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Kongress-Wahlen USA Demokraten erobern Senatssitz in Arizona

Donald Trump spricht von Betrug +++ Trump und Pence gehen bei der Präsidentenwahl 2020 ins Rennen +++ Trump wirbt für Zusammenarbeit mit Demokraten +++ Demokraten gewinnen 222 Sitze im Repräsentantenhaus, Republikaner gewinnen Senat +++ Frauen stellen Rekord auf +++ Der Ticker zu den US-Wahlen.

Neuauszählungen von Stimmen in Florida
In Florida werden erneut die Stimmen ausgezählt. Foto: dpa

Machtwechsel in den USA. Die Demokraten übernehmen in den Halbzeitwahlen („Midterm Elections“) die Mehrheit im Repräsentantenhaus und dürften US-Präsident Donald Trump das Regieren schwer machen. Die Republikaner bauen ihre Mehrheit im Senat aus und gewinnen die wichtigen Gouverneurswahlen in Florida und Ohio. Insgesamt werden in 36 Staaten und drei US-Außengebieten Gouverneure gewählt.

Die FR informiert Sie über alles Wichtige zu den Halbzeitwahlen und erklärt, warum die eigentlichen Sieger der „Midterms“ die Frauen sind.

Arizona: Demokratin Kyrsten Sinema gewinnt Sitz im Senat

Dienstag, 13. November: Nach der Kongresswahl in den USA geht ein besonders umkämpfter Senatssitz im Bundesstaat Arizona an die Demokraten. Kyrsten Sinema setzte sich gegen die republikanische Kandidatin Martha McSally durch. Der  Erfolg der Demokraten in Arizona ändert aber nichts daran, dass die Republikaner von US-Präsident Donald Trump ihre Senatsmehrheit verteidigen konnten.

Stimmen in Florida werden neu ausgezählt

Sonntag, 11. November: Mehrere Tage nach den Zwischenwahlen in den USA haben die Behörden in Florida eine Neuauszählung der Stimmzettel angeordnet. Da die Kandidaten bei der Wahl für den US-Senat sowie für den Gouverneursposten nur wenige tausend Stimmen auseinander liegen, müssen die Ergebnisse neu ausgezählt werden, wie die Behörden des US-Bundesstaates mitteilten. Im Rennen um Floridas Sitz im US-Senat liegt der Republikaner Rick Scott laut vorläufigen Ergebnissen nur 12.562 Stimmen vor Bill Nelson von den Demokraten, das sind 0,15 Prozentpunkte. Bei der Gouverneurswahl liegt der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Republikaner Ron DeSantis 33.684 Stimmen und damit 0,41 Prozentpunkte vor dem Demokraten Andrew Gillum. Trump zeigte sich unzufrieden mit der Entscheidung zur Neuauszählung. Aus Frankreich, wohin er zum 100. Jahreskrieg des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg gereist war, meldete er sich per Twitter: „Sie versuchen, zwei wichtige Wahlen in Florida zu stehlen! Wir passen genau auf!“ 

Nach den Kongresswahlen: Trump wittert Betrug

Samstag, 10. November: Auch einige Tage nach den Kongresswahlen werden vereinzelt noch immer Stimmen ausgezählt. Vor allem im US-Bundesstaat Florida hat sich das Rennen zwischen Rick Scott, dem Kandidaten der Republikaner, und Bill Nelson, dem Kandidaten der Demokraten, weiter zugespitzt. Nach Auszählung weiterer Briefwahlstimmen wird wohl eine Neuauszählung nötig werden. Dies könnte auch bei der dortigen Gouverneurswahl der Fall sein. Dabei ist der Demokrat Andrew Gillum dem führenden Republikaner Ron DeSantis knapp auf den Fersen. Donald  Trump wittert nun Korruption und will den angeblichen Betrug entlarven.

Nach den US-Kongresswahlen: Infos vom 8. November

07:37 Uhr: Eine Neuauszählung der Stimmen über den Sitz im Senat in Florida wird immer wahrscheinlicher. Sollte der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten weniger als 0,5 Prozent betragen, schreibt das Gesetz in Florida eine Neuauszählung vor.

Im südlichen Bundesstaat bewerben sich für den Senatssitz der demokratische Amtsinhaber Bill Nelson und der Republikaner Rick Scott. Scott war bislang Gouverneur des Bundesstaates. Laut den bisherigen Ergebnissen liegt Scott mit 50,1 Prozent der Stimmen vor Nelson (49,9).

06:55 Uhr: Ein Blick auf das Wählerverhalten sortiert nach Geschlecht, Ethnie und Bildungsgrad gibt teils eindeutige Ergebnisse: 59 Prozent der Frauen haben ihre Stimme den Demokraten gegeben.

Noch klarer ist die Verteilung bei einem Blick auf die Ethnie: 90 Prozent der schwarzen Bevölkerung der USA hat demnach die Demokraten gewählt, nur neun Prozent die Republikaner.

Die höchsten Stimmanteile erhielten Donald Trump und seine Republikaner bei weißen Männern ohne College-Abschluss. In dieser Gruppe liegen die Zustimmungswerte für die Republikaner bei 66 Prozent.

US-Kongresswahlen: Infos vom Wahltag am 7. November 

19:35 Uhr: Nach den Kongresswahlen in den USA hat Präsident Donald Trump seine Kritik an den Russland-Untersuchungen von FBI-Sonderermittler Robert Mueller erneuert. Zugleich betonte er bei einer Pressekonferenz am Mittwoch im Weißen Haus aber, er werde die Ermittlungen nicht stoppen. „Ich könnte sagen, diese Untersuchung ist vorbei.“ Aus politischen Gründen werde er das aber nicht machen, auch wenn die Anschuldigungen haltlos seien.

19:18 Uhr: Trump kündigt eine Zusammenarbeit mit den Demokraten bei der Regulierung der sozialen Medien an. Allerdings könnten strengere Regeln schädlich sein, sagt er.

18:59 Uhr: Das nächste Gipfeltreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist Trump zufolge irgendwann Anfang 2019 zu erwarten. Er würde gerne die Nordkorea-Sanktionen aufheben, aber die Regierung in Pjöngjang müsse sich bewegen.

