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G20 in Hamburg Wieder Wasserwerfer an der Roten Flora

2. Update SEK formiert sich am Schanzenviertel +++ Flaschen und Böller fliegen am Neuen Pferdemarkt +++ Italienische Europa-Abgeordnete kurzzeitig festgenommen +++ Hamburgs Bürgermeister Scholz: „Haben Gefahr nicht unterschätzt“ +++ Der Ticker.

08.07.2017 11:35
Erneute Proteste im Schanzenviertel
Im Schanzenviertel fliegen Flaschen, die Polizei ist mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Foto: rtr

In Hamburg  ist der G20-Gipfel der führenden Industrie- und Schwellenländer zu Ende gegangen. Viele Staatschefs sind bereits abgereist. Auch die Abschlusskundgebung der G20-Gegner ist vorüber - und endete friedlich. Doch bleibt die Nacht ruhig? Die aktuelle Entwicklung im Liveticker.

 

23.55 Uhr: Der S-Bahnverkehr in der gesamten Stadt ist nach Angaben der Bundespolizei erheblich beeinträchtigt. Es gebe Informationen, wonach sich im Bereich des S-Bahnhofs Sternschanze bis zu 80 Personen im Gleis befinden sollten.

23.45 Uhr: Die Situation am Schulterblatt ist gespannt. Menschen flüchten vor den Wasserwerfern und den anrückenden Polizisten aus den Cafes. Nun stehen sich Polizei und Menschengruppen gegenüber.

23.40 Uhr: Am Rande des Hamburger Schanzenviertels sind mehr als 30 schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte der Polizei aufgezogen. 

23.33 Uhr: Die Feuerwehr bestätigt:  Rettungskräfte versorgen Verletzte im Schanzenviertel. Die Polizei fordert per Twitter Unbeteiligte auf, den öffentlichen Verkehrsraum im Bereich Schanzenviertel zu verlassen, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

23.25 Uhr: Offenbar gibt es erneut verletzte Demonstranten. Das zeigen Fotos der dpa.

23.20 Uhr: Der öffentliche Nahverkehr im Bereich des Schanzenviertels wurde unterbrochen. Grund ist der Polizeieinsatz.

23.13 Uhr: Die Polizei hat die Reihen geschlossen und treibt die Demonstranten in Richtung Schulterblatt. Gleichzeitig sind links und rechts der Roten Flora zwei Wasserwerfer und massive Polizeieinheiten aufgestellt worden.

23.10 Uhr: Es kommt offenbar wieder zu mehreren Festnahmen.

23.08 Uhr: Die Polizei hat eine Sitzblockade am Hamburger Pferdemarkt aufgelöst. Menschen riefen „Wir sind friedlich, was seid ihr?“ Mindestens zwei Hubschrauber flogen über das Gebiet.

23.01 Uhr: Mehrere Wasserwerfer und Räumfahrzeuge sind in die Schanzenstraße und in die Straße Schulterblatt eingerückt. Ihnen folgten Hundertschaften der Polizei.

22.51 Uhr: Die Polizei hat versucht, die Kreuzung am Pferdemarkt zu räumen. Zwei Wasserwerfer waren im Einsatz. Umstehende beleidigten die Polizisten. Die Beamten wurden mit zahlreichen Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Auch mehrere Böller wurden geworfen.

22.34 Uhr: Ein Polizeisprecher hat sich zur Situation in der Schanze geäußert. Demnach hatten sich am Abend wieder Hunderte versammelt. Die Polizei sprach von etwa 600 Menschen, die sich auf dem Neuen Pferdemarkt und in der Straße Schulterblatt aufhielten, wo es am Vorabend zu den Krawallen gekommen war. Zunächst sei alles ruhig gewesen, so der Polizeisprecher, dann sei es im Bereich Neuer Pferdemarkt zu Angriffen auf Einsatzkräfte aus einer größeren Personengruppe heraus gekommen.

