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Flüchtlinge Britische Millionen für gesicherte Grenze

Bei einem Treffen in der Militärakademie Sandhurst sagen die Briten den Franzosen mehr Unterstützung bei der Grenzsicherung zu.

Calais
Thema beim britisch-französischen Treffen: Migranten im Flüchtlingscamp in Calais. Foto: dpa

Hilfe bei Militäreinsätzen und im Umgang mit Flüchtlingen, vielfältiger kultureller Austausch – in betont herzlicher Atmosphäre und mit gegenseitigen Versprechen noch engerer Zusammenarbeit haben am Donnerstag die französischen und britischen Regierungen den Schulterschluss geprobt. Zum Besuch in der berühmten Militärakademie von Sandhurst hatte Präsident Emmanuel Macron nicht nur die wichtigsten Minister, sondern auch die Chefs seiner Geheimdienste mitgebracht. „Unsere starke Beziehung ist sowohl im Interesse unserer beider Länder wie auch Europas“, sagte Premierministerin Theresa May.

Bereits vorab hatte Macron seine Gastgeber mit der Zusage entzückt, sein Land werde erstmals den berühmten Bildteppich von Bayeux an Großbritannien ausleihen. Die 68 Meter lange und 52 Zentimeter hohe Stickarbeit aus dem Hochmittelalter zeigt die Eroberung Englands durch den Normannenherzog Wilhelm im Jahr 1066.

May sicherte einen Beitrag von 44,5 Millionen Pfund (50,4 Mio Euro) für die Grenzsicherung in der nordfranzösischen Hafenstadt Calais zu. Dort versammelten sich in den vergangenen Jahren immer wieder Tausende Flüchtlinge, um auf illegalem Weg nach Großbritannien zu kommen. Im vergangenen Jahr wurde ihre Zahl auf bis zu 10.000 geschätzt, derzeit halten sich rund 500 Menschen dort auf. Macron hatte die Region zu Wochenbeginn besucht und mehr Staatshilfe zugesagt.

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