18:56 Uhr: Neben den US-Kongresswahlen wurde in einigen Bundesstaaten noch andere Dinge entschieden. Ein Überblick: In vermutlich drei Bundesstaaten (Nebraska, Idaho, Utah) wird die staatliche Krankenversicherung Medicaid für Menschen mit geringem Einkommen ausgeweitet. Die Menschen in Missouri haben sich entschieden, den Mindestlohn von derzeit 7,85 US-Dollar pro Stunde schrittweise auf 12 Dollar bis 2023 anzuheben. In Arkansas wird der Mindestlohn von 8,50 Dollar auf 11 Dollar bis 2021 steigen. Gemischt ist das Bild beim Thema Marihuana. Die Menschen in Michigan haben Cannabis legalisiert. In Missouri ist Marihuana künftig zu medizinischen Zwecken erlaubt. In North Dakota wurde die Legalisierung abgelehnt. Die Menschen in Alabama haben entschieden, dass es staatliche Linie sein soll, gegen Abtreibungen vorzugehen. In Oregon hingegen sprachen sich die Wähler dafür aus, öffentliche Zuschüsse für Abtreibungen beizubehalten. Auch einige skurrilere Entscheidungen wurden getroffen: In Alabama dürfen beispielsweise künftig die Zehn Gebote in Schulen gezeigt werden. 

18:55 Uhr: Nach der Kongresswahl in den USA steht frühestens Ende November fest, wer die 100 Mitglieder des Senats sein werden. Im Bundesstaat Mississippi kommt es am 27. November zu einer Stichwahl, weil keiner der Kandidaten eine Mehrheit erreicht hatte. Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump rechnen fest damit, dass sie diesen Sitz weiter behalten. 

18:48 Uhr: Trump hält an seinen Plänen zu Steuersenkungen fest. Er spricht insbesondere von Erleichterungen für die Mittelschicht.

18:38 Uhr: Trump will bei der nächsten Präsidentschaftswahl 2020 mit seinem Vize Mike Pence ins Rennen gehen. Pence habe diesem Vorschlag bereits zugestimmt.

18:20 Uhr: Trump hält an seinem Mauer-Projekt an der Grenze zu Mexiko fest. Wir brauchen die Mauer, sagt er. Er schließt im Streit um die Finanzierung des Bauwerks einen Regierungsstillstand nicht aus.

18:17 Uhr: Trump wirbt bei den Demokraten um Zusammenarbeit in der Umweltpolitik. Die Umwelt ist sehr wichtig für mich.

18:13 Uhr: Trump warnt die Demokraten vor möglichen Ermittlungen gegen ihn: Sie können dieses Spiel spielen, aber wir können es besser.

18:11 Uhr: Trump setzt bei Infrastrukturprojekten und Medikamentenpreisen auf die Zusammenarbeit mit der Opposition. Er hoffe, mit den Demokraten bei diesen Themen zu kooperieren, sagt er bei einer Pressekonferenz.

17:55 Uhr: Bei einem Referendum parallel zu den Kongresswahlen haben die Menschen in Florida zugestimmt, künftig Verurteilten und früheren Häftlingen das Wahlrecht wieder einzuräumen. Nach Schätzungen mancher Bürgerrechtsgruppen könnte es dadurch bis zu 1,5 Millionen neue Wahlberechtigte geben, darunter rund jede und jeder sechste schwarze potenziell Wahlberechtigte. 

17.30 Uhr: Der Bordellbetreiber Dennis Hof hat bei den US-Zwischenwahlen für die Republikanische Partei den Einzug in das Parlament des Bundesstaats Nevada geschafft - obwohl er schon tot ist. Hofs Name stand trotz seines Dahinscheidens weiter auf dem Wahlzettel und wurde am Dienstag von 63 Prozent der Wähler in einem ländlich geprägten Stimmbezirk angekreuzt, wie das Parlament auf seiner Website mitteilte. Der 72-Jährige war am 16. Oktober nach seiner Geburtstagsfeier gestorben. Das Wahlrecht von Nevada macht es jedoch möglich, dass eine Kandidatur auch nach dem Tod eines Politikers aufrecht erhalten werden kann. Die örtlichen Republikaner dürfen nun einen Nachrücker für Hof benennen.

16:25 Uhr: US-Präsident Donald Trump wünscht sich die 78 Jahre alte Nancy Pelosi als Führerin der demokratischen Mehrheitsfraktion und damit als Vorsitzende des Abgeordnetenhauses. Nancy Pelosi verdient fairerweise, von den Demokraten zur Vorsitzenden des Hauses gewählt zu werden, schrieb der 72-Jährige am Mittwoch auf Twitter. Wenn sie ihr das Leben schwer machen, geben wir vielleicht ein paar republikanische Stimmen obendrauf. Die Demokratin habe diese große Ehre verdient. Es wird allgemein erwartet, dass Pelosi sich als Führerin der Mehrheitsfraktion noch einmal zur Vorsitzenden der Kammer wählen lassen will. Sie gehört dem Haus seit mehr als 30 Jahren an und war zuletzt Oppositionsführerin. Von 2007 bis 2011 war sie schon einmal Mehrheitsführerin. 

15:30 Uhr: Die wie erwartet ausgegangenen Kongresswahlen in den USA sorgen für Erleichterung am deutschen Aktienmarkt. Der Dax gewann bis zum Nachmittag 0,88 Prozent auf 11 585,85 Punkte. Der MDax stieg um 0,56 Prozent auf 24 337,64 Zähler, und auf europäischer Bühne legte der Leitindex EuroStoxx 50 um 1,18 Prozent zu.

14:20 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei den Zwischenwahlen in den USA hat verglichen mit der Abstimmung vor vier Jahren deutlich zugelegt. Der Sender CNN berichtete, 113 Millionen Menschen hätten gewählt - das entspreche einer Quote von rund 48 Prozent. Bei den Zwischenwahlen vor vier Jahren gaben nur rund 83 Millionen US-Bürger ihre Stimme ab, was einer Beteiligung von knapp 37 Prozent entsprach. 

12:58 Uhr: Donald Trump bleibt Sieger, komme was wolle. Der US-Präsident twittert, er habe „so viele Glückwünsche zu unserem großen Sieg“ erhalten. Um ca. 11:30 Uhr EST (17:30 Uhr MEZ) wird Trump eine Pressekonferenz im Weißen Haus geben.

12:18 Uhr: In Georgia ist das Rennen um den Gouverneursposten immer noch nicht entschieden. Stacey Abrams von den Demokraten liegt nur knapp hinter dem Amtsinhaber Brian Kemp von den Republikanern.

