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Flüchtlingskrise Mehr Frauen und Kinder auf der Flucht

Laut einer Erhebung von Unicef sind derzeit mehr Frauen und Kinder als Männer auf der Flucht nach Europa.

02.02.2016 15:11
Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge, die in Europa ankommen, sind Frauen und Kinder. Foto: dpa

Es flüchten zurzeit mehr Frauen und Kinder auf dem Weg nach Europa als Männer. Die Grenze von Griechenland nach Mazedonien überquerten aktuell zu fast 60 Prozent Frauen und Kinder, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) am Dienstag in Genf mit. Im Vergleich zur Situation vor einem halben Jahr habe sich der Anteil der Kinder verdreifacht, so die Unicef weiter.

Im Juni 2015 waren noch zu 73 Prozent Männer unterwegs nach Europa. Die Entwicklung bedeute, „dass mehr Menschen auf dem Meer in Gefahr sind, besonders im Winter, und mehr Schutz am Land brauchen“, sagte Marie-Pierre Poirier, die Unicef-Koordinatorin für die Flüchtlingskrise.

Fast 370 Flüchtlinge im Januar im Mittelmeer gestorben

Bei der Flucht über das Mittelmeer sind im Januar 368 Menschen ums Leben gekommen. Das seien mehr als viermal so viele wie im Januar 2015, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag in Genf.

Vor den Küsten Griechenlands, der Türkei und Italien sind alleine am jüngsten Januar-Wochenende über 100 Männer, Frauen und Kinder gestorben. Auch die Zahl der Flüchtlinge und Wirtschaftsmigranten ist im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat extrem gestiegen. So gelangten mehr als 67 000 Flüchtende über das Mittelmeer, vor allem über Griechenland, nach Europa. 2015 waren es nur 5000. Jeder Dritte war minderjährig. (dpa)

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