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Fall Sergej Skripal Diplomaten-Ausweisung: Moskau kündigt Vergeltung an

3. UpdateRussland wirft Großbritannien „feindliche Maßnahmen“ vor. London hatte nach dem Giftanschlag gegen Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter 23 russische Diplomaten des Landes verwiesen.

14.03.2018 13:29
Parkbank
Die Parkbank,auf der Sergej Skripal und seine Tochter gefunden wurden.ist abgedeckt. Foto: rtr

Die russische Regierung hat Vergeltung für die britischen Strafmaßnahmen wegen des Giftanschlags von Salisbury angekündigt. „Die britische Regierung hat sich für die Konfrontation mit Russland entschieden“, erklärte das russische Außenministerium am Mittwoch in Moskau.  Unsere Antwort wird nicht auf sich warten lassen.“

Das Außenministerium warf Großbritannien „feindliche Maßnahmen“ und eine „anti-russische Kampagne“ vor. Die britische Premierministerin Theresa May hatte zuvor als Reaktion auf den Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal angekündigt, die bilateralen Kontakte zu Moskau auf Eis zu legen und 23 russische Diplomaten auszuweisen.

London macht Moskau für die Attacke auf den früheren Doppelagenten verantwortlich. „Der russische Staat ist des versuchten Mordes schuldig“, sagte Theresa May am Mittwoch vor dem Unterhaus in London.

Der 66-jährige Skripal und seine 33-jährige Tochter Julia waren am 4. März in Salisbury südwestlich von London bewusstlos auf einer Parkbank aufgefunden worden. Sie wurden mit lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Die Mitgliedstaaten der Nato haben Russland aufgefordert, alle Fragen Großbritanniens zum Giftanschlag auf den früheren Doppelagenten zu beantworten. In einer durch das Bündnis veröffentlichten Erklärung aller 29 Nato-Mitglieder hieß es am Mittwoch, der „Angriff“ sei „ein klarer Bruch internationaler Regeln und Vereinbarungen“. Die Verbündeten erklärten Großbritannien ihre Solidarität und boten „ihre Unterstützung bei der Durchführung der laufenden Untersuchung“ zu dem Fall an.

Die Nato-Staaten äußerten sich in der gemeinsamen Stellungnahme zutiefst beunruhigt über den ersten Einsatz von Nervengas auf ihrem Gebiet seit Gründung des Bündnisses im Jahr 1949. Russland weist jede Verwicklung in den Fall zurück.

Bei dem Anschlag wurde nach britischen Angaben ein Mittel aus der Gruppe der Nowitschok-Nervengifte eingesetzt, die das sowjetische Militär in den 70er und 80er Jahren entwickelt habe. (afp/rtr/dpa)

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