11:50 Uhr: 222 Sitze im Repräsentantenhaus gehen laut aktuellen Zahlen an die Demokraten. 199 an die Republikaner. Die Partei von Donald Trump hält dafür 51 Sitze im Senat. 45 besetzen die Demokraten.

11:09 Uhr: Außenminister Heiko Maas glaubt nicht an die Wende in der Politik Donald Trumps. „Es wäre ein Irrglaube, nun auf Kurskorrekturen von Donald Trump zu setzen“, twittert der SPD-Politiker. „Es bleibt dabei: Die USA bleiben unser wichtigster Partner außerhalb Europas. Um diese Partnerschaft zu erhalten, müssen wir unser Verhältnis mit den USA neu vermessen und ausrichten.“

11:00 Uhr: Schon jetzt zeichnet sich ein Rekord bei der Wahlbeteiligung ab. Bislang haben 96 Millionen Menschen ihre Stimmen abgegeben. Das sind bereits jetzt so viele wie beim bisherigen Rekord 2010.

10:46 Uhr: In den USA beruhigt sich die Sache am frühen Morgen. Einige Wahlkreise werden noch ausgezählt, am Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus und dem der Republikaner im Senat wird sich aber nichts mehr ändern. 

10:27 Uhr: In Michigan haben die Menschen per Wahl Marihuana legalisiert. In Utah wurde die medizinische Nutzung des Rauschmittels per Wahl gestattet. Auf CNN führt das um 4:30 Uhr Ortszeit zu albernen Witzen und Erinnerungen an Sublime.

10:10 Uhr: Die Grünen freuen sich über den Ausgang der Wahlen in den USA. Chefin Annalena Baerbock spricht von einem „guten Tag für die Demokratie in Amerika“.

09:58 Uhr: Der bekennende Neonazi Arthur Jones hat das Rennen um einen Sitz im Kongress klar verloren. Jones war für die Republikaner in Illinois angetreten. Er verlor mit mehr als 50 Prozentpunkten gegen Dan Lipinski, bekam aber nichtsdestotrotz mehr als 40.000 Stimmen.

09:37 Uhr: In Wisconsin ist der neue Gouverneur Demokrat Tony Elvers. Amtsinhaber Scott Walker von den Republikanern muss sich geschlagen geben. Wisconsin war einer der Staaten, die Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen knapp für sich entscheiden konnte. 

09:25 Uhr: Und es gibt gleich eine ganze Zahl an senkrecht startenden Frauen, die in Zukunft eine große Rolle in der US-Politik spielen werden:

Die 29-jährige Alexandria Ocasio-Cortez ist die jüngste Kongressabgeordnete aller Zeiten. Die Aktivistin mit puertoricanischer Herkunft vertritt New York und gehört zum linken Parteiflügel.

Ilhan Omar und Rashida Tlaib sind die ersten beiden muslimischen Frauen im Repräsentantenhaus. Sie vertreten Michigan und Minnesota.

Sharice Davids und Deb Haaland sind die ersten indigenen Frauen im amerikanischen Kongress. Beide sind erfahrene Aktivistinnen und vertreten künftig Kansas und New Mexico.

09:12 Uhr: In Florida ist das Rennen zwischen dem Republikaner Rick Scott und dem Demokraten Bill Nelson extrem knapp. Es könnte zu einer Neuauszählung kommen.

Florida? Neuauszählung? Da war doch mal was! Bei den Präsidentschaftswahlen 2000 zwischen George Bush Jr. und Al Gore sollten die Stimmen in Florida neu gezählt werden. Die Neuauszählung wurde schließlich vom Obersten Bundesgericht gestoppt. Bush gewann Florida mit 537 Stimmen und wurde zum Präsidenten erklärt.

09:08 Uhr: Was bedeutet das Ergebnis der Zwischenwahlen für die Präsidentschaftswahlen in zwei Jahren? Laut einer Blitz-Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters ist der ehemalige Vizepräsident Joe Biden nun Favorit auf eine Kandidatur. Dahinter folgt Bernie Sanders. Beide würden laut Reuters ein Duell mit Donald Trump für sich entscheiden.

09:00 Uhr: Jetzt ist es offiziell: Die Demokraten haben 218 Sitze im Repräsentantenhaus gewonnen. Damit haben sie die Mehrheit in dieser Kammer gewonnen.

08:55 Uhr: Insgesamt gewinnen die Demokraten sechs Gouverneurs-Posten hinzu: in New Mexico, Kansas, Illinois, Wisconsin, Michigan und Maine. Auch Nevada könnte nach derzeitigen Hochrechnungen noch an die Demokraten gehen.

Damit stellen die Demokraten 21 Gouverneure, die Republikaner 25. Drei Bundesstaaten, in denen gewählt wurde, sind noch umkämpft.

08:50 Uhr: In Kalifornien gewinnen erwartungsgemäß  die Demokraten. Gavin Newsom ist neuer Gouverneur. Der 51-Jährige war bislang Vizegouverneur in der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt.

08:37 Uhr: CNN-Moderator Chris Cuomo wendet sich an alle Unterstützer der Demokraten und bringt es auf den Punkt: „Liebe Demokraten, Eure Zukunft ist weiblich.“

08:35 Uhr: In sechsten Bezirk des Bundesstaates Georgia steht es 50:50. Endgültige Ergebnisse könnten aufgrund des knappen Ausgangs erst am Donnerstag feststehen.

08:25 Uhr: 213 Sitze haben die Demokraten im Repräsentantenhaus sicher. Bereits jetzt haben sie 26 Abgeordnete mehr, die US-Präsident Donald Trump das Leben in den nächsten zwei Jahren schwer machen werden.

08:20 Uhr: Einen Dämpfer müssen die Demokraten allerdings bei allem Siegestaumel hinnehmen. Ihr liberaler Hoffnungsträger in Texas, Beto O'Rourke, verliert die Senatswahlen gegen Amtsinhaber Ted Cruz. In einer emotionalen Ansprache richtete sich O'Rourke nach der Wahl an seine Unterstützerinnen und Unterstützer.

08:15 Uhr: Die asiatischen Märkte haben nach den Wahlen Verluste gemeldet. Der japanische Nikkei-Index gab 0,3 Prozentpunkte nach, die Börse in Shanghai sogar 0,7 Prozent.

