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IDMC Fast 31 Millionen neue Binnenflüchtlinge

Fast 31 Millionen Menschen sind 2017 laut einem Expertenbericht wegen Gewalt und Naturkatastrophen zu Flüchtlingen im eigenen Land geworden.

16.05.2018 10:55
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Flüchtlingslager Dadaab in Kenia. Das Flüchtlingslager im Nordosten Kenias ist für viele Somalier das Ende einer langen Reise - sie sind aus ihrer Heimat wegen der anhaltenden Dürre geflohen (Archivbild). Foto: epd-bild / Barb Summers

Es sei niederschmetternd, dass so viele Menschen innerhalb eines Jahres neu zur Flucht gezwungen wurden, erklärte Alexandra Bilak, die Direktorin des Zentrums für Binnenflucht (IDMC) am Mittwoch in Genf. Die Welt müsse entschlossener als bislang gegen Fluchtursachen wie Krieg und Unterdrückung vorgehen, heißt es im Jahresbericht des Zentrums.

Fast 19 Millionen Menschen flohen vor Naturkatastrophen. Vor Gewalt und Konflikten suchten dem Bericht zufolge rund 11,8 Millionen Männer, Frauen und Kinder im vergangenen Jahr Schutz außerhalb ihrer Heimatregion, aber im eigenen Land. Diese Zahl ist fast doppelt so hoch wie im Vorjahr und die höchste seit rund einem Jahrzehnt. Brennpunkte sind Konfliktregionen in Afrika südlich der Sahara wie in der Demokratischen Republik Kongo mit insgesamt 5,5 Millionen neuen Binnenflüchtlingen, und in arabischen Ländern wie in Syrien mit fast 4,5 Millionen.

Stürme, Überflutungen, Dürren

Insgesamt sind laut dem Zentrum rund 40 Millionen Menschen auf der Flucht vor bewaffneten Kämpfen, Terrorismus und Unterdrückung im eigenen Land. Viele von ihnen haben den Angaben zufolge seit Jahren ihre angestammte Heimat nicht mehr gesehen. Jan Egeland, der Generalsekretär des Norwegischen Flüchtlingsrates, forderte langfristige Lösungen für die Schutzsuchenden. Zu viele Menschen lebten zu lange von humanitären Hilfslieferungen.

Naturkatastrophen wie Stürme, Überflutungen, Feuersbrünste und Dürren lösten in 135 Staaten Fluchtbewegungen aus. Die meisten Binnenflüchtlinge wurden dabei in China gezählt (4,5 Millionen). Es folgten die Philippinen (2,5 Millionen) sowie Kuba und die USA mit jeweils 1,7 Millionen. (epd)

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