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Korea Der Durchbruch

Die Aussöhnung der beiden koreanischen Staaten kommt voran, weil Moon, Kim und Trump dies ermöglichen. Ein Kommentar.

Moon und Kim
Moon Jae-in and Kim Jong-un beim Gipfel der Harmonie. Foto: rtr

Die Hoffnung auf Aussöhnung ist nach dem Treffen Moon – Kim so groß wie noch nie seit der koreanischen Teilung vor 70 Jahren. Kim zeigt echte Bereitschaft für eine vorsichtige Öffnung des Landes, zur Stärkung der Wirtschaft und zur nuklearen Abrüstung. Das bisherige Muster scheint durchbrochen, wonach das nordkoreanische Regime immer wieder eine Weile lang freundlich war, um Wirtschaftshilfe abzugreifen und Zugang zum Welthandel zu erhalten. Nach einer Erholungsphase hat Nordkorea dann wieder aufgerüstet und Sanktionen herausgefordert. Nachdem eine Drohkulisse aufgebaut war, folgte dann wieder ein Angebot der Annäherung, auf das der Westen einging. So wiederholte sich der Zyklus.

Dieser Kreislauf ist durchbrochen. Das liegt im Wesentlichen an völlig neuem Personal. Kim Jong Un ist nicht so unkreativ und unsicher wie sein Vater, sondern hat sich als clever und risikobereit erwiesen. Sein nächstes Ziel ist ein wirtschaftlicher Aufschwung. Auch Donald Trump ist ein völlig neuer Spieler. Seine Bereitschaft zu Dialog und Annäherung übertrifft die seiner Vorgänger bei weitem. Und drittens ist da Moon Jae In, der Ex-Menschenrechtler, der bereit ist, mit einem Diktator zu reden, der foltern und Verwandte umbringen lässt. 

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