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Israel Liebesgrüße vom Mossad

Mehrere Auslandsgeheimdienste, darunter der israelische Mossad sowie der amerikanische CIA, sollen Ägypten Hinweise auf einen Spionagering der Hisbollah im Sinai geliefert haben. Von Inge Günther

Mehrere Auslandsgeheimdienste, darunter der israelische Mossad sowie der amerikanische CIA, sollen Ägypten Hinweise auf einen Spionagering der Hisbollah im Sinai geliefert haben. Dies berichtete die israelische Zeitung Haaretz unter Berufung auf den Pariser Informationsdienst Intelligence Online. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass ägyptische Behörden im März einen Hisbollah-Ring, bestehend aus 49 Mitgliedern, darunter ägyptische Beduinen und Palästinenser, hätten auffliegen lassen. Als Koordinator soll Sami Shihab, ein Libanese, fungiert haben, der den Ägyptern bereits am 19. November ins Netz ging.

Shihab habe den Ermittlern gesagt, für ihn sei es "eine Ehre", der Hisbollah anzugehören, hieß es weiter. Auch der Führer der schiitischen "Gottespartei", Scheich Hassan Nasrallah, bestätigte im Hisbollah-Sender Al Manar die Mitgliedschaft von "Bruder" Sami Shihab in der Spionagegruppe. Der habe aber nicht wie behauptet feindliche Aktivitäten auf ägyptischem Boden ausgespäht, sondern dem "Widerstand in Palästina" geholfen. Im Klartext: Er habe den Waffenschmuggel nach Gaza organisiert.

In der arabischen Welt halten das viele für nichts Ehrenrühriges. Allerdings scheint dieser Fall weiter zu reichen und wird von Ägypten als Angriff auf seine Souveränität gesehen.

Diversen Berichten zufolge hatte sich der jetzt zerschlagene Hisbollah-Ring in drei bis vier Zellen aufgeteilt, die unterschiedliche Ziele verfolgten. Eine Zelle sollte Urlaubsorte auf dem Sinai auskundschaften, die auch von israelischen Touristen frequentiert werden. Eine andere Gruppe habe Anschläge auf Schiffe im Suez-Kanal geplant. Beides hätte Zentren der ägyptischen Wirtschaft schwer treffen und das Regime erschüttern können. Entsprechend aufgebracht fielen die Reaktionen in Kairo auf das angebliche Hisbollah-Komplott aus. So wurde Nasrallah in der ägyptischen Presse als "Affenscheich" und "Krimineller" beschimpft, der als verlängerter Arm des Iran agiere.

Auch in Israel sind Sicherheitsexperten wie der frühere Chef des Militärgeheimdienstes, Aharon Zeevi Farkasch, überzeugt, dass Nasrallah ohne Auftrag aus Teheran eine solche Mission nicht gewagt hätte. Seinem Ansehen könnte die Mission in Ägypten allerdings schaden, da der Hisbollah-Anführer das Tabu der Nichteinmischung, auf das unter arabischen Staaten größter Wert gelegt wird, zugegebenermaßen nicht respektiert hat.

Die Israelis hoffen indes, dass der Fall Ägypten dazu bringt, entschiedener gegen Waffenschmuggel nach Gaza vorzugehen.

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