08:08 Uhr: Norbert Röttgen (CDU) ist einer der ersten, der sich zu den Wahlen in den USA äußert. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses äußert sich erleichtert über den Wahlsieg der Demokraten. Die Polarisierung der US-Gesellschaft und die Spaltung des Landes würden aber weitergehen, sagt er im Deutschlandfunk. Er erwarte nun einen noch aggressiveren US-Präsidenten Donald Trump.

07:45 Uhr: Jetzt meldet sich auch Donald Trump erneut zu Wort. In zwei Tweets zitiert er Ben Stein, einen konservativen Publizisten. Trump sei der „Magic Man“, der „die gesamte Medienlandschaft gegen sich“ habe und trotzdem gewinne. 

07:40 Uhr: Im Bundesstaat Georgia könnte es bei der Wahl zum Gouverneur zu einer Stichwahl kommen. 

07:25 Uhr: Mittlerweile sind es 207 Sitze, die an die Demokraten gehen. Ihnen fehlen noch elf Sitze für die Mehrheit. Zweifel daran, dass sie diese holen werden, gibt es nicht mehr.

07:15 Uhr: „Blue Wave“ ja oder nein, eine Welle rollt tatsächlich über die Vereinigten Staaten. Die der Frauen: 28 neue Kandidatinnen ziehen ins Repräsentantenhaus ein. Soviel weibliche Debütantinnen gab es noch nie. Der bisherige Rekord lag bei 24 und wurde bei den Wahlen 1992 aufgestellt: Das letzte „Jahr der Frauen“.

 

06:55 Uhr: Auch deutsche Firmen haben sich in den US-Wahlkampf eingemischt. Wie die „Welt“ berichtet, unterstützen Konzerne wie die Deutsche Telekom, Bayer und Siemens vor allem die Republikaner und Donald Trump. 17 deutsche Unternehmen spendeten demnach insgesamt 2,63 Millionen Dollar.

Am eindeutigsten ist die Ausrichtung bei Heidelberg Cement. 94 Prozent der 118.000 Dollar des Unternehmens gingen an Republikaner. Überraschend ist das aber nicht. Sollte Donald Trump in der Lage sein, seine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, benötigt er dafür viel, sehr viel Zement.

06:39 Uhr: Richard Neal ist ein Kongressabgeordneter der Demokraten aus dem Bundesstaat Massachusetts. Er ist selbst den meisten Experten amerikanischer Politik nicht bekannt. Doch Neil könnte eine entscheidende Rolle in naher Zukunft spielen. Er dürfte der neue Vorsitzende des Finanz- und Steuerausschuss werden und könnte damit die Veröffentlichung von Donald Trumps Steuererklärung verlangen.

Neben dem Finanzausschuss könnten die Demokraten nach jetzigem Stand den Vorsitz in sieben weiteren zentralen Ausschüssen übernehmen, mit weitreichenden Folgen für die Mueller-Untersuchung (Justiz- und Geheimdienstausschuss) und die Außenpolitik (Ausschuss für internationale Beziehungen und Militär).

06:36 Uhr: Was bedeutet die Wahl für Donald Trump und seine Präsidentschaft? FR-Korrespondent Karl Doemens gibt mit einem Kommentar aus Washington eine erste Einschätzung.

06:20 Uhr: Die ersten beiden amerikanischen Ureinwohnerinnen ziehen in den US-Kongress ein: Sharice Davids und Deb Haaland vertreten künftig Wahlkreise aus den Bundesstaaten Kansas und New Mexico.

06:10 Uhr: Geschichte schreibt Alexandria Ocasio-Cortez. Die 29 Jahre alte Demokratin ist die jüngste Frau, die jemals den Einzug ins Repräsentantenhaus geschafft hat. 

06:05 Uhr: Ein für Donald Trump pikante Konsequenz aus dem Verlust der Mehrheit im Repräsentantenhaus: die Demokraten werden nun die Veröffentlichung von Trumps Steuererklärung verlangen. Trump hatte bislang alles dafür getan, das zu verhindern.

06:00 Uhr: Josh Hawley gewinnt die Senatswahl in Missouri. Damit wechselt das Amt von den Demokraten zu den Republikanern. Es ist der der dritte Sitz, den die Republikaner den Demokraten im Senat abnehmen können und ein wichtiger Sieg für Donald Trump, der sich stark für Hawley im Wahlkampf engagierte.

05:55 Uhr: Den neuen Hochrechnungen zufolge erobern die Demokraten 24 Sitze im Repräsentantenhaus von den Republikanern. Sicher sind bereits 20 Sitze mehr für die Demokraten.

05:50 Uhr: Für Fox News dürften die Ergebnisse keine fröhliche Überraschung sein. Gleich zwei Moderatoren des Senders traten bei Wahlkampfveranstaltungen mit Donald Trump auf: Sean Hannity und Jeanine Pirro machten ungeniert Werbung für den Präsidenten und seine Partei.

05:45 Uhr: Für Donald Trump mag das Regieren zwar schwieriger geworden sein, doch überall dort, wo sich der Präsident in den Wahlkampf eingeschaltet hat, gewinnen die Republikaner. Eingemischt hatte sich der US-Präsident ohnehin nur in den Senatswahlkampf - und hier zeichnen sich deutliche Gewinne der Republikaner ab. Trotz allem wird Trump seine Politik ändern müssen.

05:40 Uhr: Nancy Pelosi, Fraktionsführerin der Demokraten und neue Mehrheitsführerin im Repräsentantenhaus, dankt den Unterstützern ihrer Partei. „So fühlt es sich an, zu gewinnen“, ruft sie den begeisterten Anhängern zu.

05:35 Uhr: Die eindeutigen Gewinne der Demokraten im Repräsentantenhaus scheinen Donald Trump nicht wirklich zu stören. Er spricht via Twitter von einem „enormen Erfolg“ und bedankt sich bei seinen Unterstützern.

05:30 Uhr: Besonders eng wird es bei der Senatswahl in Florida und Arizona. In Montana führt der demokratische Kandidat, obwohl es sich hier so genanntes „Trump-Land“ handelt. Der US-Präsident war allein viermal auf Wahlkampfveranstaltungen in Montana.

05:25 Uhr: Laut CNN-Prognose gewinnen die Demokraten 35 Sitze im Repräsentantenhaus dazu. Die Republikaner nehmen den Demokraten zwei Sitze im Senat ab.

