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Frankreich Ministerin muss Sozialwohnung verlassen

Jean-Marc Ayrault, seit wenigen Tagen neuer französischer Ministerpräsident, greift durch: Da er eine "beispielhafte" Regierung gefordert hatte, muss Ministerin Batho aus dem Justizressort ihre Sozialwohnung verlassen - die Miete ist zu niedrig.

18.05.2012 12:58
Muss sich eine neue Bleibe suchen: Delphine Batho. Foto: imago

Frankreichs Premierminister Jean-Marc Ayrault macht ernst mit der Ankündigung, die neue Regierung müsse „beispielhaft“ sein: Eine seiner Ministerinnen muss nun umgehend aus ihrer Sozialwohnung ausziehen, in der sie im Pariser 19. Arrondissement wohnt. Wie die beigeordnete Ministerin im Justizressort, Delphine Batho, im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, kündigte sie ihren Mietvertrag. Ayrault sagte am Freitag auf die Frage, ob Batho umziehen werde, dem Sender France Inter: „Das ist im Gange, das ist erledigt.“

Batho, die im Wahlkampf eine der Sprecherinnen von Präsident François Hollande war, stand wegen ihrer Sozialwohnung seit mehreren Monaten in der Kritik. Sie hatte sich damit verteidigt, dass sie einen Zuschlag bezahle und in einer Wohnung mittleren Niveaus wohne. Für 108 Quadratmeter bezahlte sie 1524 Euro im Monat und damit rund 30 Prozent weniger als im Durchschnitt in Paris üblich. (afp)

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