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Leutheusser-Scharrenberg offen für Integration Ministerin für doppelte Staatsbürgerschaft

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will das Staatsangehörigkeitsrecht reformieren und mehr doppelte Staatsbürgerschaften für Ausländer ermöglichen.

19.02.2013 10:34
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger denkt über eine Ausweitung der doppelten Staatsbürgerschaft nach. Foto: Maurizio Gambarini

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will mehr doppelte Staatsbürgerschaften für Ausländer in Deutschland ermöglichen.

«Integration kann auch durch doppelte Staatsbürgerschaft gefördert werden, wie die vielen Fälle von gut integrierten Bürgern mit Doppelstaatsbürgerschaft zeigen», sagte sie «Spiegel online». Dazu solle das Staatsangehörigkeitsrecht entsprechend reformiert werden. «Die Optionslösung gehört auf den Prüfstand, wenn es dazu führt, dass sich Menschen von Deutschland abwenden.»

Nach dem Optionsrecht müssen hierzulande geborene Kinder von ausländischen Staatsbürgern, die aus Nicht-EU-Staaten kommen, bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres nachweisen, ob sie ihre ausländische Staatsbürgerschaft aufgegeben oder verloren haben. Tun sie das nicht, verlieren sie ihre deutsche Staatsbürgerschaft.

«Wir sollten uns einer weiteren Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts nicht verschließen und die doppelte Staatsangehörigkeit auf eine rechtlich breitere Basis stellen», sagte Leutheusser-Schnarrenberger. (dpa)

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