22.31 Uhr: Wie die Polizei mittlerweile bestätigt hat, wurde am Rande der  Abschlussdemonstration eine italienische Europa-Abgeordnete kurzzeitig festgenommen. Laut Medienberichten handelte es sich dabei um Eleonora Forenza. Demnach wurde sie mit einer Gruppe von Störern festgesetzt, in deren Rucksäcken schwarze Kleidung gefunden wurde. Als klar war, dass es sich um eine Europa-Abgeordnete handelte, wurde Forenza wieder freigelassen.

22.12 Uhr: War die Hoffnung auf eine ruhige Nacht trügerisch? Im Bereich Neuer Pferdemarkt im Schanzenviertel fliegen Flaschen und Böller. Mehrere Polizeikräfte sammeln sich. Auch Wasserwerfer sind vorgefahren. Vorausgegangen war offenbar eine Sitzblockade.

 

22.05 Uhr: Im ARD- „Brennpunkt“ hat sich der Anwalt des linksautonomen Zentrums Rote Flora, Andreas Beuth, zu den schweren Krawallen von G20-Gegnern im Hamburger Schanzenviertel geäußert. „Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese?“

21.45 Uhr: Es bleibt weiter ruhig - doch die Festnahmen gehen weiter. Die Polizei hat nach eigenen Angaben mehrere Aktivisten, die dem schwarzen Block zugerechnet werden,  festgenommen. Einem der Festgenommen wird vorgeworfen, mit einer Zwille auf Polizisten geschossen zu haben. Er wurde wiedererkannt, meldet die Polizei.

21.15 Uhr: Derzeit scheint es, als wenn Hamburg eine weitere Krawallnacht erspart bleibt. Die Aufarbeitung der Geschehnisse der letzte Tage und insbesondere von Freitagabend wird sicherlich die nächsten Tage bestimmen.

Unwahrscheinlich ist dagegen, dass schnell klar wird , wie viel dieser G20-Gipfel den Steuerzahler kosten wird. Vorab wurde mit 130 Millionen Euro gerechnet.Hamburgs Bürgermeister Scholz hatte dabei versichert, dass die Stadt die Kosten im Griff hat...

21.05 Uhr: Langsam kehrt die Normalität in die Hansestadt zurück. Der Öffentliche Nahverkehr ist beinahe wieder komplett im Normalbetrieb. Das teilte die Hochbahn mit.

 

20.57 Uhr: Hamburgs Regierungschef Olaf Scholz (SPD) hat sich nach den Krawallen bei den Protesten gegen den G20-Gipfel vor die Polizei gestellt. „Wir haben die Gefahr nicht unterschätzt“, sagte er am Samstagabend im ZDF. 

Scholz betonte, dass es kein Fehler gewesen sei, den Gipfel in Hamburg auszurichten. Es sei aber ganz klar: „Das sind keine guten Bilder. Das hätte sich nicht ereignen sollen. Und wir sind alle sehr bedrückt“, so der SPD-Politiker. Jetzt müsse den Geschädigten geholfen werden. Und die Gewalttäter müssten „sehr harte, sehr schwere Strafen“ erhalten.

20.50 Uhr: Die letzte große Anti-G20-Kundgebung ist am Samstagabend offiziell zu Ende gegangen. Zehntausende demonstrierten bei der vom Linken-Bundestagsabgeordneten Jan van Aken angemeldeten Kundgebung „Grenzenlose Solidarität statt G20“ zumeist friedlich. Die Polizei sprach von 50 .000 Demonstranten, die Veranstalter von 76.000.

Laut Polizei wurden in der Nähe der Abschlusskundgebung am Millerntorplatz „wiedererkannte Straftäter“ von Einsatzkräften aus der Menge geholt. Die Beamten seien daraufhin mit Flaschen beworfen worden. Sie hätten dann Schlagstöcke genutzt und auch einen Wasserwerfer eingesetzt. Vier Beamte hätten sich Verletzungen zugezogen, seien jedoch weiter dienstfähig. 

20.04 Uhr: Bei der Aufarbeitung der Randale während des Gipfels setzt die Polizei Hamburg auch auf Mithilfe der Bevölkerung. Über ein Uploade-Portal können Videos und Fotos hochgeladen werden. Offenbar wird davon rege Gebrauch gemacht: Wie die Polizei am Abend mitteilte, sind binnen weniger Stunden mehr als 1000 Dateien eingegangen.

