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Inklusion Frei von Barrieren

Der neue Behindertenbeauftragte Jürgen Dusel fordert das Wahlrecht für Menschen mit Handicap - ein Porträt.

Jürgen Dusel
Jürgen Dusel kämpft für die Belange von Behinderten. Foto: epd

Jürgen Dusel will Menschen mit Behinderung mehr Teilhabe am Leben ermöglichen. Inklusion sei nicht nur eine Haltungsfrage, sagte Dusel bei einer Fachtagung, „es ist eine Demokratiefrage“. Da sprach er noch als Landesbehindertenbeauftragter in Brandenburg, ein Amt, das er seit 2010 innehat. Und als Betroffener. Dusel ist seit seiner Geburt stark sehbehindert.

Nun ist der 53-Jährige nach zwei Amtszeiten neuer Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil führte ihn am Mittwoch in sein neues Amt ein. Dusel folgt Verena Bentele, die Präsidentin des Sozialverbandes VdK werden soll.

Dusel gilt als erfahren und engagiert

Gleichberechtigung, Respekt, Anerkennung von Vielfalt und soziale Gerechtigkeit – das sind die Überbegriffe, die Dusels bisherige Arbeit bestimmt haben. „Ich möchte daran arbeiten, dass Barrieren in den Köpfen fallen“, ist auch so ein Satz von ihm. Gleichzeitig betont er, dass es für Inklusion kein generelles Konzept gebe, keine einzigartige Lösung. Man müsse darüber diskutieren, was wichtig sei. Als Behindertenbeauftragter des Bundes hat Dusel die Aufgabe, Menschen mit Behinderung eine Stimme zu geben und das Parlament über die Belange und Bedürfnisse Behinderter zu informieren. Gleichzeit ist es Ansprechpartner für Betroffene.

Dusel gilt als erfahren und engagiert. Er fordert zum Beispiel das Wahlrecht für Menschen mit Behinderung. Bundesweit sind rund 85.000 Menschen von Wahlen ausgeschlossen, weil sie dauerhaft voll betreut werden müssen. Auch Bentele hatte stets auf das Wahlrecht für Menschen mit Behinderung gepocht. Ihre Forderung ist inzwischen im neuen Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD aufgenommen worden.

In Brandenburg setzte sich Dusel auch verstärkt für barrierefreie Angebote im öffentlichen Nahverkehr ein. Auch das wird künftig sein Thema im Bund bleiben.

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