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Gerechtigkeit Die Politik in die Verantwortung nehmen

Die gemeinnützige Organisation „Allianz der Generationen“ will den Kindern eine gerechtere Welt hinterlassen und fordert daher mitten in der Wahlkampfzeit einen Kurswechsel.

Vorstellung Generationen-Manifest
Hans Joachim Schellnhuber: „Es handelt sich hier eigentlich um Selbstverständlichkeiten. Dennoch müssen wir sie aussprechen.“ Foto: dpa

Ältere Generationen haben schon immer versucht, den Kindern eine gerechtere Welt zu hinterlassen. Doch genau diese Vereinbarung sei in Gefahr, sagt die gemeinnützige Organisation „Allianz der Generationen“. Vor vier Jahren stellte sie deshalb einen überparteilichen Appell mit dem Titel „Generationen-Manifest“ vor. Die Gruppe verfasste zehn Ziele, die zu einer besseren Zukunft beitragen sollten. Mehr als 100 000 Menschen unterschrieben im Jahr 2013 eine entsprechende Online-Petition. An diesen Erfolg möchte die „Allianz der Generationen“ nun mit einer Neuauflage anknüpfen.

Auch dieses Mal werden sehr konkrete Forderungen an die Politik gestellt: Frieden, Klima, Bildung, Armutsbekämpfung, Migration und Generationengerechtigkeit – das sind einige der wichtigsten Themen, um die es der Stiftung geht. Im Detail werden unter anderem der Einsatz gegen Atomwaffen und Waffenlieferungen in Spannungsgebiete, der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wie Kohle und Öl bis 2040, ein neues, an Digitalisierung angepasstes Bildungssystem, faire Löhne und strengere Haftungsregeln für Unternehmen gefordert. „Es handelt sich hier eigentlich um Selbstverständlichkeiten. Dennoch müssen wir sie aussprechen“, sagt der Klimaforscher und Co-Autor des Manifests, Hans Joachim Schellnhuber.

Veröffentlichung im Wahlkampf beabsichtigt

Der Zeitpunkt der Veröffentlichung – mitten im Wahlkampf – wurde mit Absicht gewählt. „Es ist Endspurt im Bundestagswahlkampf und wir wollen Politik und Wähler gleichermaßen in die Verantwortung nehmen“, sagt Claudia Langer, Initiatorin und Vorstand der „Allianz der Generationen“.

Auch Prominente haben sich dem Generationen-Manifest angeschlossen und fordern: Generationengerechtigkeit müsse im Grundgesetz verankert werden. Zu den Unterzeichnern gehören der Arzt und Autor Eckart von Hirschhausen, Köchin Sarah Wiener und Ex-Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Gemeinsam mit einem Expertengremium aus verschiedenen Alters- und Interessengruppen wurde das Dekret erarbeitet.

Man habe sich zusammengetan, um einen Kurswechsel einzuleiten. „Wir wollen in die Koalitionsverhandlungen“, sagt Langer. Die Probleme der Menschen dürften nicht isoliert betrachtet werden. Zunächst solle das Manifest einen Dialog zwischen Bürgern und Politik anstoßen. Je mehr Menschen sich dem Appell anschlössen, desto eher könne man dann die Politik in Verantwortung nehmen.

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