neue besorgniserregende Qualität. „Die AfD will unseren Staat angreifen.“ Kauder fordert zudem, das Finanzgebaren der AfD intensiv unter die Lupe zu nehmen. Es müsse herausgefunden werden, wer die Partei mit Millionen im Bundestagswahlkampf unterstützt habe. (rtr)

15.16 Uhr - In Chemnitz läuft die Kundgebung „Herz statt Hetze“ gegen Hass und Gewalt. Zu der Veranstaltung, zu der mehrere Gruppen aufgerufen haben, wurden 1000 Teilnehmer erwartet. Auch die Grünen-Bundeschefin Annalena Baerbock nimmt daran teil. (rtr)

13.35 Uhr - Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig fordert ein klares Zeichen gegen Hass und Rechtsextremismus. „In Chemnitz kommen heute Menschen zusammen, die ein Zeichen setzen wollen für ein freiheitliches, offenes und vielfältiges Land“, sagt sie. Viele mutige Ostdeutsche seien 1989 genau dafür auf die Straßen gegangen. „Rechtsextreme und Rechtsradikale wollen uns diese Freiheit nehmen. Sie benutzen und schüren Ängste. Von Hass und Hetze ist es nur ein kurzer Weg zur Gewalt. Wer das nicht will, muss es auch klar sagen.“ (rtr)

12.03 Uhr - Bundesaußenminister Heiko Maas ruft dazu auf, für die Demokratie einzutreten. Vor 79 Jahren habe der Zweite Weltkrieg begonnen, schreibt der SPD-Politiker auf Twitter anlässlich des Jahrestages. Deutschland habe unvorstellbares Leid über Europa gebracht. „Wenn heute wieder Menschen mit Hitlergruß durch die Straßen ziehen, bleibt unsere Geschichte Mahnung und Auftrag, entschlossen für Demokratie einzutreten.“ (rtr)

Lesen Sie mehr zum Thema in unserem Dossier Chemnitz

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