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Julia Klöckner Die junge Alternative der Union

In Rheinland-Pfalz soll die frischgebackene Bundesstaatssekretärin wohl der CDU als weibliche Alternative gegen Kurt Beck dienen. Die 36-Jährige siegte 2005 überraschend in Bad Kreuznach.

16.11.2009 00:11

Sie hat gerade erst einen neuen Job angetreten. Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist Julia Klöckner, seit Schwarz-Gelb in Berlin regiert. Jetzt steht der jungen CDU-Politikerin, der ein guter Draht zu Kanzlerin Angela Merkel nachgesagt wird, schon der nächste Karriereschritt bevor. Es ist so gut wie sicher, dass die CDU im heimischen Rheinland-Pfalz die 36-Jährige als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2011 aufstellt - eine weibliche Alternative zum sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Kurt Beck.

2002 zog Julia Klöckner zum ersten Mal in den Bundestag ein, über die Landesliste. Drei Jahre später konnte sie überraschend den traditionell roten Wahlkreis Bad Kreuznach direkt gewinnen. Das Direktmandat verteidigte sie bei der Bundestagswahl im September mit 47 Prozent der Erststimmen.

Julia Klöckner ist schon als sehr junge Frau viel herumgekommen: Mitte der 90er Jahre bereiste sie als Deutsche Weinkönigin Weinbauregionen in aller Welt. Zu Hause arbeitete sie als Religionslehrerin und Journalistin, trat 1997 in die Junge Union ein und wurde fünf Jahre später Bundestagsabgeordnete. Zudem ist sie stellvertretende CDU-Landesvorsitzende. Ihren nebenberuflichen Job als Chefredakteurin des Sommelier Magazins für Weinfreunde hat die Politikerin dennoch nicht aufgegeben.

Auf die Frage, wo sie wohl in zehn Jahren stehen wird, antwortet die junge Staatssekretärin auf ihrer Website: "Privat sehe ich mich vielleicht in einer Ehe, vielleicht mit Kindern oder vielleicht mit keinem von beidem. Das ist abhängig von so vielen zunächst unbeeinflussbaren Rahmenbedingungen." Sie halte es mit Sigmund Freud: "Seelische Gesundheit ist zu lieben und zu arbeiten."

Und ihre Freizeit? "Lesen, reisen, Zeit mit meinem Lebensgefährten verbringen, Freunde treffen, Essen gehen, joggen, bummeln, mit meiner Nichte und meinem Neffen und meinen Patenkindern ein bisschen Kind sein", antwortet die Abgeordnete.

Auch neuer Medien bedient sich Klöckner. Ihren Bekanntheitsgrad steigerte sie dadurch bei der Wahl des Bundespräsidenten im Mai: Damals teilte sie das Ergebnis bereits rund zehn Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe des Sieges von Amtsinhaber Horst Köhler auf der Kurznachrichten-Plattform Twitter im Internet mit. Später entschuldigte sie sich dafür. (ddp/dpa)

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