19.47 Uhr: Nach Angela Merkel verspricht nun auch der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) den Opfern der Krawalle schnelle Hilfe. Schon in den nächsten Tagen würden der Hamburger Senat und die Bundesregierung eine Vereinbarung über Entschädigungen schließen -
„damit sich wenigstens die materiellen Schäden in Grenzen halten“, erklärte Scholz am Samstagabend.

19.39 Uhr: Die Lage in Hamburg ist kein Vergleich zum Vorabend. Die Polizei Hamburg berichtet von „Volksfeststimmung“ am Millerntorplatz. Auch an anderern Orten, wie etwa den Landungsbrücken, sei die Lage entspannt.

Das setzt sich auch in den sozialen Netzwerken fort: Statt Randale-Bildern und schwer bewaffneten Polizisten, gehen Beamte und G-20-Gegner auf Tuchfühlung.

19.31 Uhr: Was bleibt vom G20-Gipfel in Hamburg? Merkels Weltshow geriet zum Fiasko, meint unser Autor Damir Fras. Hier geht es zu seinem Kommentar.

19.20 Uhr: Die Polizei hat weitere Zahlen zu ihren Einsätzen veröffentlicht. Demnach seien während des G20-Gipfels 23 Haftbefehle erwirkt worden. Zudem gab es 41 längerfristige Ingewahrsamnahmen, bei denen also Verdächtige festgesetzt wurden, wie ein Sprecher der Polizei am Samstag sagte. In der Krawallnacht zum Samstag wurden zudem 118 mutmaßliche Randalierer kurzfristig in Gewahrsam genommen, es gab 44 Festnahmen.

Eine Gesamt-Bilanz des G20-Gipfels will die Polizei am Sonntag ziehen.

18.45 Uhr: Bei der Abschlusskundgebung der Linken-Kundgebung „Grenzenlose Solidarität“ war die Atmosphäre am Abend zunächst entspannt. Tausende Menschen versammelten sich auf dem Millerntorplatz an der Reeperbahn. Auf der Bühne spielte Musik. Beobachter sprachen von Festival-Charakter. Einige Demonstranten machten Selfies mit Polizisten, an anderer Stelle umarmten sich ein Polizist und ein Demonstrant unter dem Applaus der Umstehenden. Es gab zwar auch Sitzblockaden, hier blieb es zunächst jedoch auch ruhig.

17.50 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bei den Hamburgern für die Geduld beim G20-Gipfel bedankt. „Ich kann nur sagen: Danke Hamburg. Und danke allen Sicherheitskräften“, sagt sie bei einem gemeinsamen Treffen mit dem ersten Bürgermeister Olaf Scholz bei Einsatz- und Sicherheitskräften nach Gipfelende.

17.13 Uhr: Die Polizei setzt Wasserwerfer und Pfefferspray gegen Demonstranten bei der Abschlusskundgebung am Millerntor ein.

17.00 Uhr: Anwaltlicher Notdienst nimmt Stellung zu den Ereignissen in Hamburg. Die Polizei würde mit Fake News arbeiten und einen Zustand von „angeblich 6000 bis 10.000 Gewaltbereite, ...davon war nach ihrer eigenen Einschätzung nicht die Rede. ... Der anwaltliche Notdienst hat am eigenen Leib erfahren, dass sich die Polizisten vor Ort um Anwälte einen Dreck geschert haben“.

Gabriele Heinicke spricht von der Demonstration am Donnerstag und davon, geschubst worden zu sein: „Wir haben hier eine Situation, wo der Fake von Seiten der Polizei, die hier die Herrschaft in der Stadt übernommen hat, weiter geht.“ Es sei eine Lüge gewesen, von 1000 Vermummten zu sprechen, die sich nicht hätten belehren lassen.

