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Griechenland Küstenwache greift türkische Flüchtlinge auf

Die griechische Küstenwache hat 32 türkische Flüchtlinge in einem Schlauchboot entdeckt. Sie sind offenbar aus Angst vor Verfolgung in der Türkei geflohen und wollen am Montag Asyl beantragen.

16.12.2017 22:16

Die griechische Küstenwache hat 32 türkische Flüchtlinge aufgegriffen, die offenbar in Griechenland Asyl beantragen wollen. Wie die Küstenwache am Samstag mitteilte, waren die türkischen Staatsbürger in der Nacht auf Freitag in einem Schlauchboot nahe dem Inselchen Inousses in der Ostägäis entdeckt worden. Sie wurden zur Registrierung und Personenkontrolle auf die Insel Chios gebracht.

Aus dem Einwanderungsministerium in Athen hieß es, die Asylanträge sollten am Montag gestellt werden. Die Hafenpolizei habe zudem einen als Schlepper verdächtigten Mann festgenommen, der ebenfalls mit dem Schlauchboot unterwegs gewesen sei.  

Flüchtlinge sollen Erdogan kritisch gegenüberstehen

Medienberichten zufolge handelt es sich um Beamte, die der Regierung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kritisch gegenüberstehen. Seit dem gescheiterten Armeeputsch gegen Erdogan im Juli 2016 haben sich zahlreiche Türken wegen befürchteter Repressalien in das Nachbarland Griechenland abgesetzt.

Darunter sind auch acht Offiziere, deren Auslieferung Ankara von Griechenland im Januar vergeblich verlangte. Ankara wirft den Offizieren vor, an dem Umsturzversuch beteiligt gewesen zu sein, was diese bestreiten. Die Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland sind wegen des Falls belastet. Bei seinem Besuch Anfang Dezember in Athen hatte Erdogan das Thema im Gespräch mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras erneut angesprochen. (afp)

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