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Konflikt USA - Nordkorea USA verhängen weitere Sanktionen gegen Nordkorea

Nach der Wiederaufnahme Nordkoreas auf die Liste der Terrorunterstützerstaaten haben die USA weitere Sanktionen gegen Pjöngjang ausgesprochen.

22.11.2017 06:27
U.S. President Donald Trump talks with the reporters as First Lady Melania Trump and her son Barron wait for him while departing the White House for Palm Beach, in Washington D.C.
Donald Trump wirft Nordkorea Unterstützung des internationalen Terrorismus vor. Foto: rtr

Die neuen Strafmaßnahmen beträfen Unternehmen, die in Nordkorea Geschäfte in einem Gesamtumfang von mehreren hundert Millionen Dollar gemacht hätten, erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin am Dienstag in Washington. Betroffen seien auch Reedereien und andere Transportunternehmen, die Nordkoreas Außenhandel erleichterten.

Die Sanktionsliste wurde um einen chinesischen Geschäftsmann, 13 Handelsfirmen und 20 Schiffe erweitert. US-Bürger dürfen nicht mit ihnen handeln, die Guthaben und Besitztümer der Betroffenen in den USA werden beschlagnahmt. Auch das Unternehmen Korea South-South Cooperation kam auf die Sanktionsliste. Es soll nordkoreanische Gastarbeiter nach China, Russland, Kambodscha und Polen vermittelt haben. Die Verschickung von Gastarbeitern ist für Nordkorea eine wichtige Einnahmequelle.

Besonders chinesische Unternehmen betroffen

Die neuen Sanktionen richten sich insbesondere gegen chinesische Unternehmen, die mit Nordkorea Geschäfte machen. Nach Angaben von US-Regierungsvertretern verstoßen mehrere in China ansässigen Banken und Handelsfirmen gegen die Nordkorea-Resolutionen der UNO. China beliefert Nordkorea außerdem weiter mit Öl – offenbar weil es im Falle eines Sturzes der nordkoreanischen Führung chaotische Zustände an der gemeinsamen Grenze befürchtet.

Die USA hatten Nordkorea am Montag wieder auf ihre Liste der Terrorunterstützerstaaten gesetzt. US-Präsident Donald Trump sagte, Nordkorea habe „wiederholt Akte des internationalen Terrorismus unterstützt, darunter Morde auf ausländischem Territorium“.

China will verhandeln

Pjöngjang war im Jahr 2008 im Zuge der Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm von der Liste gestrichen worden. In den vergangenen Monaten hatten sich die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang wegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm aber massiv verstärkt.

China setzt sich in dem Konflikt für eine Verhandlungslösung ein. Der der chinesische Außenamtssprecher Lu Kang sagte am Dienstag in Peking, sein Land hoffe „weiterhin, dass alle beteiligten Seiten zu einem Abbau der Spannungen beitragen und wieder Gespräche aufnehmen können“.  (afp)

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