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Gesetzentwurf Homosexuelle Grüne wollen Therapien gegen Homosexualität verbieten

Zahlreiche Therapie-Angebote aus dem religiös-fundamentalistischen Bereich sollen Homosexuelle von ihrer Neigung "heilen". Die Grünen im Bundestag wollen zumindest Jugendliche vor solchen Programmen schützen.

23.03.2013 13:34
Zwei Schwule stehen beim Christopher Street Day in Frankfurt für mehr Rechte von Homosexuellen. Foto: Andreas Arnold

Die Grünen wollen sich für ein Verbot von Therapien einsetzen, die Jugendliche angeblich von ihrer Homosexualität heilen. Diese Therapien würden nicht nur nichts bewirken, „sondern haben vor allem ein erhebliches, gesundheitliches Risiko“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, der „Saarbrücker Zeitung“ am Samstag.

„Es gibt in Deutschland zahlreiche Angebote aus der religiös-fundamentalen Ecke, die vorgeben, Homosexuelle von ihrer Orientierung heilen zu können“, sagte Beck. In diesen Kreisen werde oftmals Druck auf Jugendliche ausgeübt, sich solchen Programmen zu stellen. Wenigstens Kinder und Jugendliche müssten davor geschützt werden, betonte Beck.

Depressionen und Suizidgefahr

Nach einem Gesetzentwurf der Grünen-Bundestagsfraktion sollen Verstöße mit einer Geldbuße von mindestens 500 Euro geahndet werden, schreibt die Zeitung. Laut Gesetzentwurf gebe es Untersuchungen, wonach bei der Mehrzahl der so behandelten Menschen schädliche Effekte wie „Ängste, soziale Isolation, Depressionen bis hin zum Selbstmord“ aufgetreten seien. Manche Anbieter verteilten sogar "Quacksalberpillen gegen Homosexualität". Der Antrag soll demnächst im Bundestag beraten werden. (mit dpa)

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