05:20 Uhr: Bei den Gouverneurswahlen gewinnen die Demokraten zwar dazu, dafür stellen die Republikaner weiter die Gouverneue in Florida und Ohio - zwei Schlüsselstaaten, wann immer es um nationale Wahlen geht. Beide Staaten gelten bei Präsidentschaftswahlen als „Swing States“, also Staaten, die mal an Republikaner, mal an Demokraten gehen. Wer dort den Gouverneur stellt, hat klare strategische Vorteile bei einer Präsidentschaftswahl.

05:17 Uhr: Analysten versuchen in den US-Medien, Gründe für den klaren Wahlsieg der Demokraten im Repräsentantenhaus zu finden. Viele sehen in Trumps Unbeliebtheit in den Vororten den Grund für die Verluste der Republikaner.

05:12 Uhr: In Florida gewinnt ein beinharter Trump-Unterstützer die Gouverneurswahl. Ron DeSantis von den Republikanern setzt sich gegen Andrew Gillum durch. DeSantis hatte sich im Wahlkampf als „Pitbull-Trump-Verteidiger“ iszeniert.

05:06 Uhr: Ob es sich um die erhoffte „Blue Wave“ handelt, ist umstritten. Was sich aber andeutet, ist eine „Rainbow Wave“. Zwei muslimische Frauen ziehen in den Kongress, außerdem eine Frau mit indianischen Wurzeln. Jared Polis gewinnt laut mehrerer US-Medien im Bundesstaat Colorado und wird der erste offen schwule Gouverneur in der Geschichte der USA.

05:03 Uhr: Sowohl Fox News als auch CNN prognostizieren einen Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus. Im Senat bauen die Republikaner ihre Mehrheit dagegen aus.

04:54 Uhr: In Illinois nehmen die Demokraten den Republikanern einen weiteren Sitz ab. Noch sechs weitere Sitze und die Mehrheitsverhältnisse tauschen.

04:50 Uhr: Die ersten Ergebnisse trudeln ein und die Demokraten steuern auf eine Mehrheit im Repräsentantenhaus zu. Dagegen führen die Republikaner recht deutlich im Senat.

0.00 Uhr: Bei den US-Kongresswahlen haben um Mitternacht mitteleuropäischer Zeit (18 Uhr US-Ostküstenzeit) die ersten Wahllokale geschlossen. Zwar gingen Experten im Vorfeld der Abstimmung am Dienstag davon aus, dass gewisse Entscheidungen etwa in Kentucky und Indiana Hinweise auf den Verlauf des Abends liefern könnten. Allerdings dürften noch Stunden vergehen, bis dort gesicherte Ergebnisse vorliegen.

US-Kongresswahlen: Infos vom Wahltag am 6. November 

23.58 Uhr: Im US-Territorium Guam übernimmt Medien zufolge erstmals eine Frau das Gouverneursamt. Das berichtet die Online-Politikzeitung „The Hill“. Der Sieg der Demokratin Lou Leon Guerrero steht beispielhaft für die höhere Zahl von Frauen, die bei dieser Wahl angetreten sind. In den US-Medien wurde von einer „pink Wave“ (dt. „rosa Welle“) gesprochen.

23.50 Uhr: Die Sängerin Beyoncé (37) hat sich für den demokratischen Senats-Kandidaten in Texas, Beto O’Rourke, stark gemacht. „Wir können nicht unsere Frustration äußern und uns darüber beschweren, was falsch läuft, ohne zu wählen und unsere Macht auszuüben, um es richtig zu machen“, schrieb der aus Texas stammende R&B-Star auf Instagram. Dazu zeigte Beyoncé Bilder von sich, auf denen sie ein Cap mit der Aufschrift „Beto for Senate“ trägt. 

23.40 Uhr: Die Aktienkurse von Waffenproduzenten wie American Outdoor Brands (ABOC) und Sturm Ruger haben deutlich zugelegt - um 4,7 und 3,7 Prozent. Investoren haben sich in der Vergangenheit mit derartigen Titeln eingedeckt, wenn sie strengere Gesetze erwarten, etwa wenn die Demokraten an die Macht kommen. Seit der Wahl von Präsident Donald Trump im November 2016 ist ABOC um mehr als 50 Prozent gefallen, Sturm Ruger um fast neun Prozent.

23.35 Uhr:  Viele Wähler wollen laut einer Nachwahlbefragung des Fernsehsenders CNN ihren Ärger über Donald Trump ausdrücken. 39 Prozent der Befragten erklärten, ihre Stimme abgegeben zu haben, um ihre Ablehnung des Präsidenten deutlich zu machen. Nur 26 Prozent sagten, sie wollten Trump mit ihrer Stimme unterstützen. Ein Drittel der Wähler erklärte, Trump habe bei ihrer Entscheidung keine Rolle gespielt. Zwei Drittel der Befragten sagten zudem, ihre Entscheidung bereits vor mehr als einem Monat getroffen zu haben. Nur 15 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich nach eigenen Angaben erst in der Woche vor der Wahl entschieden.

23.30 Uhr:  An verschiedenen Orten ist es zu technischen Problemen und langen Warteschlangen gekommen. Im US-Bundesstaat Georgia im Südosten der USA etwa gab es verschiedenen US-Medien zufolge in mehreren Wahllokalen Schwierigkeiten mit der elektronischen Stimmabgabe, was zu langen Wartezeiten führte. In den USA werden neben Papierstimmzetteln auch Wahlautomaten und Wahlcomputer zur Stimmabgabe eingesetzt. Seit langem gibt es Diskussionen über die Sicherheit und Zuverlässigkeit solcher elektronischen Systeme. 

23.25 Uhr: Worum es bei diesen Kongresswahlen geht, hat Greta Olson in einem Gastbeitrag beschrieben: Es geht um die Seele der USA. Sollten die Republikaner bei den Midterms gewinnen, würde Trumps reaktionärer Populismus bestätigt. Dann würde es noch schlimmer als bisher. 

22.40 Uhr:  Trotz der Kursgewinne an der Wall Street am Dienstag sehen Experten Zurückhaltung am Markt. „In den Köpfen der Leute steckt weiter die Idee, dass es noch eine Überraschung geben könnte“, sagt die Investmentstrategin Mona Mahajan von Allianz Global Investors.

