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Köln OB Reker sieht Karneval entspannt

Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln, hat bezüglich Karneval "nicht die geringsten Bedenken". Eine hohe Anzahl von Polizisten soll für Sicherheit sorgen. Parallel erwartet Ministerpräsidentin Kraft mehr Anzeigen.

01.02.2016 10:35
Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker geht von sicheren Karnevalstagen in Köln aus. Foto: dpa

Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker glaubt nach den Vorfällen aus der Silvesternacht am Hauptbahnhof der Domstadt an sichere Karnevalsfeiern in Köln. Auf die Frage, ob sie vorbehaltlos empfehlen könne, in Köln Karneval zu feiern, sagte Reker der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe): "Ja. Da habe ich nicht die geringsten Bedenken". Die Stadt sorge gemeinsam mit der Polizei für mehr Sicherheit.

Um die am Donnerstag beginnenden Feiern in Köln zu sichern, würden "viel mehr Polizisten eingesetzt" und mehr Kräfte des Ordnungsamtes unterwegs sein, sagte Reker weiter. Am Montag will die Oberbürgermeisterin zudem ein Maßnahmenpaket für die Karnevalstage vorstellen. Außerdem werde es über die Karnevalszeit hinaus "grundlegende Veränderungen geben, was die Präsenz von Sicherheitspersonal angehe".

Die Oberbürgermeisterin geht nicht davon aus, dass Bürger und Besucher Köln aufgrund der Silvesternacht grundsätzlich als unsicherer empfänden als vorher. "Ich persönlich glaube sogar, dass jetzt wesentlich mehr Stellen in der Stadt sicherer sind", ergänzte Reker.

Sollte es an Karneval keine größeren Zwischenfälle geben, hofft Reker, dass die Stadt aus dem Krisenmodus kommt. "Ich möchte gern, dass die Silvesterwolke, die einen solchen dunklen Schatten auf Köln geworfen hat, wegzieht", sagte die Kommunalpolitikerin der Zeitung.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) erwartet hingegen zu Karneval mehr Anzeigen wegen sexualisierter Übergriffe. Es gebe jetzt "eine höhere Sensibilität und auch ein neues Sexualstrafrecht", sagte die SPD-Regierungschefin dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe). Die Polizei werde im Kölner Karneval "mit sehr viel mehr Polizisten" und Unterstützung aus anderen Bundesländern präsent sein. (afp/epd)

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