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Kirche und Homosexualität (K)eine Frage der Lehre

Der Bischofskonferenz fehlt der Mut voranzugehen und die Kirchenlehre in der Frage der Homosexualität zu ändern. Das ist feige. Ein Kommentar.

Andreas Laun
Weihbischof Andreas Laun zieht einen Vergleich zwischen der homosexueller Liebe und der Vernichtung menschlichen Lebens in Konzentrationslagern durch die Nazis. Foto: imago

Die katholische Kirche hat ein Problem: Homosexualität. Nicht die ihrer Amtsträger, die im Verborgenen ihrer Liebe frönen. Gemeint ist die ihres Fußvolks. Das ist nicht neu. Neu ist der Vergleich von Bischof Andreas Laun, der homosexuelle Paare in puncto Segnung mit Konzentrationslagern über einen Kamm schert. Fragt sich, was ungeheuerlicher ist: die krude Unsensibilität des Weihbischofs oder die bigotte Kirchenlehre, nach der homosexuelle Liebe Sünde sei und die den Kirchenmann wohl anstachelt?

An der Lehre ändert auch Kardinal Reinhard Marx nichts, wenn er es den Seelsorgern überlassen will, ob zwei sich liebende Frauen oder Männer einen Segen für ihren Lebensweg zu zweit bekommen. Man stelle sich vor, die Kirche würde auch vor jeder Ehe von Mann und Frau erst klären, ob die Verbindung pastoral geboten ist. Der Bischofskonferenz fehlt der Mut voranzugehen und die Kirchenlehre in der Frage der Homosexualität zu ändern. Das ist feige und hält Priester wie Gläubige im Ungewissen. Gewiss ist derweil nur, dass jede pastorale Anfrage bei Bischof Laun an der falschen Adresse ist.

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