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Kreuz.net Hinweise auf Macher des Hassportals kreuz.net

Seit Jahren hetzt die Seite Kreuz.net gegen Andersgläubige, Homosexuelle und vermeintlich Linke. Jetzt geht die Polizei laut Berichten neuen Hinweisen nach, wer die anonymen Macher sind.

Die Seite kreuz.net wird vom Verfassungsschutz beobachtet. (Symbolbild) Foto: dapd

Die Berliner Polizei hat neue Hinweise auf die Hintermänner der fundamentalistisch-rechtsextremen Seite Kreuz.net.

Laut sueddeutesche.de liegt der Polizei ein Schreiben vor, das darauf schließen lässt, dass dessen Absender die Urheber der Seite gut kennt. Indizien in dem Brief sollen die bereits zuvor kursierende Annahme bestätigen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Seite und dem ultrakonservativen Netzwerk katholischer Priester (NKP) gibt.

Der Verfasser vermute hinter den Aktiven auf Kreuz.net vor allem katholische Laien, die schlechte Erfahrungen mit Vertretern der Kirche gemacht hätten. Konkret sei die Rede von einem Kirchenmusiker aus dem Bistum Aachen, der unter einem Pseudonym schwulenfeindliche Kommentare veröffentlicht haben soll, im Gegenzug warb kreuz.net offenbar mit mit einem Link für die Kirchenmusik-Vereinigung des Musikers. Der Beschuldigte bewarb sich laut sueddeutsche.de vor einiger Zeit erfolglos um die Aufnahme in ein Priesterseminar. Wie alle bisher Verdächtigten bestreitet er, etwas mit der Seite zu tun zu haben.

Hetze gegen Andersgläubige

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass kreuz.net Dutzende Texte von Hendrick Jolie veröffentlicht hatte, einem der Sprecher des Netzwerks katholischer Priester. Jolie verteidigt sich damit, dass die Seite bereits veröffentlichte Texte von ihm ohne Auftrag publiziert habe und bestreitet jede Nähe zu dem Portal.

Gegen Jolie spricht, dass er auf Kreuz.net regelmäßig kommentiert hat – unter anderem lobte er einen österreichischen Pfarrer, der Gegner des Zölibats mit Hitler verglichen hatte(wir berichteten).

Kreuz.net hetzt seit Jahren gegen Andersgläubige, Homosexuelle und vermeintlich Linke . Zum Ärger der Amtskirche bezeichnet sie sich als "katholisch". Viel Aufmerksamkeit bekamen die Steinzeit-Katholiken, als sie den Komiker Dirk Bach nach dessen Tod in die „Homo-Hölle“ verabschiedeten.

Die Suche nach den Hintermännern der Seite ist schwierig, weil ihre Macher sich bisherhinter dem Schutz der Anonymität verstecken. Die Server der Seite stehen in den USA. (jon)

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