16.20 Uhr: Die Hamburger Polizei hat Gerüchte zurückgewiesen, nach denen ein Polizeibeamter tödlich verletzt worden sei oder einen Schädelbruch erlitten habe. „Bitte teilt Gerüchte nicht unverifiziert weiter! Alle gesicherten Informationen werden wir hier veröffentlichen!“, teilte die Polizei auf Twitter mit.

16.15 Uhr: Merkel sagt den Opfern der Krawalle eine Entschädigung zu. Sie habe mit Finanzminister Schäuble abgesprochen, „dass wir prüfen werden, wie wir gemeinsam mit der Hansestadt Hamburg Opfer von Gewalt bei der Beseitigung der entstandenen Schäden helfen können“, so die Kanzlerin zum Abschluss des G20-Gipfels.

16.07 Uhr: Das autonome Zentrum Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel hat sich von den Gewaltausbrüchen während des G20-Gipfels in der Nacht zum Samstag distanziert. „Wir sagen immer, dass die bewusste Regelübertretung Teil autonomer Politik sein muss“, sagte Sprecher Andreas Blechschmidt. „Aber wir sagen auch, es gibt Kriterien dafür und auch rote Linien. Die Art und Weise, wie letzte Nacht hier agiert worden ist, hat aus unserer Sicht diese rote Linie überschritten.“ Die Rote Flora sei an Gewalttaten nicht beteiligt gewesen.

15.59 Uhr: Merkel dankt den Sicherheitskräften und verurteilt die gewalttätigen Demonstrationen. Den Opfern von Gewalt stellt sie finanzielle Hilfen in Aussicht.
"Die entfesselte Gewalt und ungehemmte Brutalität" verurteile sie aufs schärfste: "Wer so handelt, dem geht es nicht um politische Kritik oder ein besseres Leben der Menschen auf dieser Erde. Wer so handelt, stellt sich außerhalb unseres demokratischen Gemeinwesens." Auch die anderen Teilnehmer hätten sie gebeten, der Polizei zu danken.

15.52 Uhr: Der Demonstrationszug „Grenzenlose Solidarität statt G20“ ist an seinem Ziel auf dem Millerntorplatz in Hamburg angekommen. Dort soll es noch eine Abschlusskundgebung geben. Die Veranstalter sprechen von 76 000 Teilnehmern. Die Polizei hatte zunächst 22 000 angegeben.

15.43 Uhr: Die Polizei twittert gerade, gegen „vermummte Teilnehmer“ des schwarzen Blocks vorzugehen.

15.35 Uhr: Auf Twitter wird kommuniziert, dass sich zwei Wasserwerfer und Räumwagen Richtung Demonstrationszug bewegen.

15.24 Uhr: Das Presseteam des Bündnisses „Grenzenlose Solidarität statt G20“ spricht von 76.000 Demonstranten. Ein bunter Demonstrationszug zieht aktuell friedlich durch Hamburg.

15.20 Uhr: Tausende Menschen beteiligten sich am Samstag an der Demonstration „Hamburg zeigt Haltung“, zu der bürgerliche Parteien und Kirchen aufgerufen hatten. Die Polizei sprach von rund 5000 Teilnehmern, die Veranstalter von etwa 10 000. Die Protestaktion sei „total friedlich“ verlaufen, erklärte ein Polizeisprecher.

14.50 Uhr: Nachdem etlichen Journalisten die Presseakkreditierung für den G20-Gipfel kurzfristig entzogen wurde, plant die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) juristische Schritte. Diese Akkreditierungspraxis sei „rechtlich äußerst fraglich“, teilte die Bundesgeschäftsführerin der dju, Cornelia Haß, am Samstag mit. Seit Freitag hat das Bundeskriminalamt (BKA) verschiedenen Fotografen und Reportern den Zugang zum internationalen Medienzentrum des Gipfels verweigert und ihnen ihre Pressezulassung für die Veranstaltung entzogen.

14.27 Uhr: Bundesjustizminister Heiko Maas kündigt ein hartes Vorgehen gegen Gewalttäter an. „Das sind keine bloßen Chaoten, das sind schwerstkriminelle Gewalttäter und Brandstifter“, sagt Maas der „Bild am Sonntag“. Dass in Hamburg marodierende Banden ganze Straßenzüge verwüsteten, zeige „eine neue Qualität von Brutalität.“ „Unser Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz darauf reagieren“, kündigt er an.

