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Nationalhymne Symbole beseitigen keine Ungleichheit

Wer sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, der lässt sich auch schnell einreden, dass es nicht viel Wichtigeres gibt. Ein Kommentar.

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Die deutsche Nationalhymne wird gerne bei Fußballspielen gesungen. Muss sie demnächst neu erlernt werden? Foto: Monika Müller

Geschlechterneutral solle die deutsche Hymne werden, sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Bundesfamilienministeriums. Aus „Vaterland“ mach „Heimatland“, aus „brüderlich mit Herz und Hand“ mach „couragiert mit Herz und Hand“ – und schon wird niemand mehr bevorzugt. Die neuen Zeilen würden nicht einmal holpern beim Singen. Und die AfD könnte sich auch nicht beschweren, weil sie bei ihrer Forderung nach Aufnahme des Deutschen als Landessprache ins Grundgesetz, das schöne französische Wort Courage verwendet hat.

 

Aber so einfach ist nicht. Wer sich zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigt, der lässt sich auch schnell einreden, dass es nicht viel Wichtigeres gibt als das Umdichten von Nationalhymnen – gleicher Lohn für gleiche Arbeit zum Beispiel.

Aber das ist eine Aufgabe, die Kraft und Geld kosten würde. Deswegen kommt auch seit langer Zeit nach dem anfänglichen Beifall über diesen Satz nicht mehr viel hinterher. Das Umdichten der Hymne ist deswegen nicht falsch. Aber Symbole beseitigen keine Ungleichheit.

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