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Kommentar Gleichheit in Uniform

Frauen sollen künftig auch in Kampfeinheiten des US-Militärs eingesetzt werden.

Foto: ap/Jens Meyer

So schnell kann es mitunter gehen: Anfang der Woche hat Barack Obama in einer Rede angekündigt, in seiner zweiten Amtszeit als US-Präsident mehr für die Chancengleichheit von Frauen und Männern machen zu wollen. Nun hat der scheidende US-Verteidigungsminister Leon Panetta seinen Teil dazu beigetragen, dass das Versprechen wahr werden könnte. Frauen sollen künftig auch in Kampfeinheiten des US-Militärs eingesetzt werden, hat Panetta beschlossen.

Das Ende einer bizarr anmutenden Ungleichbehandlung in den US-Streitkräften scheint nahe zu sein. Die Soldatinnen durften bisher zwar in den Krieg ziehen, doch haben sie bei weitem nicht die Chancen ihrer männlichen Kollegen, befördert zu werden und mehr Geld zu verdienen. Weil ihnen die Kampferfahrung fehlt, die sie laut einer Vorschrift aus dem Jahr 1994 gar nicht erwerben können.

Nun hat das US-Militär – spät, aber immerhin – begriffen, dass sich der Ausschluss von Frauen nicht mehr mit Argumenten begründen lässt, die aus der Zeit gefallen sind. Schon heute dienen Frauen in der Armee, und die Moral der Männer hat deswegen nicht gelitten. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Frauen demnächst in Kampfeinsätzen mitmachen. Im Grunde ist es simpel: Frauen in Uniform müssen die gleichen Chancen haben wie Männer. Denn sie gehen das gleiche Risiko ein.

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