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Fahrplan der EU-Kommission Billionen für den Klimaschutz

In 40 Jahren sollen die klimaschädlichen Kohlendioxid- (CO2-)Abgase um vier Fünftel unter dem 1990 gemessenen Wert liegen. Wie dieses Ziel zu erreichen ist, stellte die EU-Kommission am Dienstag in Straßburg vor.

09.03.2011 09:14
Werner Balsen

Die Kosten dafür beziffert Brüssel auf 270 Milliarden Euro jährlich. Bis 2050 liefe die Summe von 10,8 Billionen Euro auf.ie von Klima-Kommissarin Connie Hedegaard vorgestellte Projektion formuliert aber noch keine neuen Klimaziele der Union. Maßgebend sind vorerst die Ziele für 2020, die eine 20-prozentige Reduzierung der CO2-Emis- sionen vorsehen. Der „Fahrplan für eine kohlenstoffarme Wirtschaft“ ist nur eine Absichtserklärung, die einen Weg aufzeigt, wie striktere Einsparziele erreicht werden könnten. Und die Kostenkalkulation beschreibt allein die finanzielle Dimension, die erforderlich wäre, um die umweltschädliche Erwärmung auf dem Globus auf zwei Grad zu begrenzen.

Konkret muss Hedegaard dafür kämpfen, dass die EU die für 2020 vereinbarten Reduktionsziele erreicht, denn zwischen dem Schwarzen Meer und dem Atlantik wächst der Widerstand gegen die Vorgaben, mit denen sich die Union, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor vier Jahren feiern ließ. Weil konkurrierende Staaten mit den EU-Plänen nicht mitzogen, und ein international verbindliches CO2- Reduktionsziel fehlt, lässt der Ehrgeiz der Europäer nach. Hinzu kommen die enormen Kosten der Wirtschafts- und Finanzkrise, so dass viele die Klimakosten nicht mehr für finanzierbar halten.

Mit den bislang auf den Weg gebrachten Veränderungen würde die EU bis 2020 ihren Kohlendioxid-Ausstoß lediglich um neun Prozent verringern. Zusammen mit ihrem für Energie zuständigen Kollegen Günther Oettinger betont Heedegard, dass die Union bis Ende des Jahrzehnts ihre CO2- Emissionen sogar um ein Viertel reduzieren könnte, wenn sie ihre selbst formulierten Ziele zum Energiesparen einhielte.

Oettinger schlägt eine Reihe von Schritten vor: So könnten etwa die öffentliche Institutionen gezwungen werden, jedes Jahr drei Prozent ihrer Gebäude durch Wärmedämmung energieeffizienter zu machen. Öffentliche Bauten müssten Energiestandards genügen. Und Kraftwerke sollten per se die Kraft-Wärme-Koppelung nutzen.

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