22.15 Uhr: Nie zuvor ist bei einer Zwischenwahl in den USA so viel Geld für den Wahlkampf ausgegeben worden wie in diesem Jahr. Die 5,2 Milliarden Dollar (rund 4,6 Milliarden Euro) seien 35 Prozent mehr als bei der Zwischenwahl von 2014, berichtete die auf Wahlkampffinanzierung spezialisierte Organisation Center for Responsive Politics auf ihrer Webseite. Vor allem die Demokraten hätten profitiert, und dabei besonders vom Enthusiasmus von Spenderinnen und Kleinspendern.

22.00 Uhr: Die Wahl wird sich eine ganze Weile hinziehen, denn auf Hawaii werden die letzten Wahllokale erst am Mittwoch um 6 Uhr MEZ schließen. 

21.15 Uhr: Bei Wahlen in den USA wird gerne manipuliert - und zwar durchaus völlig legal. Gerrymandering heißt das Zauberwort, mit dem diese Kungelei bezeichnet wird. Dabei werden einzelne Wahlkreise auf eine so geschickte Art beschnitten, dass bestimmte Kandidaten bevorteilt werden. Zuletzt waren die Republikaner dabei so erfolgreich, dass die Demokraten bei den allgemeinen Stimmen USA-weit etwa sieben Prozent Vorsprung benötigen, um auch nur eine hauchdünne Mehrheit im Kongress zu bekommen. 

20.28 Uhr: Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen sagt, es gebe bislang keine Hinweise darauf, dass Unbefugte die Wahl technisch manipuliert hätten.

20.15 Uhr:  Bei den Zwischenwahlen in den USA zeichnet sich eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren ab. Rund 38,9 Millionen Frühwähler hätten schon vorab ihre Stimme per Briefwahl oder im Wahllokal ihre Stimme abgegeben, berichtete das Umfrage-Institut ElectProject auf seiner Webseite. 2014 seien es rund 20,5 Millionen Frühwähler gewesen. Die vorzeitige Stimmabgabe ist in 37 der 50 Bundesstaaten und in der US-Hauptstadt Washington DC in Wahllokalen oder per Briefwahl möglich. 

20.05 Uhr: Die Zwischenwahlen sind auch immer eine Abstimmung über die Politik des jeweiligen US-Präsidenten. Donald Trump bezeichnet sich ja gerne als ein Präsident für die arbeitende Mittelschicht. Doch davon ist Trump weit entfernt. Er bleibt ein Präsident der Reichen.

19.54 Uhr: Laut Heimatschutzministerium gibt es nur wenige Berichte über technische Probleme bei der Wahl. Diese hätten offenbar keinen wesentlichen Einfluss auf die Stimmabgabe gehabt, teilt das Ministerium mit.

19.45 Uhr: Am 6. November werden in den USA in 36 Staaten und drei US-Außengebieten auch Gouverneure gewählt. In Georgia könnte die 44-jährige Stacey Abrams die erste afroamerikanische Gouverneurin in der Geschichte der USA werden. Der 39-jährige Bürgermeister von Tallahassee, Andrew Gillum, wäre bei einem Sieg der erste Afroamerikaner an der Spitze Floridas.  

18.55 Uhr: Könnten die Demokraten in beiden Kammern des Kongresses eine Mehrheit erringen? Möglich ist’s schon, sehr realistisch ist dieses Szenario jedoch nicht. Die Statistik-Website FiveThirtyEight beziffert die Chancen, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen werden, auf 85,8 %. anders aber sieht es im Senat aus. Dort liegt die Wahrscheinlichkeit nur bei 18,0 %. 

17.55 Uhr: Am US-Wahltag haben die Anleger weltweit Aktien mit spitzen Fingern angefasst. Der Dax schloss bei 11.484 Zählern 0,1 Prozent niedriger, der EuroStoxx50 kam ebenfalls kaum vom Fleck. An der Wall Street lagen die Kurse zum europäischen Handelsschluss etwas höher. Der Dow Jones notierte 0,4 Prozent im Plus.

17.50 Uhr: Der frühere US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner zur Abstimmung bei den Kongresswahlen aufgerufen. „Heute sind Sie an der Reihe, ihre Stimme zu erheben, um den Kurs des Landes zum Besseren zu ändern“, schrieb der demokratische Ex-Präsident am Dienstag auf Twitter. „Gehen Sie raus und wählen Sie.“  Auch Präsident Donald Trump meldete sich auf Twitter zu Wort und rief zur Wahl bestimmter Kandidaten seiner Republikaner auf.

13.00 Uhr: Seit ca. einer Stunde sind die Wahllokale an der Ostküste der Vereinigten Staaten geöffnet. Die ersten Bundesstaaten, die mit den Abstimmungen begonnen haben, sind Maine, New Hampshire, New Jersey, New York und Virginia.

US-Kongresswahlen: Letzte Infos vor den Wahlen

Dienstag, 6. November: Ein Wahlwerbespot von US-Präsident Donald Trump ist selbst Fox News zu heftig. Der konservative Fernsehsender strich die Wahlwerbung genauso wie unter anderem CNN und NBC wegen rassistischer Inhalte aus dem Programm.

Die Umfragen sehen zumindest im Repräsentantenhaus die Demokraten vorne. Die Mehrheit im Senat dürften demnach die Republikaner behalten. Nach dem Wahlsieg Donald Trumps im Jahr 2016 sind die Demoskopen aber vorsichtig geworden, was Vorhersagen betrifft. Kaum einer hatte den Sieg des Milliardärs über Hillary Clinton prognostiziert.

Die Demokraten hoffen auch aufgrund der Umfragen auf eine „Blaue Welle“ im Kongress. Blau ist die Farbe der Demokraten, Rot die der Republikaner. Auch die ungewöhnlich hohe Zahl an Briefwählern, die eine hohe Wahlbeteiligung vermuten lässt, lässt ein gutes Abschneiden der Demokraten vermuten.

Montag, 5. November:  198 Frauen - fast die Hälfte aller Kandidaten der demokratischen Partei - stehen zur Wahl . US-Präsident Donald Trump hat mit seinen frauenfeindlichen Sprüchen, der Hetze gegen Minderheiten und der Verharmlosung mutmaßlicher sexueller Übergriffe eine Rekordzahl von weiblichen Kongresskandidatinnen mobilisiert. Oft treten sie in republikanischen Bezirken an. Mehr über den „Aufstand der Frauen“ lesen Sie hier.