14.30 Uhr: der Schwarze Block demonstriert bei „G20 - not welcome!“ mit. Viele Leute tragen Sonnenbrillen und schwarze Kapuzen. Die Polizei spricht auf Twitter von Vermummung.

14.25 Uhr: Innensenator Andy Grote (SPD) die Einsatzstrategie der Polizei gerechtfertigt. „Wir wären den Menschen, den Anwohnern am Schulterblatt gern früher zur Hilfe gekommen“, sagte Grote am Samstag vor Journalisten. Das sei aufgrund der Bedrohung der Beamten durch die dort versammelten rund 1500 Autonomen aber nicht möglich gewesen. Erst hätten Dächer durch

14.15 Uhr: Bislang verlaufen alle Demonstrationen friedlich. es seien nur einige Bengalos gezündet worden.

13.50 Uhr: Auch Spezialeinheiten aus Österreich sind zur Unterstützung der deutschen Polizei im Einsatz. Unter den Einsatzkräften befinden sich 20 Beamte des Sondereinsatzkommandos „Cobra“ und 70 Beamte der Wiener Sondereinheit „Wega“, wie ein Sprecher des österreichischen Innenministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Samstag bestätigte. Insgesamt seien rund 200 österreichische Polizisten in Hamburg.

13.36 Uhr: Hausdurchsuchungen sind wohl abgeschlossen. Es habe Hinweise gegeben, dass gefährliche Gegenstände gelagert worden seien. Gefunden wurde laut Spiegel-Information nur „illegale Pyrotechnik“.

13.09 Uhr: Die Demonstration „G20 - not welcome!“ setzt sich nach Angaben der Polizei mit 20.000 Teilnehmern in Bewegung.

13.25 Uhr: Spiegel-online berichtet, dass die Polizei in Hamburg Personenkontrollen und Hausdurchsuchungen durchführt. In St. Pauli werden demnach Veranstaltungsräume der linken Szene durchsucht.

13.00 Uhr: Bei den schweren Krawallen sind auch mehrere Polizisten aus Hessen verletzt worden. Die Zahl liege im unteren zweistelligen Bereich, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Verletzungen seien aber nicht so schwer, dass die Polizisten dienstunfähig seien.

12.35 Uhr: Stellungnahme von Attac zu den Ereignissen der letzten Nacht in Hamburg: „Attac hat mit den sinnlosen Zerstörungen der vergangenen Nacht in Hamburg nichts zu tun und lehnt sie ab. Es gibt einen klaren Konsens in unserem Netzwerk, dass von Attac-Aktivitäten keine Gewalt ausgeht. Wir verstehen gut, dass die von den Zerstörungen betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner in Hamburg aufgebracht sind. Zugleich kritisieren wir die vorangegangen massiven Polizeiübergriffe und Einschränkungen der Versammlungsfreiheit in Hamburg.“

12.15 Uhr: Der Stern berichtet, dass das BKA zahlreichen Journalisten die Akkreditierung entzogen hat. Das soll ohne Begründung geschehen sein.

12.00 Uhr: Bei den Krawallen sind nach Polizeiangaben 43 Menschen festgenommen und 96 in Gewahrsam genommen worden. Sie seien in die Gefangenensammelstelle in Harburg gebracht worden, teilte die Polizei am Samstagvormittag mit (Stand 10.00 Uhr). 16 Polizisten seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher.

11.29 Uhr: Die Hamburger Feuerwehr hat eine Bilanz der Einsätze am Freitag und in der Nacht zum Samstag rund um die Proteste während des G20-Gipfels gezogen. Mehr als 200 Mal mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen ausrücken, 70 kleinere und größere Feuer wurden gelöscht. Es kam zu 126 Rettungsdiensteinsätzen. Die Zahl der Verletzten konnte die Feuerwehr nicht beziffern. Wegen der unsicheren Lage im Schanzenviertel konnten in der Nacht einige Einsatzorte erst nach Absicherung durch die Polizei erreicht werden.

