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Frankreich Wieder Angriff auf einen Soldaten

Wieder wird ein Soldat angegriffen und verletzt, dieses Mal in Paris. Der Angreifer wollte den Soldaten offenbar töten, sagte der französische Verteidigungsminister. Er konnte nach der Tat fliehen. Ein Zusammenhang mit dem Woolwich-Attentat wird bisher ausgeschlossen.

25.05.2013 22:24
In Paris wurde ein Soldat attackiert. Foto: REUTERS

Wieder wird ein Soldat angegriffen und verletzt, dieses Mal in Paris. Der Angreifer wollte den Soldaten offenbar töten, sagte der französische Verteidigungsminister. Er konnte nach der Tat fliehen. Ein Zusammenhang mit dem Woolwich-Attentat wird bisher ausgeschlossen.

Der Unbekannte, der einen französischen Soldaten in Paris mit einem Messer angegriffen hat, hat sein Opfer töten wollen. „Man hat einen Soldaten töten wollen, weil er ein Soldat ist“, sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian am Samstag nach einem Besuch des Verletzten in Paris. Der Angreifer war nach der Tat am frühen Abend geflohen.

Ein Unbekannter hat am Samstag in Paris einen französischen Soldaten mit dem Messer angegriffen. Der Soldat, der in Uniform im Viertel La Défense im Westen der französischen Hauptstadt patrouilliert hatte, wurde im Nacken verletzt, wie aus Polizeikreisen verlautete. Er schwebe aber nicht in Lebensgefahr.

Staatschef François Hollande sagte, derzeit gebe es keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit der Ermordung eines britischen Soldaten in London am Mittwoch durch zwei mutmaßliche Islamisten.

Die genauen Umstände der Messerattacke seien noch nicht bekannt, sagte Hollande im äthiopischen Addis Abeba, wo er sich anlässlich des 50. Jahrestags der Gründung der Afrikanischen Union aufhielt. Auch die Identität des Angreifers, der flüchtig war, sei noch unbekannt. Es würden jedoch alle Pisten verfolgt. Laut Polizei soll der Angreifer um die 30 Jahre alt und nordafrikanischen Aussehens sein.

Nach Angaben einer Sprecherin der Verkehrsbetriebe RATP ereignete sich die Tat in dem belebten Geschäftsviertel La Défense am frühen Abend. Der mit einem Cutter verletzte Soldat wurde laut Angaben aus Polizeikreisen vor Ort von der Feuerwehr versorgt, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Am Mittwochnachmittag war der 25-jährige Soldat Lee Rigby im Londoner Stadtteil Woolwich vor einer Kaserne auf offener Straße brutal ermordet worden. Der mutmaßliche Täter Michael Adebolajo sagte anschließend Passanten, er habe den Soldaten als Vergeltung für die Tötung von Muslimen ermordet. Adebolajo und der ebenfalls nigerianischstämmige Michael Adebowale wurden von der Polizei angeschossen und festgenommen. Der britische Premierminister David Cameron sprach von einer terroristischen Handlung. (afp/dpa)

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