Samstag, 3. November: Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinem Amtsnachfolger Donald Trump vor den Kongresswahlen eine Politik der Angstmache vorgeworfen. Es sei „politische Show“, dass Trump wegen der Migranten Soldaten an die Grenze zu Mexiko schicke, fügte Obama hinzu.

Wann schließen die Wahllokale, wann gibt es Ergebnisse?

Die ersten Wahllokale schließen in Indiana und Kentucky um 18 Uhr EST (Eastern Time), also 0:00 Uhr MEZ (Mitteleuropäische Zeit). Die letzten Wahllokale schließen in Alaska um 24 Uhr EST (6:00 Uhr MEZ).

Wie in Deutschland auch dürfen Hochrechnungen erst nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht werden. In den USA richtet sich die Sperrfrist aber nur nach den jeweiligen Zeitplänen des Bundesstaates. Die ersten Hochrechnungen für die östlichen Bundesstaaten werden demnach ab 18 Uhr (0:00 Uhr MEZ) erwartet. Erste demographische Zahlen, bspw. zur Wahlbeteiligung liegen voraussichtlich ab ca. 17:45 Uhr  (23:45 Uhr MEZ) vor.

Donald Trump heizt die Stimmung im Wahlkampf an

Freitag, 2. November: Vier Tage vor den Kongresswahlen brennt es in den USA lichterloh, tiefe Risse verlaufen quer durch Wohnviertel und Familien. Das hat zum großen Teil mit US-Präsident Donald Trump zu tun, der sich vom zynischen Opportunisten zum  enthemmten Aufpeitscher der Polarisierung entwickelt hat und das Weltbild des Wir-gegen-die vorlebt

Trump droht Migranten mit Gewalt

Freitag, 2. November 2018: Tausende Migranten aus Mittelamerika sind derzeit auf dem Weg in die USA. Seite Wochen macht US-Präsident Donald Trump mit ihnen massiv Wahlkampf für die Kongresswahlen. Jetzt droht er den Migranten mit Gewalt.

Worum geht es bei den Zwischenwahlen?

Der Kongress ist die Legislative der USA. Er besteht aus 435 Abgeordneten und 100 Senatoren. Der 116. Kongress wird sich am 3. Januar 2019 konstituieren. Die Wahlen im November 2018 werden über die Kontrolle beider Häuser entscheiden. Dabei wird das Repräsentantenhaus komplett neu gewählt, während im Senat 33 der 100 Sitze bei regulären Wahlen und zwei Sitze bei Nachwahlen neu besetzt werden. Zudem werden die Gouverneure in 36 Staaten und in den drei US-Territorien Guam, Nördliche Marianen und Amerikanische Jungferninseln gewählt.

Wie wichtig sind die Zwischenwahlen?

Zwischenwahlen führen häufig dazu, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im Kongress ändern – was sich wiederum auf den Handlungsspielraum des US-Präsidenten auswirkt. So kann der US-Präsident neue Gesetze nur dann einführen, wenn mehr als die Hälfte der Kongressmitglieder zustimmt.

Das Regieren wird für einen US-Präsidenten deshalb in der Regel sehr schwierig, wenn er die Mehrheit in Senat oder Repräsentantenhaus gegen sich hat, wie es bei Barack Obama im Repräsentantenhaus (seit 2010) und im Senat (seit 2014) der Fall war. Vor den Zwischenwahlen hat es Donald Trump in dieser Hinsicht sehr gut, denn Repräsentantenhaus und Senat sind in republikanischer Hand. Mit einer Mehrheit in Senat oder Repräsentantenhaus könnten die Demokraten sich besser positionieren und republikanische Projekte blockieren.

Warum wird am Dienstag, dem 6. November gewählt?

Der zweite Artikel der Verfassung der Vereinigten Staaten besagt, dass der Wahltag immer am ersten Dienstag im November stattfindet. Der früheste Wahltermin ist damit der 2., der späteste der 8. November. Außerdem sollen die Kongresswahlen laut Verfassung immer ein Jahr vor Ablauf des Amtszeit des Präsidenten stattfinden.

Warum die Wahlen in den USA immer an einem Dienstag - und nicht wie bspw. in Deutschland an einem Sonntag - stattfinden, hat einen historischen Grund. Der Sonntag schied für die Gründerväter als Wahltag aus, weil dieser der Kirche vorbehalten war. Farmer und Landleute konnten sich also erst Montag auf den Weg zum Wahllokal machten. Weil dieser Weg in der bäuerlichen Gesellschaft der USA mit Pferd oder Karren bis zu einem Tag dauern konnte, schied auch der Montag als Wahltag aus. Mittwoch wiederum war in vielen Staaten Markttag. Es bliebt also der Dienstag.

In neun Staaten ist der Wahltag ein Feiertag. Zahlreiche andere Staaten ermutigen die dort ansässigen Firmen, ihren Angestellten einen Tag bezahlten Urlaub zu schenken. Seit 2005 gibt es eine Gesetzesinitiative mehrerer demokratischer Kongressabgeordneter den Wahltag als „Democratic Day“ zu bezeichnen und in einen nationalen Feiertag zu verwandeln.

Wie ist das Repräsentantenhaus derzeit besetzt?

Die Republikaner haben bei der Wahl 2010 die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernommen und diese 2016 verteidigen können. Vor den Zwischenwahlen 2018 besitzen sie im Repräsentantenhaus eine Mehrheit von 236 zu 193 Sitzen, sechs Sitze sind vakant.

Wie sehen Umfragen und Prognosen aus?

Die Statistik-Website FiveThirtyEight geht davon aus, dass die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus übernehmen werden: Am Wahltag stehen die Chancen bei 85,8 %. Die veröffentlichten Prognosen werden ständig aktualisiert. Zahlen zu diversen Umfragen finden sich auch bei RealClearPolitics.  

Wie ist der Senat derzeit besetzt?

Die Republikaner besitzen vor der Wahl auch im Senat die Mehrheit: Sie haben 51 Sitze, die Demokraten 47, dazu kommen noch zwei unabhängige Senatoren (die parteilosen Angus King und Bernie Sanders, der 2016 bei der Vorwahl der Demokraten für die US-Präsidentschaft antrat und knapp gegen Hillary Clinton verlor). King und Sanders stimmen zumeist gemeinsam mit den Demokraten ab.

