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Freiburg Petition gegen männliche Bademeister in Frauenbad

Mit einer Online-Petition wehren sich knapp mehr als 780 Unterstützerinnen und Unterstützer gegen den Einsatz von männlichem Badepersonal in der Frauenabteilung des Freiburger Lorettobads.

11.07.2017 11:36
Hitzewelle in Deutschland
Im Schwimmbad Foto: epd-bild / Thomas Lohnes

„Schaffen Sie das reguläre männliche Badepersonal im Damenbad Freiburg wieder ab!“, heißt es von der „Initiative Frei(burg)schwimmer*innen“ auf der Seite der Online-Petition am Dienstag. Die neue Regelung, regulär männliches Aufsichtspersonal im Loretto-Damenbad einzusetzen, führe das Konzept „Damenbad“ ad absurdum.

Medienberichten zufolge hat die Stadt Freiburg im Damenbad auch schon männliche Bademeister eingesetzt, weil es nicht genügend weibliche Fachkräfte gibt. Einige Besucherinnen hätten die Studentinnen, die vorher gelegentlich als Bademeisterinnen eingesetzt wurden, nicht als Autoritätsperson anerkannt. Es sei zu Regelbrüchen und Polizeieinsätzen gekommen. Zudem soll es zu Streitigkeiten zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Badebesucherinnen gekommen sein.

Ausschluss von muslimischen Frauen

Im „Lollo“, wie die Freiburger liebevoll das Lorettobad nennen, wird seit 1841 gebadet. Seit 1886 besteht ein separates Damenfreibad, heute ist es laut der Internetseite des Betreibers das einzige in Deutschland.

Der Einsatz von männlichem Personal schließe nicht nur gezielt viele muslimische Frauen aus, sondern treffe auch Frauen, die aufgrund von Gewalterfahrungen oder sich schlicht abseits von alltäglichen Blicken und Übergriffen eine Auszeit wünschten, heißt es weiter in der Petition. „Zu glauben und zu verdeutlichen, Ruhe und Sicherheit im Damenbad nur durch die Präsenz und Aufsicht von männlichem Personal zu leisten, ist zutiefst reaktionär und sexistisch.“

Wenn die Petition das Quorum von 2.000 Unterstützern erreicht, wollen die Betreiber der Online-Petitions-Plattform eine Stellungnahme von den zuständigen gewählten Vertretern einholen. In jedem Fall könne die Petition übergeben werden, hieß es. Die Petition läuft noch bis zum 17. August.

(epd)

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