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Kommentar Von Boni und Beschäftigten

Die Deutsche Bank muss ihre Kosten senken, wenn sie sich behaupten will. Das aber macht es umso unverständlicher, dass sie Bonuszahlungen in Milliardenhöhe ausschüttet.

Hauptversammlung Deutsche Bank
Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, geht den Um- und Abbau mit neuer Geschwindigkeit an. Foto: dpa

Als Josef Ackermann den Abbau tausender Stellen ankündigte, fuhr die Deutsche Bank Milliardenprofite ein. Heute kann Vorstandschef Christian Sewing auf mehr Verständnis hoffen, wenn er zum Kahlschlag vor allem im Investmentbanking ansetzt. Nicht mehr die Macht und der Expansionsdrang des Geldhauses geben Anlass zur Sorge, sondern ihre Schwäche und ihre mangelnde Wettbewerbsfähigkeit vor allem im Vergleich mit den US-Konkurrenten. 

Das Geldinstitut muss seine Kosten senken, wenn es sich behaupten will. Umso unverständlicher ist es, trotz der Verluste Bonuszahlungen von über zwei Milliarden Euro auszuschütten. Dies zeigt, wie schwer sich die Deutsche Bank noch immer tut, ihre schlechten Traditionen abzulegen. 

Neu an Sewing ist die Geschwindigkeit, mit der er den Um- und Abbau vorantreibt. Sewing wirkt dabei wenige Wochen nach seinem Amtsantritt wie ein Getriebener der Kapitalmärkte. Die Aktionäre fordern mehr Härte. Ankündigungen reichen nicht. Trotz des Sparkurses gab der Aktienkurs auch am Tag der Hauptversammlung nach.

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