11.00 Uhr: Hamburgs Polizeisprecher Timo Zill hat bestätigt, dass in der vorausgegangenen Krawallnacht im Schanzenviertel Spezialeinsatzkräfte eingesetzt waren. Er wollte bei einer Presseerklärung am Samstagmorgen aber nicht sagen, welche. Die Beamten waren am Freitagabend in Häuser eingedrungen und hatten sich auf Dächern postiert.

11.35 Uhr: Die Hamburger Polizei hat bei den schweren Krawallen im Schanzenviertel nicht früher eingegriffen, weil sie nach eigenen Angaben um das Leben ihrer Beamten fürchtete. Die Polizei habe Erkenntnisse gehabt, dass Gehwegplatten auf Dächern abgelegt und Brandflaschen vorbereitet worden seien. Während des Einsatzes sei mit Stahlkugeln auf Polizisten geschossen worden, berichtete Polizeisprecher Timo Zill am Samstag. „Es ging eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Polizeibeamten aus. Wir wollten nicht schlecht vorbereitet in das Schanzenviertel gehen und die Räumung nicht durchbekommen. Ein Rückzug der Polizei wäre sicherlich ein fatales Bild gewesen.“

10.45 Uhr: Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer rechnet auch bei einer Demonstration am Samstag mit gewaltsamen Protesten. „Wir haben deutliche Hinweise, dass sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit diese Gewalttäter auch unter die heutige Demonstration „G20 – not welcome!“ mischen werden“, erklärte Meyer. „Es ist davon auszugehen, dass erneut kein friedlicher Protest möglich sein wird.“

10:33 Uhr: Ein Teil der Warenhäuser und Geschäfte in der Hamburger Innenstadt hat am Samstagvormittag nicht geöffnet. Das sagte City-Managerin Brigitte Engler der Deutschen-Presse-Agentur. Ladenschließungen an der Mönckebergstraße bis zum Gänsemarkt seien von den Geschäftsleuten mit dem Schutz der Mitarbeiter angesichts der Bilder aus der Krawallnacht begründet worden. Ausschreitungen in der Innenstadt hat es nicht gegeben.

10:21 Uhr: Zur ersten Demonstration am Samstag „Grenzenlose Solidarität statt G20“ strömen Hunderte Menschen zum Deichtorplatz. Für die Auftaktveranstaltung um 11.00 Uhr versammelt sich laut dpa-Reportern ein gemischtes Publikum aus Jung und Alt sowie verschiedenen Gruppen. Menschen sitzen auf Grünflächen, halten Fahnen und Luftballons hoch.

10:08 Uhr: US-Präsident Donald Trump lobt Merkels Führung des G20-Gipfels. „Sie haben einen großartigen Job gemacht“, sagt er und nennt ihr G20-Management sehr professionell. Trump dankt seiner Tochter Iwanka für ihren Anstoß zur Schaffung eines Fonds für Unternehmerinnen. „Ich bin sehr stolz auf dich. Vom ersten Tag an warst Du immer großartig.“ Die Stärkung von Frauen sei ein Schlüsselwert für die weitere Entwicklung in der Welt.

07:00 Uhr: Nach dem Ende der gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei in Hamburg hat sich auch die Lage im öffentlichen Nahverkehr wieder entspannt. „Sperrung der Verbindungsbahn ist aufgehoben. Alle S-Bahn-Linien verkehren wieder auf dem Regelweg“, teilte die S-Bahn Hamburg am Samstagmorgen auf Twitter mit. Die Bundespolizei schrieb dort: „Der S-Bahnverkehr in Hamburg läuft aktuell wieder planmäßig.“ Auch die zeitweilig unterbrochene U-Bahn-Linie U3 nahm den Verkehr wieder auf. „Wir fahren ab sofort auch wieder auf der ganzen Linie. Gute Fahrt!“, twitterte der Hamburger Verkehrsverbund HVV. (Online-Redaktion FR)

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