Wer wird im Senat die Mehrheit erringen?

Die Chancen der Demokraten sind hier laut FiveThirtyEight bei weitem nicht so gut wie im Repräsentantenhaus. Das Problem der Demokraten besteht dabei vor allem darin, dass wesentlich mehr Sitze zur Wahl stehen, die derzeit von den Demokraten (24) besetzt werden als von den Republikanern (neun). Die Demokraten müssen aber zwei Senatssitze zu ihren bisherigen hinzugewinnen, um die Mehrheit zu übernehmen. Eine Übersicht gibt es bei RealClearPolitics oder bei FiveThirtyEight.

Hinzu kommt, dass insgesamt zehn demokratische Senatsplätze zur Wahl stehen, die aus Bundesstaaten kommen, in denen Trump eine Mehrheit erzielen konnte. Laut aktuellen Umfragen sollten die demokratischen Senatoren allerdings wiedergewählt werden.

Abstimmung über Gerrymandering 

Neben den Sitzen im Senat und dem Repräsentantenhaus wählen die Amerikaner am 06. November in 36 Staaten ihren Gouverneur.

In manchen Bundesländern werden die Wählerinnen und Wähler außerdem über die Neueinteilung von Wahlkreisen abstimmen. Das so genannte „Gerrymandering“ ist eine umstrittene Praxis, die heftig diskutiert wird. Vor allem die Republikaner bedienen sich dieser Technik, bei der zum Beispiel demokratische Wahlkreise so aufgeteilt werden, dass sie in bspw. drei republikanische Wahlkreise integriert werden, ohne dass die republikanischen Mehrheiten in diesen gefährdet werden.

Wahlrecht und Legalisierung von Marihuana

In Florida, Maryland, Nevada, Arkansas und North Carolina stehen Entscheidungen über das Wahlrecht an. Florida bspw. verbietet bislang 1,5 Millionen Menschen zu wählen, weil sie sich in der Vergangenheit strafbar gemacht haben. Diese Praxis soll abgeschafft werden. In den anderen Staaten geht es um die Registrierung zu Wahl, die in den meisten Bundesstaaten noch notwendig ist.

Kalifornien, Washington und Arizona stimmen über die Einführung einer Sondersteuer auf den Verbrauch fossiler Energien ab. In Michigan und North Dakota entscheiden die Wähler über die Legalisierung von Marihuana, Utah und Missouri wollen den Stoff für die Medizin freigeben. Maine, Nebraska, Idahoe, Utah und Montana haben Abstimmungen über die Zukunft der Krankenvorsorge angekündigt.

Oktober 2018: Kongresswahl rückt näher

Mutmaßlicher Briefbomber soll fanatischer Trump-Fan sein

Samstag, 27. Oktober: Tagelang wurde nach einem mutmaßlichen Briefbomber gefahndet. Kurz vor den Kongresswahlen am 6. November wurde nun ein Verdächtiger festgenommen. Der Mann mit dem Namen Cesar Altieri Sayoc ist offenbar ein Trump-Anhänger. 

Terroralarm im US-Wahlkampf

Mittwoch, 24. Oktober: In den USA sorgen Paketbomben für Aufregung. Zwei Wochen vor den Kongresswahlen versetzt eine ganze Serie von Funden mutmaßlicher Sprengstoff-Päckchen das Land in Unruhe.

Donald Trump verschärft Ausfälle gegen die Demokraten

Freitag, 12. Oktober: Donald Trump ist wieder voll im Wahlkampfmodus. Bei einer Kundgebung im Städtchen Erie lässt er die letzten Hemmungen fallen und verschärft seine Ausfälle gegen die Opposition, indem er behauptet, die Demokraten wollten Drogen und Banden ins Land lassen. Und natürlich gibt es auch wieder eine Breitseite gegen Hillary Clinton. Und die Menge will Clinton immer noch einsperren lassen. 

Kanye West, Taylor Swift und Axl Rose im Wahlkampf-Modus

Montag, 05. November: Auch Axl Rose mischt sich ein. Weil die Republikaner auf einer Wahlkampfveranstaltung Musik von Guns N'Roses gespielt hatten, griff deren Frontmann unter anderem US-Präsident Donald Trump an und sprach sich für die Wahl demokratischer Kandidaten aus.

Donnerstag, 11. Oktober: Auch die US-Pop-Industrie mischt im US-Wahlkampf mit. Rapmusiker Kanye West ist Donald Trump herzlich zugeneigt und rührt die Werbetrommel für den US-Präsidenten. Ganz anders dagegen Mega-Popstar Taylor Swift, die sich gegen Trump und für die Demokraten ausgesprochen hat. 

Kavanaugh-Berufung als Symbol der Polarisierung 

Montag, 8. Oktober: In den USA stehen sich Konservative und Liberale unversöhnlich gegenüber. Bestes Beispiel hierfür ist die Berufung des umstrittenen Juristen Brett Kavanaugh an den Supreme Court. Denn die derzeitige Lage ist hochexplosiv. Wie sich der Streit auf die Kongresswahlen auswirken  wird, ist schwer zu sagen. Während die Republikaner davon überzeugt sind, dass das Kavanaugh-Gerangel die Trump-Anhänger befeuern wird, hoffen die Demokraten, dass sie vor allem die Frauen in den Vorstädten mobilisieren können.

September 2018: Nur noch wenige Wochen bis zur Kongresswahl

Obama greift Trump an

Samstag, 8. September: Der frühere US-Präsident Barack Obama geht in einer Rede in Chicago den derzeitigen Amtsinhaber Donald Trump scharf an und kritisiert seinen Nachfolger erstmals auch namentlich. Gleichzeitig fordert Obama die jungen Wähler auf, sich an den Zwischenwahlen zu beteiligen. Diese Generation müsse mehr tun als einen „Hashtag“ weiterzuleiten: „Ihr müsst zur Wahl gehen.“

Linksliberaler Hoffnungsträger

Freitag, 7. September: Einen der beiden Senatssitze des US-Bundesstaates Texas hat der erzkonservative Ted Cruz inne. Sein demokratischer Gegenspieler fordert Cruz nun mit einem linksliberalen Programm heraus. Beto O’Rourke ist inzwischen zu einem Hoffnungsträger der Demokraten avanciert. (mit dpa/afp/rtr)

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