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Kritik an Stolpersteinen Auschwitz Komitee greift AfD an

Der AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon hatte gesagt, es gebe angemessenere Arten des Gedenkens als Stolpersteine. Vom Auschwitz Komitee kommt scharfe Kritik.

19.02.2018 19:31
Wolfgang Gedeon
Hat etwas gegen Stolpersteine: Wolfgang Gedeon aus Baden-Württemberg. Foto: dpa

Nach der Kritik eines AfD-Politikers an Stolpersteinen zum Gedenken an NS-Opfer hat das Internationale Auschwitz Komitee die rechtspopulistische Partei scharf angegriffen. „Die AfD bekämpft immer brachialer und skrupelloser, was die Überlebenden von Auschwitz als Zeitzeugen in der deutschen Gesellschaft bewirkt haben“, sagte der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Montag. Diese werteten Jargon und Inhalte der „schäbigen Botschaften“ als persönliche Angriffe. Sie seien ein Versuch, die Überlebenden und ihre Erinnerungen aus der Gesellschaft herauszudrängen.

Der baden-württembergische AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon hatte ein Ende der Stolperstein-Aktionen gefordert. „Es gibt angemessenere Arten des Gedenkens im Rahmen von Gedenkstätten, von denen wir hier genügend haben“, schrieb der 70-Jährige an den Oberbürgermeister und den Gemeinderat der Stadt Singen. Gedeon hatte den Appell auch auf seiner Internetseite veröffentlicht. Stolpersteine werden seit vielen Jahren deutschlandweit verlegt. Sie erinnern an die Opfer der NS-Herrschaft - in der Regel jeweils vor dem letzten Wohnsitz der Betroffenen. (dpa)

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