Lade Inhalte...

Kosovo Nato-Soldaten bei Ausschreitungen im Kosovo verletzt

Seit Monaten kommt es wegen einer Handelsblockade an der Grenze zwischen Kosovo und Serbien zu gewaltsamen Ausschreitungen. Jetzt wurden vier NATO-Soldaten durch einen selbstgebauten Sprengsatz verletzt.

27.09.2011 14:46
Durch einen Sprengsatz wurden an im Norden des Kosovo, an der Grenze zu Serbien vier NATO-Soldaten verletzt. Foto: AFP

Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit serbischen Demonstranten im Norden des Kosovo sind am Dienstag vier NATO-Soldaten verletzt worden. Wie die NATO-Truppe KFOR mitteilte, wurden die Soldaten durch einen selbst gebauten Sprengsatz verletzt, einer von ihnen schwer, die anderen leicht. Der Direktor eines Krankenhauses der nahegelegenen Stadt Kosovska Mitrovica sagte örtlichen Medien, am Grenzübergang Jarinje seien auch sechs serbische Demonstranten bei Auseinandersetzungen mit der KFOR durch Schüsse ernsthaft verletzt worden.

Der Norden des Kosovo an der Grenze zu Serbien ist seit Monaten Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Kosovaren und der dort lebenden serbischen Minderheit. Hintergrund der Vorfälle ist ein Handelsstreit zwischen Serbien und der einstigen südserbischen Provinz Kosovo, die sich im Februar 2008 für unabhängig erklärt hatte.

Im Juli hatte das Kosovo als Reaktion auf ein Einfuhrverbot von serbischer Seite ein Importverbot gegen serbische Waren verhängt. Daraufhin entbrannte ein Streit mit der serbischen Minderheit im Nordkosovo über die Kontrolle der Grenze.

Wenige Tage zuvor übernahmen kosovarische Polizisten und Mitglieder der EU-Polizei- und Justizmission im Kosovo (EULEX) den Grenzposten in Jarinje sowie einen weiteren in Brnjak. Aus Protest gegen die Polizeiaktion hatten die im Nordkosovo lebenden Serben die Zugänge zu den Grenzposten mit Lastwagen verbarrikadiert. (afp)

Die Zeitung für Menschen mit starken Überzeugungen.

Multimedia App E-Paper
App
Online Kundenservice Abo-Shop
Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen